Kriebstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kriebstein
Kriebstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kriebstein hervorgehoben
51.0513.019722222222272Koordinaten: 51° 3′ N, 13° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Höhe: 272 m ü. NHN
Fläche: 31,01 km²
Einwohner: 2231 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09648
Vorwahl: 034327
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 300
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
An der Zschopau 3
09648 Kriebstein
Webpräsenz: www.kriebstein.de
Bürgermeister: Christoph Merker (FWK)
Lage der Gemeinde Kriebstein im Landkreis Mittelsachsen
Altmittweida Augustusburg Bobritzsch-Hilbersdorf Leisnig Brand-Erbisdorf Burgstädt Claußnitz Döbeln Dorfchemnitz Eppendorf Erlau (Sachsen) Flöha Flöha Frankenberg/Sa. Oederan Frauenstein (Erzgebirge) Freiberg Geringswalde Großhartmannsdorf Großschirma Großweitzschen Hainichen Halsbrücke Hartha Hartmannsdorf (bei Chemnitz) Bobritzsch-Hilbersdorf Königsfeld (Sachsen) Königshain-Wiederau Kriebstein Leisnig Leubsdorf (Sachsen) Lichtenau (Sachsen) Lichtenberg/Erzgeb. Lunzenau Mittweida Mochau Mühlau (Sachsen) Mulda/Sa. Neuhausen/Erzgeb. Roßwein Niederwiesa Oberschöna Oederan Ostrau (Sachsen) Penig Rechenberg-Bienenmühle Reinsberg (Sachsen) Rochlitz Rossau (Sachsen) Roßwein Sayda Seelitz Striegistal Taura Waldheim Wechselburg Weißenborn/Erzgeb. Zettlitz Zschaitz-Ottewig SachsenKarte
Über dieses Bild

Kriebstein ist eine Gemeinde im Landkreis Mittelsachsen. Der Verwaltungssitz befindet sich im Ortsteil Kriebethal.

Geografie[Bearbeiten]

Kriebstein liegt etwa 20 Kilometer südwestlich von Döbeln und sechs Kilometer nordöstlich der Stadt Mittweida. Die Zschopau, ein Nebenfluss der Freiberger Mulde, fließt auf dem Weg von Mittweida nach Waldheim durch das enge und felsige Mittweidaer Zschopautal, in dem sich auch die Talsperre Kriebstein und die gleichnamige Burg befinden. Diese schroffe Felslandschaft ist Anziehungspunkt für viele Erholungssuchende und bildet damit den Keim für den sich langsam entwickelnden Tourismus in der Gemeinde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

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Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen

Der Gemeindename Kriebstein rührt aus der Landmarke „Kriebstein“ her, die der Burg Kriebstein zugeordnet ist. Einen Ortsteil mit diesen Namen gibt es nicht.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Erlau, die Stadt Mittweida, Rossau und Striegistal, die Stadt Roßwein und die Stadt Waldheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Grünlichtenberg und Höckendorf wurde Mitte des 12. Jahrhunderts von deutschen Siedlern gegründet. Die Orte der heutigen Gemeinde Kriebstein gehörten später zur Herrschaft Kriebstein bzw. zum Amt Rochlitz, nur ein Teil von Lichtenberg gehörte zum Amt Nossen.

In Höfchen wurde zu DDR-Zeiten von der SDAG Wismut das Pionier-Ferienlager "Ernst Thälmann" errichtet und betrieben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kriebstein wurde am 1. Januar 1994 durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Ehrenberg, Höfchen und Kriebethal gebildet. Erlebach wurde kurz darauf am 1. März 1994 eingemeindet. Am 1. Januar 1996 folgte Reichenbach. Grünlichtenberg ist seit dem 1. Januar 1999 ein Ortsteil der Gemeinde.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Ehrenberg[2] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Höfchen und Kriebethal zu Kriebstein
Erlebach[2] 1. März 1994
Grünlichtenberg[2] 1. Januar 1999
Höfchen[2] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Ehrenberg und Kriebethal zu Kriebstein
Höckendorf[2] 1. März 1994 Eingemeindung nach Grünlichtenberg
Kriebethal[2] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Ehrenberg und Höfchen zu Kriebstein
Kriebstein[3] vor 1875
um 1922
Eingemeindung nach Beerwalde,
Umgliederung nach Höfchen
Kriebstein, Gutsbezirk um 1922 Eingemeindung nach Höfchen
Moritzfeld[3] vor 1875 Eingemeindung nach Höfchen
Reichenbach[2] 1. Januar 1996

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1998 – 2.927
  • 1999 – 2.864
  • 2000 – 2.862
  • 2001 – 2.854
  • 2002 – 2.853
  • 2003 – 2.781
  • 2004 – 2.691
  • 2005 – 2.621
  • 2006 – 2.594
  • 2007 – 2.495
  • 2008 – 2.459
  • 2012 – 2.236
  • 2013 – 2.231
Datenquelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 59,1 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
44,3 %
51,1 %
4,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-15,9 %p
+14,9 %p
+1,1 %p

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 7 Sitze
  • FWK: 6 Sitze
  • SPD: 1 Sitz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burg Kriebstein

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die südlich verlaufende A 4 ist über den Anschluss Hainichen (ca. 8 km) und die nördlich verlaufende A 14 ist über den Anschluss Döbeln-Nord (ca. 13 km) zu erreichen.

Da sich die nächsten Bahnstrecken weit oberhalb des Talgrundes befanden, wurde Ende des 19. Jahrhunderts eine Schmalspurbahn im Zschopautal geplant, jedoch nie gebaut. Die Überlastung des Waldheimer Bahnhofs mit dem Güterverkehr der Papierfabriken (siehe auch Unternehmen) führte aber 1896 zur Eröffnung einer normalspurigen Stichbahn von Waldheim nach Kriebethal, auf der bis 1919 auch Ausflugsverkehr stattfand. 1998 wurde der Güterverkehr eingestellt, 2004 die Strecke auf Schmalspur umgebaut.

Kriebstein liegt im Gebiet des Verkehrsverbundes Mittelsachsen. Busverbindungen bestehen nach Waldheim, Mittweida und Hainichen, an Wochenenden auch nach Chemnitz.

Die Kriebsteiner Straße (Abschnitt der Straße K 8215 an der Burg Kriebstein) gilt mit einer ausgeschilderten Neigung von 25% als eine der steilsten in Deutschland.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

WEPA Papierfabrik in Kriebethal
  • WEPA Papierfabrik Sachsen GmbH (ehem. Kriepa Hygienepapier GmbH)
  • Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johann Gottfried Stecher (1718-1776), Bildhauer, geboren in Ehrenberg
  • Karl Mehnert (1811–1885), Rittergutsbesitzer und Politiker, MdL
  • Albert Niethammer (1833–1908), deutscher Papierfabrikant (Kübler & Niethammer) und nationalliberaler Politiker, MdR, MdL (Königreich Sachsen)
  • Konrad Niethammer (1863–1931), deutscher Papierfabrikant (Kübler & Niethammer) und Politiker (NLP, DVP)

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Kriebstein. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 25. Heft: Amtshauptmannschaft Döbeln. C. C. Meinhold, Dresden 1903, S. 87.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d e f g Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  3. a b Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kriebstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien