Krieg der Eispiraten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Krieg der Eispiraten
Originaltitel The Ice Pirates
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1984
Länge ca. 94 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Stewart Raffill
Drehbuch Stewart Raffill,
Stanford Sherman
Produktion John Foreman
Musik Bruce Broughton
Kamera Matthew F. Leonetti
Schnitt Tom Walls
Besetzung

Krieg der Eispiraten ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Filmkomödie aus dem Jahr 1984. Regie führte Stewart Raffill, der schon am Drehbuch zu Krull mitgeschrieben hatte.

Handlung[Bearbeiten]

„Nach den großen interplanetarischen Kriegen ist die Galaxis ausgetrocknet. Wasser ist zur einzigen Wertsache geworden. Böse Templer vom Planeten Mithra haben die Kontrolle über diesen lebensnotwendigen Grundstoff übernommen. Ihre Macht ist dadurch vollkommen. Nur ein paar Rebellen gelingt es zu überleben, indem sie wie Piraten Eis aus den Raumschiffen der Templer stehlen.“

Prolog aus dem Film

Auf einem dieser Raumschiffe entdeckt der Pirat Jason die schöne Prinzessin Karina, Tochter des Grafen von Argon. Der Überfall auf die begehrte Eisfracht misslingt, und Jason entführt auf dem Rückzug die Prinzessin. Verfolgt von den Templern fallen Jason und sein Piratenfreund Roscoe in Gefangenschaft. Hier erfahren sie von der Suche des Grafen von Argon nach der märchenhaften siebten Welt, einem Planeten voll Wasser. Der Fund dieser gewaltigen Wasserreserven würde die Macht der Templer gefährden.

Auf Mithra angekommen bewahrt Prinzessin Karina die Piraten vollkommen unerwartet vor der Fließband-Kastration. Als Eunuchen getarnt stellt Karina die beiden in ihren Sklavendienst und begibt sich mit ihnen auf die Reise zum Piratenmond Sagora. Sie sucht den Revoluter Lanky Nibs, der wissen soll, wo sich ihr Vater, der Graf von Argon, befindet. Doch Zorn, der untertänigste Diener der Templer, berichtet seiner Gnadenheit, dass alles bisher Geschehene genau nach Plan verläuft. Gegenseitig besiegeln sie sich diesmal kein weiteres Versagen.

Auf Sagora finden Karina und Jason den an Zeitschwund leidenden Lanky Nibs. Dieser berichtet von der wahrhaftigen Existenz der siebten Welt. Sterbend rät er den beiden, in das Tri-System zu fliegen. Doch der Flug wird zum Desaster – es kommt zum Ausbruch von „Weltraumherpes“.

Im Tri-System gelangt Karina an ein Hologramm ihres Vater und an den Kurs zur siebten Welt. Doch Zorn und die Templer haben die Verfolgung schon längst aufgenommen, und alle geraten in die Zeitraffung, die unvermeidlich auf dem Weg in das Zentrum der Galaxis eintritt. Glücklicherweise rettet der schon herangewachsene Sohn von Karina und Jason die Zeitreisenden vor dem Angriff der gleichfalls alternden Templer. Die Templer gehen durch eine Kursabweichung in der Zeit verloren – Karina und die Piraten erreichen die siebte Welt!

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der Film persifliert hauptsächlich Szenen aus Star Wars (Androide-Kampfroboter, Rittertum, Schwertgefechte) und Mad Max (martialische Kostüme, skurril umgebaute Fahrzeuge und Wüstenszenen).
  • Das Lasergerät, mit dem am Beginn der Zugang zum Templer-Raumschiff geschnitten wird, kommt in zahlreichen Serien der 1980er Jahre als Laserkanone vor z. B. in Knight Rider.
  • Der Herrscher des Tri-Systems besteht nur aus einem Kopf – in den Szenen kann man oft die schlechte Kameraeinstellung beobachten, man sieht immer wieder die Schultern des Schauspielers.
  • Man kann erkennen, wie das (die) „Weltraumherpes“ bei seiner Flucht von einem Faden gezogen wird.

Kritiken[Bearbeiten]

Ein interplanetarisches Spektakel nach den üblichen Science-fiction-Mustern mit einigen Härten und geschmacklosen Effekten.

Lexikon des internationalen Films

Weblinks[Bearbeiten]