Kriegsmaler

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Der Deutsche Ernst Vollbehr am Schwarzen Meer (1942)
Die sinkende HMS Hood, davor die HMS Prince of Wales. Gemälde des Deutschen Julius C. Schmitz-Westerholt (1941)
Deutscher Kriegsmaler in Frankreich vor einer K 12 (1941)
Václav Sochor: Die Batterie der Toten (HGM)
Rudolf Otto von Ottenfeld: Ein Ruhmesblatt der österreichischen Artillerie (HGM).

Kriegsmaler (teilweise auch Kriegsbildhauer) waren Künstler (Maler bzw. Bildhauer), die im offiziellen Auftrag an der Front den Krieg in Bildern und Zeichnungen festhalten. Die Aufgabe der Kriegsmaler war es, den Krieg zu verherrlichen, die Soldaten ideologisch zu motivieren und die Kampfmoral zu unterstützen.

Geschichte[Bearbeiten]

Kriegsmaler gab es in zahlreichen Ländern, beispielsweise beim österreichisch-ungarischen Heer, in Spanien, in Japan, in Russland, in Großbritannien und in Deutschland (Angehörige der deutschen Propaganda-Kompanien).

Ihre Gemälde und Zeichnungen wurden während des Ersten Weltkrieges auf sogenannten Kriegsausstellungen neben Beutewaffen, Uniformen und anderen Militaria gezeigt sowie in der Heimatpresse und in den Frontzeitungen veröffentlicht. Heute sind einige Werke britischer Kriegsmaler im Imperial War Museum in London zu sehen.

Die Kriegsmaler wurden bereits im Krimkrieg (1853-1856) durch Kriegsfotografen bzw. Kriegsberichterstatter ergänzt. In der k.u.k. Armee waren sie in der Kunstgruppe des k.u.k. Kriegspressequartiers mit einer stattlichen Mitgliedszahl von 346 Künstlern organisiert.[1]

Die zwischen 1914 und 1918 erschienene Zeitschrift Illustrierte Geschichte des Weltkrieges weist einen anfangs hohen, in den späteren Heften abnehmenden Anteil an Schwarzweißabbildungen von Kriegsgemälden auf. Band VIII zeigt auf Seite 17 ein Gefecht Indischer und englischer Lanzenreiter im türkischen Maschinengewehrflankenfeuer im Gaza-Gebiet, untertitelt mit den Worten: „Nach einer Originalzeichnung des bei der osmanischen Armee zugelassenen Kriegsmalers Fritz Grotemeyer“.

Die Ausstellung Deutsche Künstler und die SS (1944) hob unter den ausgestellten Malern einige explizit als „Kriegsmaler“ hervor.

Museale Rezeption[Bearbeiten]

Im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum befindet sich eine beachtenswerte Gemäldegalerie bedeutender Schlachten- und Kriegsmaler, in der sich der Krieg in der Kunst vom Ende des 16. Jahrhunderts bis in die Gegenwart widerspiegelt. Mehrere davon sind von beeindruckender, geradezu monumentaler Größe.[2]

Bekannte Kriegsmaler (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Massimo Libardi: Pittori al fronte nella grande guerra. Nicolodi, Rovereto 2004, ISBN 88-87667-07-1 (Katalog der gleichnamigen Ausstellung).
  • Wolfgang Schmidt: Maler an der Front. Die Kriegsmaler der Wehrmacht und deren Bilder von Kampf und Tod. In: Arbeitskreis Historische Bildforschung (Hrsg.): Der Krieg im Bild, Bilder vom Krieg. Lang, Frankfurt/M. 2003, ISBN 3-631-39479-9, S. 45-76.
  • Helmut Schneider: Kriegsmaler, Maler im Krieg. Stadtmuseum, München 1989, ISBN 3-922046-66-5 (Katalog der gleichnamigen Ausstellung).
  • Liselotte Popelka: Vom Hurra zum Leichenfeld. Gemälde aus der Kriegsbildersammlung 1914-1918. Heeresgeschichtliches Museum, Wien 1981.
  • Heeresgeschichtliches Museum (Militärwissenschaftliches Institut): „Fliegen 90/71“, Katalog zur Ausstellung, Band II: Fliegen im Ersten Weltkrieg, Gemälde und Zeichnungen. Wien 1971.
  • Heinrich Fuchs: Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts. Selbstverlag Dr. Heinrich Fuchs, Wien, 1972
  • Meisterwerke der Kriegsmalerei. Weber, Leipzig 1916.
  • Reichsführer SS / SS-Hauptamt Berlin-Grunewald, Douglasstrasse 7 -11 (Herausgeber), Deutsche Künstler und die SS. Ausstellung Salzburg Juli 1944 , F. Bruckmann KG / München 1944 link

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Österreichisches Staatsarchiv - Kriegsarchiv, Armeeoberkommando, Kriegspressequartier, Präsenzstand der Mitglieder des Kriegspressequartier, 1914/1918
  2. Manfried Rauchensteiner (Text), Manfred Litscher (Photos.): Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Verlag Styria, Graz 2000, ISBN 3-222-12834-0.
  3. Hans Wille, Adolf Erbslöh, 1881-1947, Mit einem Katalog der Gemälde, Kunst- und Museumsverein, Wuppertal 1967, o.S.

Weblinks[Bearbeiten]