Krimdeutsche

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Krimdeutsche ist die Bezeichnung für eine deutschsprachige Volksgruppe auf der Halbinsel Krim in der heutigen Ukraine.

Geschichte[Bearbeiten]

Ab 1783 erfolgte eine gezielte Ansiedlung von Russen, Ukrainern und Deutschen auf der Krim im ehemaligen Krim-Khanat, wo im Kolonisationsgebiet Neurussland ein Gouvernement Taurien eingerichtet wurde, um die Stellung der dort ansässigen Krimtataren zu schwächen.

1939, zwei Jahre vor der Deportation der Russlanddeutschen nach Mittelasien im August 1941, waren von damals 1,1 Millionen Einwohnern etwa 60.000 deutscher Herkunft, was fast 5,5 % der Gesamtbevölkerung entsprach. Erst im Rahmen der Perestroika konnten Krimdeutsche wieder auf die Krim zurückkehren.

Siedlungen[Bearbeiten]

Mutterkolonien[1][Bearbeiten]

Siedlungsgebiete der Krimdeutschen um 1890

Tochterkolonien[Bearbeiten]

Aktuelle Situation[Bearbeiten]

Von den etwa 2,5 Millionen Bewohnern der heute völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden, aber de facto seit 2014 unter russischer Kontrolle stehenden Krim sind etwa 3.000 deutscher Herkunft. 255 Personen sprechen Deutsch als Muttersprache laut den Angaben der Volkszählung von 2001.[2] Heute ist die Krim gerade für jüngere Deutschstämmige nur eine Durchgangsstation nach Deutschland. Die deutsche Vereinigung Wiedergeburt stellt seit 1994 einen Abgeordneten im Parlament der Krim.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://delku-krim.110mb.com/de/history.php
  2. http://database.ukrcensus.gov.ua/MULT/Dialog/varval.asp?ma=19A050501_02&ti=19A050501_02.%20Distribution%20of%20the%20population%20of%20Ukraine%60s%20regions%20by%20native%20language%20%280,1%29&path=../Database/Census/05/01/&lang=2&multilang=en