Kriminalitätsfurcht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kriminalitätsfurcht bezeichnet zum einen die Befürchtung von Personen, selbst Opfer einer Straftat zu werden (personale Kriminalitätsfurcht), zum anderen die Einschätzung, inwiefern Kriminalität ein gesellschaftliches Problem darstellt (soziale Kriminalitätsfurcht).

Die Kriminalitätsfurcht hat einen bedeutenden Einfluss auf die Kriminalpolitik. Durch die Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls (gleichfalls Dämpfung der Kriminalitätsfurcht) wird zugleich das Vertrauen in das Funktionieren der staatlichen Kontrolle bestärkt.

Politik und Medien tragen zu einem zumindest verzerrten Bild vom Ausmaß der Kriminalität in Deutschland bei. Auf die Furcht vor kriminellen Delikten wird verstärkt mit Kriminalprävention reagiert.[1] Im 2. Perodischen Sicherheitsbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2006 befasst sich ein ganzen Kapitel mit Kriminalitätsfurcht. Die Studie kommt zu dem Schluss: „Gefühlte“ Kriminalität, die maßgeblich auch durch die nicht immer sachgerechte Aufbereitung dieses Themas durch die in ihrer alltäglichen Bedeutung stetig wachsenden Massenmedien gespeist wird, kann auch kriminalpolitische Entscheidungen nachhaltig beeinflussen und deren Optionen begrenzen. Politik muss daher Kriminalitätsfurcht ernst nehmen, auch dann, wenn sie auf subjektiv übersteigerte Vorstellungen von der Größenordnung individueller Opferrisiken oder einer Fehleinschätzung der Kriminalitätsentwicklung beruht.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen: Individuelle und sozialräumliche Determinanten der Kriminalitätsfurcht. Sekundäranalyse der Allgemeinen Bürgerbefragungen der Polizei in Nordrhein-Westfalen. 2006. Download. (PDF; 1,2 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kriminalitätsprävention Bundeszentrale für politische Bildung, Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 46/2005)
  2. Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht 2006 Bundeskriminalamt, PDF, 12416 KB - eingesehen am 12. April 2012
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen wichtige Informationen.

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.