Kristelig Folkeparti

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Kristelig Folkeparti
Christliche Volkspartei
Logo der KrF
Parteivorsitzender Knut Arild Hareide
Partei­vorsitzender Knut Arild Hareide
General­sekretär Knut H. Jahr
Stell­vertretende Vorsitzende 1. Dagrun Eriksen
2. Bjørg Tysdal Moe
Gründung 1933
Haupt­sitz Oslo
Jugend­organisation Kristelig Folkepartis Ungdom (KrFU)
Aus­richtung Christdemokratie, Europaskepsis
Farbe(n) Rot, Orange
Parlamentsmandate 10 von 169 (Storting, 2013)
Mitglieder­zahl 33.800 (2011)[1]
Internationale Verbindungen Christlich Demokratische Internationale
Europapartei Europäische Volkspartei (EVP)
Website www.krf.no
Stimmenanteile der KrF nach Provinzen (Stortingswahl 2009). Die Hochburgen liegen in den südwestlichen Provinzen Aust-Agder, Vest-Agder und Rogaland.

Kristelig Folkeparti (KrF) (dt. Christliche Volkspartei) ist eine christdemokratische politische Partei in Norwegen.

Die Partei entstand in Reaktion auf die zunehmenden Säkularisierungstendenzen der 1920er und 30er Jahre. Den Anlass für die Parteigründung bildete der gescheiterte Versuch, Nils Lavik als Kandidaten der liberalen Venstre-Partei im Wahlkreis Hordaland aufzustellen. Ingebrigt Bjørø rief daraufhin in Bergen für den 4. September 1933 zur Gründung der KrF auf. Bei der Parlamentswahl am 16. Oktober 1933 erhielt Nils Lavik über 10.000 Wählerstimmen und wurde erster Stortingsabgeordneter seiner Partei.[2]

Von 2001 bis 2005 bildete sie mit Konservativen (Høyre) und Liberalen die norwegische Regierung und stellte mit Kjell Magne Bondevik den Ministerpräsidenten.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Stortingswahl Prozent[3] Sitze[4]
1933 0,8 1
1936 1,4 2
1945 7,9 8
1949 8,5 9
1953 10,5 14
1957 10,2 12
1961 9,6 15
1965 8,1 13
1969 9,4 14
1973 12,3 20
1977 12,4 22
1981 9,4 15
1985 8,3 16
1989 8,5 14
1993 7,9 13
1997 13,7 25
2001 12,4 22
2005 6,8 11
2009 5,5 10
2013 5,6 10

Die KrF erzielt ihre besten Ergebnisse in Rogaland und auf dem Sørlandet, in küstennahen Orten mit stark religiös geprägten Gemeinschaften. Bei der Stortingswahl 2009 erhielt die KrF in den Kommunen Hægebostad und Audnedal (Provinz Vest-Agder) 30,5 bzw. 31,7 Prozent.[5] In diesen Ortschaften leben viele aktive Christen, sowohl Mitglieder der lutherischen Landeskirche als auch Anhänger unabhängiger Gemeinden, etwa der Pfingstbewegung. Vest-Agder wird auch die «Schnalle am norwegischen Bibelgürtel» genannt. Der Anteil von Kirchgängern, die öfter als sechs Mal im Jahr den Gottesdienst besuchen, liegt hier bei 33 Prozent und damit doppelt so hoch wie im landesweiten Durchschnitt.[6][7][8]

Parteivorsitzende[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. VG Nyheter 2. Januar 2012
  2. Geschichte der KrF Website der Partei, abgerufen am 29. Januar 2012
  3. Historische Übersicht, Prozent Statistics Norway
  4. Historische Übersicht, Sitze Statistics Norway
  5. Wahlergebnis 2009 nach Kommunen Norway Statistics
  6. Forestillingen om bibelbeltet på Sørlandet blir bekreftet Fædrelandsvennen, 9. März 2005, abgerufen am 6. Februar 2012
  7. Björn Grimen: Bibelbeltet styrer fortsatt velgere NRK Nyheter, 15. Oktober 2009, abgerufen am 6. Februar 2012
  8. Liv Ekeberg: En av tre tror ikke på Gud Agderposten, 29. Dezember 2010, abgerufen am 6. Februar 2012

Weblinks[Bearbeiten]