Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

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Das Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG) ist eines der bedeutendsten Literaturlexika in deutscher Sprache. Es handelt sich um ein als Loseblattsammlung angelegtes Nachschlagewerk, das Informationen zu Schriftstellerinnen und Schriftstellern der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur bietet.

Herausgeber[Bearbeiten]

Heinz Ludwig Arnold begründete das Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG) 1978 und gab es bis zu seinem Tod im November 2011 heraus. 2012 hat Hermann Korte die Herausgeberschaft übernommen. Das Loseblattwerk erscheint im Verlag edition text + kritik, umfasst inzwischen etwa 15.000 Seiten in 13 Ordnern und wird kontinuierlich aktualisiert und ergänzt. Das KLG ist online kostenpflichtig verfügbar.

Aufbau und Schwerpunkt[Bearbeiten]

Die Sortierung erfolgt nach der alphabetischen Reihenfolge der Autoren. Die Artikel gliedern sich in Biogramm, Essay und Bibliografie. Die Biogramme geben einen Überblick über Leben und literarische Auszeichnungen der Autoren. In ausführlichen Essays werden die einzelnen Werke der jeweiligen Schriftsteller auf ihre Werkzusammenhänge und poetologischen Grundlagen hin eingehend analysiert und bewertet. Die umfangreichen bibliografischen Angaben verzeichnen vor allem aktuelle Primär- und Sekundärliteratur. Die Auswahl der derzeit etwa 750 Autoren berücksichtigt insbesondere herausragende zeitgenössische Schriftsteller und geht deren literarischen Entwicklungen nach.

Kritik[Bearbeiten]

»Es muss kaum mehr betont werden, dass die Loseblattsammlung des Kritischen Lexikons der Gegenwartsliteratur zu Recht zu den ›kanonischen‹ Nachschlagewerken der Zunft gehört.« Zeitschrift für Germanistik

»Arnolds KLG ist weltweit einzigartig. Keine Literatur eines Sprachraums, deren jüngste Vertreter mit Kurzbiografie, Essay und Bibliografie sowohl der Erstdrucke als auch der Sekundärliteratur nicht ausführlich dokumentiert wäre.« Süddeutsche Zeitung

Ausgabe und Rezension[Bearbeiten]

  • Hermann Korte (Hrsg.): Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG). Begründet von Heinz Ludwig Arnold. edition text + kritik, München 2012, ISBN 978-3-86916-219-5. (Grundwerk einschließlich der 102. Nachlieferung).
  • Maria Ebert: Nie zuvor gab es mehr Lexika zur Literatur. In: buchreport.magazin. Januar 2009, S. 54–57.

Weblinks[Bearbeiten]