Kroatienkrieg

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Kroatienkrieg
Teil von: Jugoslawienkriege
Museum des Kroatischen Unabhängigkeitskrieges Turanj nahe Karlovac
Museum des Kroatischen Unabhängigkeitskrieges Turanj nahe Karlovac
Datum März 1991–7. August 1995
Ort Kroatien
Ausgang Wiedereingliederung der so genannten Republik Serbische Krajina in kroatisches Staatsgebiet
Friedensschluss Dayton-Vertrag (14. Dezember 1995)
Konfliktparteien
Flagge Kroatiens
Rsk3.PNG

Verluste
Kroatische Quellen:
  • unbekannte Anzahl Toter
  • 37.180 Verwundete[1]
  • 2.915 Vermisste[2][3]

Internationale Quellen:

  • 196.000 Vertriebene[4]
Serbische Quellen:

Kroatische Quellen:

Amnesty:

  • 300.000 Vertriebene [5]

Im Kroatienkrieg kämpfte die kroatische Armee gegen die Armee der Republik Serbische Krajina (RSK). Die RSK wurde militärisch von der Jugoslawischen Volksarmee (JNA), serbischen paramilitärischen Einheiten, sowie durch die Serbische Freiwilligengarde unterstützt. In den Anfangstagen des Krieges wirkten in Kroatien auch die Hrvatske obrambene snage (HOS) (Kroatische Verteidigungskräfte), diese wurden ab dem 23. November 1991 schrittweise in die reguläre kroatische Armee integriert. Einige Mitglieder der HOS schlossen sich nicht der kroatischen Armee an, sondern beteiligten sich an den dann aufkommenden Gefechten in Bosnien und Herzegowina.

Bei einem Referendum im Mai 1991 sprachen sich 94,7 Prozent der Abstimmenden für eine Loslösung der Sozialistischen Republik Kroatien von der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ) aus. Dieses Referendum wurde vor allem von den Serben boykottiert, die in der neuen Verfassung Kroatiens nicht mehr explizit erwähnt wurden und sich zu einer nationalen Minderheit degradiert fühlten. Sie strebten danach eine Loslösung von Kroatien und den Verbleib in der SFRJ oder einem Großserbien an.

Nach sich häufenden gewalttätigen Zusammenstößen versuchte die JNA zunächst, das gesamte kroatische Gebiet unter ihre Kontrolle zu bekommen, scheiterte jedoch an der kroatischen Gegenwehr. Daraufhin beschränkten sich die Kampfhandlungen auf das Gebiet der später gebildeten RSK.

Letztendlich konnte die kroatische Armee durch ihren militärischen Sieg die territoriale Integrität Kroatiens innerhalb der international anerkannten Staatsgrenze durchsetzen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorgeschichte

Informationstafel für Touristen in Dubrovnik (Kroatien): Plan der Altstadt mit Beschädigungen, die 1991 und 1992 durch die Angriffe der jugoslawischen Armee bzw. serbischmontenegrinischen Truppen auf die Altstadt von Dubrovnik entstanden sind

[Bearbeiten] Kroatien 1990: Wahl und die Folgen

Nach dem Sturz der realsozialistischen Regierungen in Osteuropa nahm auch in Jugoslawien der Druck zu, freie Wahlen abzuhalten. Als Folge davon fanden in der Teilrepublik Kroatien am 22./23. April und 6./7.Mai 1990 zwei Mehrparteienwahlen statt, bei der die Kroatische Demokratische Union (HDZ), mit Franjo Tuđman an der Spitze, über 40 % der Stimmen und auf Grund des Mehrheitswahlrechts 67,5 % der Sitze in den drei gewählten Kammern erhielt. Tuđmans Absichten waren im Vorfeld der Wahlen noch nicht auf einen unabhängigen Staat Kroatien ausgerichtet, sondern auf höhere Selbstbestimmung und Souveränität innerhalb eines reformierten Jugoslawiens.[1] Tuđman begann nach dem Wahlsieg mit der serbischen Minderheit, in diesem Fall vertreten durch den moderaten Führer der Serbischen Demokratischen Partei (SDS), Jovan Rašković, zu verhandeln. Man verständigte sich auf „Kulturelle Autonomie“ der serbischen Minderheit. Diese Verhandlungsbasis wurde bereits kurze Zeit später obsolet. Die überproportionale Anzahl (gemessen am Bevölkerungsanteil) der Serben in offiziellen Führungspersonen wurde nach dem Wahlsieg der HDZ deutlich reduziert. Ein weiterer, entscheidender Punkt war die Verfassungsreform, die am 25. Juli 1990 übernommen wurde und wonach die serbische Minderheit in Kroatien den Status als konstituierendes Volk verlor.

Kroatien wurde nicht mehr, wie in der jugoslawischen Verfassung von 1974, als Nationalstaat des kroatischen Volkes, Staat des serbischen Volkes in Kroatien und anderer Völker, die in ihm leben definiert sondern als Nationalstaat des kroatischen Volkes und Staat aller anderen Völker, die in ihm leben. Die explizite Erwähnung des serbischen Volkes in der alten Verfassung wurde und wird von serbischer Seite häufig als eine Art Vetorecht der Serben gegen sämtliche Beschlüsse des gemeinsamen Parlaments, der Regierung und gegen sämtliche gemeinsame Volksbefragungen angesehen. Die Entfernung dieser expliziten Erwähnung und des daraus interpretierten Vetorechts wird von serbischer Seite häufig auch als eine der Hauptursachen der gewaltsamen Rebellion eines Teils der Serben gegen den neu entstandenen kroatischen Staat angeführt. Die Tatsache, dass Tuđman zur Beschwichtigung der Serben einen serbischen Vizepräsidenten ernannte, änderte nichts an der zunehmenden Ausgrenzung der Serben in deren Augen.

Die serbische Bevölkerung hingegen wollte die „Degradierung“ vom konstituierenden Volk zur Minderheit nicht akzeptieren. Genährt durch Propaganda aus Belgrad, verloren die moderaten Stimmen unter den Serben zunehmend an Gewicht und Rašković bekam innerhalb seiner eigenen Partei zunehmend Druck vom radikalen Milan Babić, der nicht nur kulturelle, sondern auch territoriale Autonomie beanspruchte. Bei einem Referendum zu diesem Punkt wurde Babićs Vorschlag entsprochen und im September 1990 erklärten die Serben ihre Autonomie für den Fall kroatischer Unabhängigkeit.

Im Dezember 1990 wurde ein Verfassungsnachtrag in Kroatien erlassen, der allen Minderheiten in Kroatien die Freiheit zur nationalen Identität, Sprache und Schrift zugestand und damit die kulturelle Autonomie der serbischen Minderheit garantierte. Zu diesem Zeitpunkt war die serbische Position jedoch bereits auf eine Loslösung von Kroatien ausgerichtet. Moderate Stimmen unter den serbischen Politikern standen in der Folge unter zunehmendem Druck auch aus Belgrad. Rašković wurde nach seinen kritischen Aussagen gegen Milošević von den Medien aus Belgrad attackiert, ebenso wie serbische Politiker der SDS, die eine Rückkehr ins kroatische Parlament anstrebten, um bilaterale Verhandlungen fortzusetzen.

[Bearbeiten] Bedeutung der Propaganda

Bereits im Vorfeld der gewaltsamen Auseinandersetzungen wurden durch die Propaganda serbischer Nationalisten Ängste unter den in Kroatien lebenden Serben geschürt. Belgrader Medien beschuldigten die stärkste kroatische Partei HDZ der Planung von Massakern an der serbischen Bevölkerung u.a. begründet durch die steigende Ausgrenzung Teile der serbischen Bevölkerung. So wurden immer mehr serbische Mitglieder der kroatischen Regierung ausgeschlossen[2]. In den serbischen Medien wurde zeitgleich ausführlich über die Verbrechen des Ustascha-Regimes an den Serben im Zweiten Weltkrieg berichtet und stellten eine Verbindung zu den führenden kroatischen Politikern her. In Folge dieser aufgeheizten Situation entwickelte sich auch ein Konflikt in der kroatischen Polizei. Serbischstämmige Polizisten, die etwa 50 Prozent der Polizisten Kroatiens stellten, weigerten sich, Uniformen mit dem kroatischen Hoheitsabzeichen als Dienstbekleidung zu tragen.[3] Indes ersetzte die Belgrader Führung moderate Kräfte der Serbischen Demokratischen Partei SDS in Kroatien durch Personen, die alle Kompromisse mit Zagreb verweigerten. In der Folge wurden in der „Krajina“ Barrikaden errichtet, bewaffnete Zwischenfälle mit der kroatischen Polizei provoziert und Dörfer gestürmt. [4]

[Bearbeiten] Ausschreitungen im Maksimir-Stadion

Beim Spiel zwischen dem kroatischen Verein Dinamo Zagreb und dem serbischen Verein Crvena Zvezda kam es am 13. Mai 1990 zu heftigen Ausschreitungen.[5] Die Fans beider Lager lieferten sich eine wilde Prügelei, nachdem sie die Absperrungen zum Stadioninneren durchbrochen hatten. Oft wird daher auch dieses Datum als Beginn der Unruhen in Jugoslawien genannt.

[Bearbeiten] Baumstammrevolution

Ab August 1990 blockierte die serbische Minderheit in Kroatien die Verbindungsstraßen zwischen der Küste und dem Landesinneren.[6] Unter anderem wurde dadurch der Tourismusverkehr behindert, der den Hauptbestandteil der kroatischen Wirtschaft darstellt. Diese „Baumstammrevolution“ genannten Aktionen waren der erste Schritt der Sezessionsbestrebungen der Serben in Kroatien. Die Hauptstadt dieser Bestrebungen stellte Knin dar, wo mit rund 79 % mehrheitlich Serben lebten.

[Bearbeiten] Die Jugoslawische Armee (JNA) und die Kriegsvorbereitungen

Erste Vorbereitungen auf für eine bewaffnete Auseinandersetzung wurden bereits im Jahr 1990 durch die politische und militärische Führung der SFRJ getroffen:

Die Waffen der kroatischen Territorialverteidigung wurden bereits im Mai 1990 von der JNA auf eigenmächtigen Befehl von General Veljko Kadijević beschlagnahmt. Lediglich die kroatische Polizei behielt ihre leichte Bewaffnung. Zudem erhöhte die JNA ihre Truppenstärke in Kroatien bereits in diesem Jahr. Im weiteren Verlauf wurden lokale serbische Einheiten, insbesondere in der Region um Knin mit Waffen und pensionierten Offizieren der JNA ausgestattet und Pläne für psychologische Kriegführung, Provokationen und ethnische Säuberungen vorbereitet.[7]

Zwischen August 1990 und April 1991 haben laut Bericht des UN-Sicherheitsrates „Vorkommnisse mit Bomben und Minen, sowie Angriffe auf kroatische Polizeikräfte“ zu regelmäßigen Zusammenstößen zwischen kroatischen Einheiten und serbischen paramilitärischen Kräften geführt. [7]

Im März 1991 befahl Borisav Jović, gleichzeitig Vertrauter von Slobodan Milosević, eine Intervention der JNA ohne die notwendige Ermächtigung des Präsidentschaftsrats der SFRJ, nachdem es zu Zusammenstößen der Einheiten des kroatischen Innenministeriums mit den serbischen Rebellen kam. Der Antrag zur Ausrufung des Kriegsrechts in Kroatien durch die JNA wurde vom Präsidentschaftsrat der SFRJ ohne Mehrheit abgelehnt. [8]

In der Folge unterstützte die JNA offen die serbischen Rebellen, auch mit schweren Waffen. Sie richtete "Pufferzonen" ein, die sich sowohl auf Regionen erstreckten die mehrheitlich von Serben bewohnt (Region um Knin) wurden als auch auf Regionen mit gemischter Bevölkerung (Ostslawonien). In diesen Regionen hatten die Einheiten des kroatischen Innenministeriums keine Kontrolle mehr und wurden auch am Zugang gehindert. Darauf folgte in diesen Zonen eine Mobilisierung serbischer Paramilitärs, als auch schwerer Waffen wie Panzer und Artillerie der JNA. Als Grund für die Mobilisierung der Truppe der JNA wurde die Verhinderung eines ethnischen Konflikts genannt, was angesichts der schlechten Ausrüstung der kroatischen Truppen und der offenen Kooperation mit den serbischen Paramilitärs als Vorwand gesehen wird.

Anweisungen des Präsidenten der SFRJ, Stjepan Mesić, zum Rückzug der Truppen der JNA im September 1991 wurden von der militärischen Führung der JNA als illegal abgewiesen.

[Bearbeiten] Unabhängigkeit Kroatiens

Kroatische Flagge seit der Unabhängigkeit 1991

Am 19. Mai 1991 fand in Kroatien ein Referendum über die Unabhängigkeit von der SFRJ statt. Lokale Serbenführer wie beispielsweise Jovan Rašković, Milan Babić und Milan Martić von der Serbischen Demokratischen Partei und der Serbischen Radikalen Partei riefen jedoch in einigen Teilen Kroatiens zum Boykott des Referendums auf. Die serbische Bevölkerung stellte 1990 11,9 %[9] der Gesamtbevölkerung Kroatiens dar.

Ein Ergebnis von über 55 Prozent der Stimmen hätte zu einem erfolgreichen Referendum gereicht. Als Ergebnis des Referendums sprachen sich 94,7 Prozent der Wähler für die staatliche Unabhängigkeit Kroatiens aus. Infolgedessen erklärte die kroatische Regierung am 25. Juni 1991 ihre Unabhängigkeit von der SFRJ. Die Europäische Kommission bat jedoch die kroatische Regierung die Unabhängigkeitserklärung für drei Monate auszusetzen.

Belgrad, das im Wesentlichen durch die JNA direkt in den Konflikt eingebunden war, sah in den kroatischen und slowenischen Territorialstreitkräften nicht legitimierte, paramilitärische Kräfte auf jugoslawischem Territorium. Sowohl die Territorialkräfte Sloweniens als auch Kroatiens mussten, nach eigenen Angaben zum wesentlichen Teil, im Sommer 1991 ihre meist leichten Waffen an die jugoslawische Volksarmee abgeben. Vor allem für Kroatien sollte sich dies in den nächsten Monaten als entscheidender Nachteil erweisen. Major Veljko Kadijević, maßgeblicher Belgrader Oberst der JNA und Verteidigungsminister der SFRJ, sprach Jahre später in der BBC-Dokumentation The Death of Yugoslavia (deutsch Bruderkrieg – Kampf um Titos Erbe) offen darüber, dass das eigentliche Hauptaugenmerk Belgrads damals bereits auf Kroatien lag. Die Serben hätten schlicht keine nationalen Interessen in Slowenien gehabt bzw. ein offener Krieg gegen ein nach Unabhängigkeit strebendes Slowenien sei auf Dauer vor der internationalen Staatengemeinschaft schwer zu rechtfertigen gewesen, ganz im Gegensatz zu Kroatien, wo etwa 250.000 Serben lebten. Aus heutiger Sicht scheint erwiesen, dass der rasche Rückzug der JNA aus Slowenien, und damit die faktische Aufgabe der Integrität der jugoslawischen Föderation durch Belgrad, vor allem dem Zweck diente, die Kräfte in einem bereits geplanten Krieg gegen ein nach Unabhängigkeit strebendes Kroatien zu konzentrieren.

[Bearbeiten] Kriegsverlauf

[Bearbeiten] Kriegsausbruch 1991

Als echter Kriegsausbruch wird der März 1991 betrachtet. Der bewaffnete Zwischenfall bei den Plitvicer Seen war die erste Konfrontation zwischen serbischen und kroatischen Polizisten bzw. paramilitärischen Kräften. Die Kämpfe breiteten sich in den folgenden Monaten über das gesamte Staatsgebiet aus.

Am 9. April 1991 verfügte der kroatische Präsident Franjo Tuđman, die Sonderpolizeieinheiten zukünftig als Zbor Narodne Garde („Volksgarde“) zu bezeichnen. Dies war faktisch der erste Schritt zur Schaffung der kroatischen Armee.[7]

Der jugoslawische Staatspräsident Borisav Jović ermächtigte am 5. Mai 1991 die JNA, welche sich noch als neutral definierte und den jugoslawischen Staatenverbund verteidigte, in Kroatien zu intervenieren. Für diesen Befehl lag allerdings kein Beschluss durch das Präsidium der Republik Jugoslawiens vor.

Spuren des Artillebeschusses in Osijek durch die Jugoslawische Volksarmee

[Bearbeiten] Ethnische Verteilung vor Ausbruch des Krieges (heutiges Kroatien)

Volkszählung (Frühjahr 1991)[9] Serben Kroaten andere gesamt
spätere RSK gesamt 245.800 (52,3 %) 168.000 (35,8 %) 55.900 (11,9 %) 469.700
UNPA Sektor Nord und Süd 170.100 (67 %) 70.700 (28 %) 13.100 (5 %) 253.900
Teile Westslawoniens 14.200 (60 %) 6.900 (29 %) 2.600 (11 %) 23.700
Teile Ostslawoniens 61.500 (32 %) 90.500 (47 %) 40.200 (21 %) 192.200

[Bearbeiten] Erste massive Kampfhandlungen 1991

Gebiet der sogenannten „Republik Serbische Krajina“ von 1991–1995

Im August 1991 kontrollierten serbische Freischärler vor allem aufgrund der waffentechnischen Überlegenheit etwa ein Drittel des kroatischen Staatsgebietes. Sie proklamierten am 19. Dezember 1991 die unabhängige Republik Serbische Krajina. Diese wurde international nie anerkannt. Da das Gebiet der RSK etwa in der Mitte Kroatiens liegt, wurde durch die Aufständischen Kroatien in zwei Teile geteilt und alle Verbindungsstraßen wurden durch die Freischärler blockiert.

Die militärische Strategie der JNA beinhaltete größtenteils einen intensiven Artillerie- und Mörserbeschuss. Die Städte Dubrovnik, Šibenik, Zadar, Karlovac, Sisak, Slavonski Brod, Osijek, Vinkovci und Vukovar wurden von serbischen Streitkräften und Paramilitärs angegriffen.[10]

Am 7. Oktober 1991 feuerte ein Kampfflugzeug der JNA eine Luft-Boden-Rakete in das Zagreber Regierungsgebäude, in dem sich Präsident Tuđman und weitere Regierungsmitglieder befanden. Bei diesem Anschlag wurde niemand ernsthaft verletzt. Am folgenden Tag brach das kroatische Parlament (Sabor) sämtliche staatsrechtlichen Verbindungen mit der SFRJ ab. Daher wird seitdem am 8. Oktober in Kroatien der Unabhängigkeitstag gefeiert.

Bei der Schlacht um Vukovar im Herbst 1991 wurde der größte Teil der Grenzstadt Vukovar verwüstet und der Großteil der Zivilbevölkerung vertrieben. Die Stadt wurde im November 1991 von serbischen Truppen erobert. Gleichzeitig begann die Schlacht um Dubrovnik, die neun Monate später durch eine erfolgreiche Offensive der kroatischen Armee beendet wurde. In deren Verlauf wurde das Umland zwischen der montenegrinischen Grenze im Süden und Ston im Norden von den Truppen der JNA besetzt und die Zivilbevölkerung vertrieben.

[Bearbeiten] Kriegstaktik der Jugoslawischen Volksarmee

Plan der JNA über das Vorgehen. Aufgrund des starken kroatischen Widerstandes nie in vollem Umfang umgesetzt.

Die Einsätze der Jugoslawischen Volksarmee (JNA) in Kroatien sollten in drei Phasen verlaufen:

  • Brücken über größere Flüsse wurden eingenommen und kroatische Polizeieinheiten „neutralisiert“.[7]
  • Die JNA versuchte die Verkehrsverbindungen zwischen der Hauptstadt Zagreb und den Kriegsgebieten zu unterbrechen.[7]
  • In den Gebieten, die unter serbischer Kontrolle standen, wurden ethnische Säuberungen an Kroaten und anderen Nicht-Serben durchgeführt.[7]
  • (Paramilitärische Einheiten sollen als Unterstützung dazu verwendet worden sein, die unterschiedlichen serbischen Siedlungsgebiete in Kroatien miteinander zu verbinden mit dem Mittel Kroaten durch Terror und Einschüchterung zu vertreiben.)[11]

[Bearbeiten] Größenordnung der Auseinandersetzung 1991

Wasserturm von Vukovar, Symbol der Schlacht um Vukovar

Während des Krieges in Kroatien kämpften bis zu 12.000 serbische Freischärler in Kroatien [9]. Im Oktober 1991 sollen annähernd 200.000 Gebäude, 50 Brücken, 100 Flussboote, tausende Privat-Pkws, über 200 katholische Kirchen, 500 Kulturdenkmäler, 20 Schulen und 250 Postämter zerstört worden sein.

Nahezu 30 Prozent Kroatiens geriet unter die Kontrolle serbischer Aufständischer. Im Jahr 1991 wurden 170.000 Kroaten aus diesen Gebieten vertrieben. Aufgrund der für die JNA unerwartet heftigen Gegenwehr der Kroaten verlor die JNA bis Oktober 1991 über 600 Panzer, 395 andere Militärfahrzeuge und 100 Kampfflugzeuge an die neu gegründete Kroatische Armee. Nach dem Waffenstillstand im November 1991 zog die JNA mit einem Teil ihrer Waffen aus Kroatien ab und verlegte den Großteil ihrer Einheiten nach Bosnien-Herzegowina.

[Bearbeiten] Internationales Eingreifen und Stagnation zwischen 1991 und 1993

Zwischen 1991 und 1993 wurden mehrere kroatische Militäroperationen durchgeführt um zum einen kriegstaktisch wichtige Positionen zu erobern und zum anderen das Umland der kroatischen Städte unter Kontrolle zu bringen.

Serbischer Kriegsplan von Ostslawonien

Vor allem die umstrittene Militäroperation Medak im Jahr 1993 schadete dem Ruf Kroatiens. Im folgenden Jahr unternahm die kroatische Armee keine weiteren Operationen. Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien ICTY erhob wegen Kriegsverbrechen während dieser Militäroperation Anklage gegen die kroatischen Generäle Janko Bobetko, Rahim Ademi und Mirko Norac.

Datum Militäroperation
31. Oktober – 4. November 1991 Militäroperation Otkos 10 300 km² in Region Bilogora (westlich der Region Slawonien und nördlich der Region Moslavina)
1. – 13. Juli 1992 Militäroperation Tigar (Hinterland von Dubrovnik)
21. – 22. Juni 1992 Schlacht um Miljevci (zwischen Krka und Drniš)
22. Januar – 10. Februar 1993 Militäroperation Maslenica (Gebiet Maslenica in der Nähe von Zadar)
9. – 17. September 1993 Militäroperation Medak (ein Gebiet nahe der Stadt Gospić)

[Bearbeiten] Internationale Anerkennung Kroatiens 1991-92

Ereignisse, Schlachten und Militärstützpunkte 1991–1992

Kroatien und Slowenien wurden durch die EG (auf Insistieren Deutschlands) Mitte Dezember 1991 anerkannt, was am 15. Januar 1992 in Kraft trat. Wenige Wochen später kam es zu einem Waffenstillstandsabkommen, welches vom UNO-Vermittler Cyrus Vance zustande gebracht wurde. Das Waffenstillstandsabkommen platzierte die irregulären serbischen Truppen in „von der UNO geschützte Zonen“. Peter Carington, 6. Baron Carrington, kritisierte die Anerkennung von Seiten der EG, da dies seinen Plan für eine ganzheitliche Lösung der Jugoslawienkrise und aller sechs Republiken vereitelte.[12]

Die im Januar 1992 vermittelten Waffenstillstandsabkommen wurden jedoch in der Praxis häufig gebrochen. Am 21. Februar 1992 stationierte die UN gemäß Resolution 743 des UN-Sicherheitsrates 16.000 Soldaten zur Erhaltung des Friedens in Kroatien und Bosnien und Herzegowina (UNPROFOR). Die Soldaten sollten sich jedoch neutral verhalten und vor allem die Versorgung der Zivilbevölkerung beobachten und unterstützen. Praktisch führte die internationale Anerkennung in Zusammenhang mit der Stationierung von UN-Truppen zu einem vorläufigen Ende der Kriegshandlungen in Kroatien.

Um nicht in einem serbisch-kontrollierten Staat zu bleiben, erklärte nun Bosnien im Gegenzug seine Unabhängigkeit, weshalb sich die Kriegshandlungen in der Folge auf diese Republik verlagerten. Nach einem Waffenstillstandsabkommen im Mai 1992 verlegte die JNA einen Großteil ihrer Truppen und Kriegsgeräte nach Bosnien und Herzegowina, wo der Bosnienkrieg zu jener Zeit begann.

Am 22. Mai 1992 wurde Kroatien Mitglied der Vereinten Nationen. Der bewaffnete Konflikt in Kroatien wurde in den folgenden zwei Jahren nur noch mit geringerer Intensität fortgeführt.

[Bearbeiten] Das UN-Beobachtungsmandat

Schwer gepanzerte UNPROFOR Truppentransporter

Die 16.000 Soldaten zur Erhaltung des Friedens in Kroatien und Bosnien und Herzegowina (Resolution 743) veränderte nur wenig an der Kriegssituation. Das Mandat der UNPROFOR verpflichtete die Truppen zur Neutralität und erlaubte nur die Beobachtung der Einhaltung von Waffenstillständen, sowie in begrenztem Umfang den Schutz und die Versorgung der Zivilbevölkerung, besonders in den 1993 eingerichteten UN-Schutzzonen. Ein militärisches Eingreifen der Truppen wurde jedoch nicht gestattet.

Die jugoslawische Armee übergab bei ihrem Abzug ihre Waffen an die örtlichen serbischen Milizen. Die Republik Serbische Krajina (RSK) betrachtete die Waffenstillstandslinie als ihre Staatsgrenze und bildete aus den örtlichen Milizen eine eigenen Armee.

Die Führung der RSK sah in der Kontrolle der wichtigsten Verkehrsverbindungen vom nördlichen Kroatien nach Dalmatien durch die von ihr kontrollierten Gebiete in der Lika und Norddalmatien und nach Slawonien durch das von ihr kontrollierte Gebiet in Westslawonien ihr Hauptdruckmittel gegenüber der kroatischen Regierung. Die Verhandlungen über die Öffnung der Verkehrswege und eine Rückkehr von Flüchtlingen und Vertriebenen kamen nicht voran, da die serbische Seite als Vorbedingung die Anerkennung der Unabhängigkeit der RSK durch Kroatien verlangte, wozu dieses niemals bereit gewesen wäre. Die von internationalen Vermittlern vorgelegten Friedenspläne, die eine weitgehende Autonomie der Serben innerhalb Kroatiens vorsahen, hatten unter diesen Umständen keinen Erfolg.

Der Waffenstillstand wurde von beiden Seiten immer wieder gebrochen. Der Konflikt weitete sich 1993 auf Bosnien und Herzegowina aus und verschärfte sich zunehmend.

Im Oktober 1993 erkannte der UNO-Sicherheitsrat die unter UNO-Aufsicht befindlichen serbisch besetzten Gebiete als „Bestandteile Kroatiens“ an. Dennoch konnten im Zeitraum 1992–1995 die vertriebenen Kroaten nicht in ihre Heimatorte zurückkehren.

[Bearbeiten] Kriegsausbruch in Bosnien und Herzegowina 1992

Hauptartikel: Bosnienkrieg

Kroatische und bosniakische Freiwillige aus Bosnien und Herzegowina schlossen sich der kroatischen Armee an. Gleichzeitig kämpften zahlreiche Freiwillige aus Kroatien auf der kroatischen und bosniakischen Seite in Bosnien und Herzegowina.

Einige der engsten Regierungsmitglieder in der Regierung von Präsident Tuđman, wie z.B. Gojko Šušak und Ivić Pašalić stammen aus der Herzegowina und unterstützten die Kroaten in Bosnien und Herzegowina finanziell und materiell.

Am 3. März 1992 brach der Krieg zwischen bosnischen Serben auf der einen und bosnischen Kroaten und Bosniaken auf der anderen Seite aus, nachdem die in Bosnien und Herzegowina lebenden Serben die „Serbische Republik in Bosnien-Herzegowina“ ausriefen. Der Krieg verlagerte sich verstärkt in den Osten.

Im Jahr 1993 brachen in einigen Regionen Bosnien und Herzegowinas dann auch Kämpfe zwischen Kroaten und Bosniaken aus, die auf kroatischer Seite hauptsächlich von der HVO geführt wurden. Diese wurden im Jahr 1994 durch das Abkommen von Washington beendet. In dessen Anschluss verbündeten sich HVO und die Armee der Republik Bosnien und Herzegowina um gemeinsam gegen serbische Verbände vorzugehen.

[Bearbeiten] Kriegsverlauf seit Ende 1994

HVO Truppen in der Nähe von Glamoc

Ende des Jahres 1994 intervenierte die kroatische Armee mehrmals in Bosnien. Vom 1. November bis 3. November mit der Operation „Cincar“ nahe Kupres und vom 29. November bis 24. Dezember mit der Operation „Winter 94“ auf dem Dinara-Gebirge und bei Livno. Diese Operationen wurden zur Entlastung der damaligen Enklave und UN-Schutzzone Bihać unternommen.

Am 28. April 1995 beschloss der UN-Sicherheitsrat die Resolution 990 (Schaffung der UNCRO).

Am 2. und 3. Mai 1995 feuerten die Serben als Vergeltung für die Offensive der kroatischen Armee Raketen auf die Innenstadt von Zagreb ab. Die Bombardements – angeordnet vom Polizeichef Knins, Milan Martić – waren militärisch sinnlos, forderten aber mindestens fünf Todesopfer und zahlreiche Verletzte unter der Zivilbevölkerung.

Plan der kroatischen Militäroperation Blijesak (Blitz)

Im Mai 1995 konnte die kroatische Armee bei der Militäroperation Blitz einen Teil des zentralkroatischen Gebietes unter ihre Kontrolle zurückbringen. Im August desselben Jahres führten die kroatische Polizei und Armee die Militäroperation Oluja durch und eroberten das gesamte Gebiet der RSK, etwa 10.500 km². Der Anteil von Serben an der Gesamtbevölkerung schrumpfte von 12 % auf etwa 3 %. Die beiden genannten Militäroperationen entschieden letztendlich den Krieg zugunsten Kroatiens. Hierbei waren auch international agierende Firmen wie die MPRI beteiligt, die den kroatischen Militärs wichtige Informationen in Form von Kriegstaktiken lieferten.[13][14] Kroatischen Quellen zufolge wurden von der amerikanischen Regierung auch Satellitenaufnahmen zur Verfügung gestellt. Die AG Friedensforschung spricht von fünfzehn hochrangigen US-Militärberatern, angeführt vom pensionierten Zwei-Sterne-General Richard Griffiths, welche anfang 1995 nach Zagreb zu geheimen Gesprächen reisten.[14]

Hilfreich für die kroatischen Truppen war vor allem auch die Flugverbotszone über Bosnien-Herzegowina ab dem 12. April 1993. Diese wurde durch die Operation Deny Flight gewahrt und verhinderte Luftangriffe auf beiden Seiten.

In den folgenden Wochen setzte die kroatische Armee ihre militärische Offensive gemeinsam mit bosnischen Regierungstruppen und NATO-Luftstreitkräften mit der Militäroperation Maestral gegen die serbischen Truppen unter dem Kommando von Ratko Mladić in Bosnien und Herzegowina fort. Vor der Einnahme der Stadt Banja Luka wurde die Offensive auf Druck der US-Regierung gestoppt, da eine weitere große serbische Flüchtlingswelle befürchtet wurde.

Seither wird alljährlich am 5. August in Kroatien am Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit (Dan pobjede i domovinske zahvalnosti) der Beendigung und der Opfer des Krieges gedacht.

[Bearbeiten] Flucht von Serben 1995

Befehl zur Evakuierung der serbischen Bevölkerung aus den Gebieten der RSK durch das serbische Verteidigungsministerium (gezeichnet durch Milan Martić) vom 4. August 1995

Während und nach der kroatischen Militäroperation Sturm 1995 flohen die weitaus meisten Serben aus der Krajina in die benachbarte Republika Srpska in Bosnien-Herzegowina und nach Serbien und Montenegro, aber auch in die UNTAES-Zone. Die politische Führung der Krajina-Serben hatte angesichts der sich abzeichnenden Niederlage die Evakuierung angeordnet. Danach wurden jedoch zahlreiche der verlassenen serbischen Häuser vernichtet oder es wurden dort kroatische Flüchtlinge aus Bosnien angesiedelt, was die Rückkehr der serbischen Bevölkerung bis heute sehr schwierig macht. Doch auch hier ist umstritten, welche Rolle die Streitkräfte hatten und inwiefern es sich um Zerstörungen aus Racheakten von zurückkehrenden, zuvor von den Serben vertriebenen kroatischen Zivilisten handelte.

[Bearbeiten] Kriegsende

Nach diesen Militäraktionen wurde der Krieg in Bosnien-Herzegowina durch das Abkommen von Dayton beendet, welches am 14. Dezember 1995 in Paris unterzeichnet wurde. Dieses Datum stellt den Endpunkt des Kroatienkrieges dar. Die serbisch kontrollierten Gebiete an der Grenze zur Vojvodina, Ostslawonien um Vukovar und die Baranja kamen unter eine provisorische UN-Verwaltung (UNTAES – United Nations Transitional Administration of Eastern Slavonia, Baranja and Western Syrmia) und wurden 1998 auf friedliche Weise wieder unter die Kontrolle Kroatiens gestellt. Etwa 80.000 Serben flüchteten jedoch im Zuge dessen nach Serbien und Montenegro.

[Bearbeiten] UN-Resolutionen nach Kriegsende

Am 15. Januar 1996 wurde vom UN-Sicherheitsrat durch die Resolution 1037 eine Übergangsverwaltung in Ostslawonien eingerichtet (UNTAES).

Eine Friedenssicherungsmission auf der Halbinsel Prevlaka im Süden Kroatiens wurde am 27. November 1996 vom UN-Sicherheitsrat durch Resolution 1083 (UNMOP) eingerichtet.

Am 19. Dezember 1997 wurde vom UN-Sicherheitsrat die Resolution 1145 verabschiedet (Gründung der UNPSG). Nach Ablauf des Mandates der UNPSG Ende 1998 übernahm die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die Aufsicht der Polizeikräfte.

[Bearbeiten] Politischer Weg zur Unabhängigkeit

Kroatien wurde vor dem Dezember 1991 von Slowenien, Litauen, der Ukraine, Lettland und Estland anerkannt. Diese Staaten waren zu dieser Zeit jedoch selbst noch nicht international anerkannt. Am 19. Dezember 1991 wurde Kroatien von Island anerkannt, das somit lange vor allen anderen Staaten der Welt bereits Kroatien anerkannte. Auch Deutschland ließ am selben Tag eine derartige Entscheidung verkünden, entschloss sich aber, etwas mit der Ratifizierung abzuwarten. Am 13. Januar 1992 wurde Kroatien vom Heiligen Stuhl anerkannt. Tags darauf folgte San Marino. Am 15. Januar schließlich, inmitten des heftigen Krieges, folgte die Anerkennung der unabhängigen Republik Kroatien durch alle 12 Staaten der damaligen EU, wie auch durch Österreich, Bulgarien, Kanada, Malta, Polen, die Schweiz und Ungarn. Bis Ende Januar 1992 wurde Kroatien noch von sieben anderen Staaten anerkannt: Finnland, Rumänien, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Paraguay und Bolivien. Der erste asiatisch-islamische Staat, der Kroatien anerkannte, war der Iran. Erstes afrikanisch-islamisches Land, das Kroatien anerkannte, war Ägypten.

Abzeichen der UNPROFOR

Unter internationaler Vermittlung wurde Anfang 1992 ein Waffenstillstand geschlossen. Demnach verpflichtete sich die jugoslawische Armee, ihre Truppen aus Kroatien abzuziehen. In die umkämpften Gebiete wurde eine Friedenstruppe der Vereinten Nationen entsandt (UNPROFOR), die jedoch kein militärisches Mandat hatte, sondern lediglich beobachtende Funktionen wahrnehmen durfte. Die serbisch kontrollierten Teile Kroatiens blieben völkerrechtlich Teil Kroatiens. Über ihren endgültigen Status sollte in Verhandlungen zwischen der kroatischen Regierung und den örtlichen Serben entschieden werden.

Bis zur Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen am 22. Mai 1992 wurde Kroatien von Russland, Japan, den USA, Israel und China anerkannt. Seit dem 24. März 1992 ist Kroatien Mitglied der OSZE.

[Bearbeiten] Minensituation in Kroatien

Minen-Warnschild
Minensituation in Kroatien 1995

In den bis 1995 umkämpften Gebieten besteht bis heute eine Gefährdung durch Landminen. Dies gilt insbesondere für die damaligen Frontlinien. Es wird geschätzt, dass in Kroatien noch zwischen 700.000 bis 2,5 Millionen Minen verstreut sind. [15] [16] Etwa 1.147 Quadratkilometer Landfläche sind mit Minen belastet[16]. Da keine Lagepläne über die Minenfelder angelegt worden sind und Minen über die Jahre anfangen zu „wandern“, ist die Minenbeseitigung sehr aufwendig. Betroffen sind folgende Gebiete:

[Bearbeiten] Flüchtlinge

[Bearbeiten] Vertreibung der Kroaten aus der Krajina am Anfang des Krieges

  • 170.000 Kroaten wurden im Jahre 1991 aus den kroatischen Gebieten vertrieben, die unter die Kontrolle serbischer Freischärler und der JNA gelangten.[9] Letztendlich wurden etwa 196.000 Kroaten vertrieben oder sind geflohen.[17]
  • 400.000 Flüchtlinge flohen im Jahre 1992, davon etwa 60 % Bosniaken in Kroatien. Auch zu Zeiten, als in Teilen Bosniens Kroaten und Bosniaken gegeneinander kämpften, wurde in Kroatien bosnischen Flüchtlingen Zuflucht gewährt.
Demographische Entwicklung in Kroatien (1992–2003)

In anderen kroatischen Gebieten in den Jahren 1991–1995 suchten hunderttausende Vertriebene aus serbisch besetzten Gebieten Kroatiens und aus Bosnien-Herzegowina Zuflucht. Ein Teil der Vertriebenen zog weiter in EU Staaten oder in die USA, ein anderer Teil kehrte nach 1995 zurück in ihre Heimat.

Die Unterbringung, medizinische Versorgung, Versorgung mit Nahrung und z. B. der Schulunterricht wurden für die anfallenden Flüchtlinge nahezu völlig vom kroatischen Staat getragen und finanziert. Von internationalen Hilfsorganisationen wurden Nahrungslieferungen erhalten, jedoch für etwa 95 % der Kosten kam die kroatische Regierung auf. Dieses belastete die kroatische Wirtschaft neben der enormen Kriegsschäden zusätzlich. Der damalige amerikanische Botschafter in Kroatien verglich in einem Interview am 8. November 1993 die staatliche Last Kroatiens mit der von plötzlichen 30.000.000 Einwanderern in den USA.[18]

[Bearbeiten] Zahlen der geflohenen/vertriebenen Serben am Ende des Krieges

Von den ursprünglich etwa 220.000 geflohenen und letztendlich teilweise vertriebenen Serben sind mindestens ca. 140.000 bis heute zurückgekehrt. Den etwa 50.000 direkt am bewaffneten Aufstand beteiligten Serben wurde eine generelle Amnestie gewährt, sofern keine individuellen Verbrechen nachgewiesen werden können.

[Bearbeiten] Serbische Angaben

[Bearbeiten] Kroatische Angaben

  • 90.000[19] geflohene oder vertriebene Serben nach der Operation Oluja

[Bearbeiten] Internationale Angaben

[Bearbeiten] Reflexion

[Bearbeiten] Weltpolitische Einordnung

Der Krieg in Kroatien brach aus, als der Fokus der Welt auf den Irak und den Golfkrieg sowie damit verbunden auch auf die steigenden Ölpreise und die lahmende Weltwirtschaft gerichtet war. Dennoch wurde die Situation auf dem Balkan immer mehr zum neuen weltpolitischen Brennpunkt. Die Vorgänge wurde von den verschiedenen Staaten verschieden eingeschätzt.

Während die westlichen Staaten, allen voran Deutschland, Österreich und Ungarn, Kroatien nahestanden, standen Russland und Griechenland traditionell auf der Seite Serbiens. Stimmen aus dem Westen, allen voran aus Großbritannien (Premierminister John Major) und den USA (erst George Bush, dann Bill Clinton) waren gegen die Haltung Deutschlands und gegen die staatliche Unabhängigkeit Kroatiens und Sloweniens, da sie einen Krieg befürchteten. Kritiker waren auch Lawrence Eagleburger und Warren Christopher. Zu diesem Zeitpunkt war der Krieg jedoch schon im vollen Gange: Die kroatischen Städte Vukovar, Dubrovnik, Osijek und Karlovac wurden massiv von der jugoslawischen Armee und serbischen Paramilitärs angegriffen. Die internationale Anerkennung Kroatiens fand erst nach den massiven Zerstörungen dieser Städte statt. Selbst das Mandat der UN- Friedenstruppe konnte jedoch aufgrund des reinen Beobachterstatus keine Ruhe in die Regionen bringen. Das UNPROFOR-Mandat gilt daher international als gescheitert.[23]

[Bearbeiten] Waffenembargo

Zum Truppentransporter umgebauter kroatischer LKW.

Die internationale Staatengemeinschaft verhängte über das gesamte ehemalige Jugoslawien ein Waffenembargo. Die waffentechnisch weit unterlegene kroatische Armee, die anfangs lediglich von umgewandelten Polizeitruppen gestellt wurde, konnte sich meist lediglich durch erbeutete Waffen aus Beständen der JNA und durch Waffenschmuggel aus Drittstaaten Waffen beschaffen. Mit der Zeit formierte sich jedoch die Hrvatska Vojska (kroatische Armee). Nach dem Ausbruch des Krieges in Bosnien-Herzegowina schlossen sich die kroatischen und Bosnischen Truppen zur HVO zusammen.

[Bearbeiten] Freiwillige Beteiligung am Krieg

Am Krieg beteiligt waren auch Freiwillige, zum großen Teil aus Kroatien abstammende Menschen, welche im Dienst der kroatischen Armee kämpften. Unter den Toten des Krieges sind auch 429 Deutsche [24] und etliche andere Staatsbürger, von denen nicht alle kroatischer Abstammung waren. Viele Kroaten kehrten jedoch aus anderen Ländern nach Kroatien zurück, um dort zu kämpfen. Der bekannteste dieser „Rückkehrer“ war Ante Gotovina.

[Bearbeiten] Staatenklage

Der kroatische Staat verklagte vor dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien den Staat Serbien, als angeblichen Auftraggeber und Koordinator von Genoziden und Vertreibungen, auf Schadensersatz. Eine ähnliche Klage des Staates Bosnien-Herzegowina wurde 2007 abgelehnt.[25]

[Bearbeiten] Folgen für die Militärführer

[Bearbeiten] Serbische Hauptbeschuldigte

[Bearbeiten] Slobodan Milošević

Quelle: ICTY-Anklageschrift
Zerstörtes Innenstadt von Vukovar

Insgesamt 66 Anklagepunkte wurden Milošević in drei Anklageschriften für die folgenden Handlungen vorgeworfen, darunter in Bezug auf Kroatien folgende:

Milošević starb vor einem Urteil 2006 in seiner Zelle.

[Bearbeiten] Milan Martić

Geplünderte, angezündete und mit serbischen Parolen beschriftete Ruine
Quelle: ICTY-Anklageschrift

Anklagepunkte im Bezug auf Kroatien:

  • Morde an hunderten Kroaten, Bosniaken und anderen nicht serbischen Zivilisten einschließlich Frauen und älteren Personen in Dubica, Cerovljani, Bacin, Saborsko, Poljanak, Lipovaca, Skabrnja, Nadin und Bruska in Kroatien; sowie in Prnjavor in Bosnien und Herzegowina.
  • Das Festhalten, Mord und Folterungen in Internierungslagern in den Orten Knin und Korenica
  • Das Festhalten von Menschen unter inhumanen Bedingungen
  • Zwangsarbeit entlang der Frontlinie, Morde und Folterungen an gefangenen Kroaten, Bosniaken und anderen Nichtserben
  • Raub und Folter
  • Sexueller Missbrauch, Massenvergewaltigungen von gefangenen Personen.
  • Plünderungen von Kroaten, Bosniaken und anderen nicht serbischen Zivilisten.
  • Zerstörung von Häusern, öffentlichem und Privateigentum. Verwüstung von Kulturgütern, Kirchengebäuden.
  • Angriff auf die Stadt Zagreb mit Streubomben

Der vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) seit dem 25. Juli 1995 mit internationalem Haftbefehl gesuchte Martić stellte sich am 15. Mai 2005 den Behörden.

[Bearbeiten] Milan Babić

Quelle: ICTY-Anklageschrift
Mahnmal für die Opfer des Kroatien-Krieges auf dem Gelände des Mirogoj-Friedhofes in Zagreb

Anklagepunkte:

Der einstige Führer der Krajina-Serben, Milan Babić (1956–2006), wurde 2004 vom Tribunal in Den Haag (ICTY) für die in Kroatien begangene Verbrechen zu 13 Jahren Haft verurteilt.

[Bearbeiten] Kroatische Hauptbeschuldigte

[Bearbeiten] Ante Gotovina

Quelle: Aktuelle Anklage des ICTY

Der für die Militäroperation Oluja hauptverantwortliche General, Ante Gotovina, wurde 2001 vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) angeklagt. Zur Zeit befindet er sich in Untersuchungshaft.

Anklagepunkte:

  • Tötung von mindestens 150 Krajina-Serben; zusätzlich seien mehrere hundert verschwunden
  • Plünderung privaten und öffentlichen Eigentums
  • Brandschatzung und Zerstörung von Dörfern und Städten
  • Vertreibung von mehreren zehntausend Serben[26]

[Bearbeiten] Franjo Tuđman

Quelle: Anklage gegen Ante Gotovina

Auch Präsident Franjo Tuđman sei an der Planung und Durchführung beteiligt gewesen.

Die Anklageschrift spricht von einer „kriminellen Vereinigung“ (joint criminal enterprise), bestehend u.a. aus Ante Gotovina, Franjo Tuđman, Ivan Čermak und Mladen Markač, deren Ziel die gewaltsame und dauerhafte Vertreibung der serbischen Bevölkerung aus der Krajina-Region gewesen sei.

Tuđman starb am 10. Dezember 1999 im Amt des kroatischen Präsidenten.

[Bearbeiten] Kriegsbezeichnungen

Der Krieg wird auch kurz Kroatien-Krieg, Kroatienkrieg, oft auch Kroatischer Unabhängigkeitskrieg genannt.

In Kroatien bezeichnet man ihn als „Domovinski rat“ (Heimatkrieg), Velikosrpska Agresija (Großserbische Aggression) oder auch als Patriotischer Krieg.

Kriegstyp: Es existieren zwei Ansichten über den Krieg, zum einen, dass es sich um einen Bürgerkrieg handelte, zum anderen um einen internationalen Krieg. Weder die Bundesrepublik Jugoslawien noch der Staat Kroatien haben öffentlich eine Kriegserklärung abgegeben. Nach serbischer Ansicht handelte es sich bei dem Krieg um einen Bürgerkrieg zwischen in Kroatien lebenden Serben und Kroaten. Der Großteil der Kroaten hingegen betrachtet den Krieg als jugoslawische Aggression gegen Kroatien, die eine Abspaltung unterbinden sollte. Das ICTY betrachtet den Krieg als Bürgerkrieg. Ab dem 8. Oktober 1991, als Kroatien seine Unabhängigkeit erklärte und nachdem JNA-Truppen in Kroatien eingriffen, handelte es sich nach deren Ansicht um einen internationalen Krieg.

[Bearbeiten] Zeittafeln der wichtigsten Ereignisse

Kroatischer Panzer der HVO T-55
Kroatische Soldaten im Gefecht

[Bearbeiten] Kampfhandlungen

Datum Kampfhandlung
17. August 1990 Baumstammrevolution (balvan revolucija)
31. März 1991 Bewaffneter Zwischenfall bei den Plitvicer Seen, ein kroatischer Polizist wird erstes Todesopfer
19. Juni 1991 Schlacht um Dubrovnik beginnt
Mai 1991 Schlacht um Vukovar beginnt
7. Oktober 1991 Bombardierung von Zagreb durch serbische Kampfflugzeuge
20. November 1991 Schlacht um Vukovar endet, Massaker von Vukovar, Ovčara (255 Tote, darunter auch Nicht-Kroaten)
Dezember 1991 Schlacht um Dubrovnik beendet
21. Juni 1992 Schlacht um Miljevci
2. – 3. Mai 1995 Zagreber Raketenbeschuss

[Bearbeiten] Kroatische Militäroperationen

Plan der kroatischen Militäroperation Oluja (Sturm)
Datum Militäroperation
24. August – 20. November 1991 Militäroperation Schlacht um Vukovar
29. Oktober 1991 – 3. Januar 1992 Militäroperation Orkan 1991
31. Oktober – 4. November 1991 Militäroperation Otkos 10
28. November – 26. Dezember 1991 Militäroperation Strijela
12. Dezember 1991 – 3. Januar 1992 Militäroperation Orkan 91
1. Juli – 13. Juli 1992 Militäroperation Tigar
22. Januar 1993 Militäroperation Maslenica
9. – 17. September 1993 Militäroperation Medak
1. – 3. Mai 1995 Militäroperation Bljesak
4. – 7. August 1995 Militäroperation Oluja
8. – 15. September 1995 Militäroperation Maestral

[Bearbeiten] Diplomatischer Verlauf

Datum Diplomatischer Verlauf
7. Juli 1991 Unabhängigkeitserklärung Kroatiens und Sloweniens, Brioni-Abkommen
15. Januar 1992 Kroatien wird von zahlreichen EG-Staaten anerkannt
21. Februar 1992 Beginn der UNPROFOR-Mission, Stationierung von 16.000 UN-Soldaten in Kroatien und Bosnien-Herzegowina
28. Februar 1993 Washingtoner Abkommen
April 1993 Ausbruch bewaffneter Konflikte zwischen Kroaten und Muslimen in Bosnien und Herzegowina
12. November 1995 Abkommen von Erdut
14. Dezember 1995 Abkommen von Dayton
15. Januar 1996 Einrichtung einer Übergangsverwaltung in Ostslawonien (UNTAES)
23. August 1996 Normalisierungsabkommen zwischen Kroatien und Jugoslawien
27. November 1996 Friedenssicherungsmission auf der Halbinsel Prevlaka (UNMOP)
19. Dezember 1997 Einrichtung einer Unterstützungsgruppe für die zivile Polizei in Ostslawonien (UNPSG)

[Bearbeiten] Verbrechen an der Zivilbevölkerung

In der nachfolgenden Tabelle werden Opfer von Seiten der regulären Streitkräfte, der Polizeikräfte oder organisierten Paramilitärs nicht beachtet. Die große Mehrheit der hier angeführten Toten sind Kroaten.

Datum Ereignis
2. Mai 1991 Scharmützel von Borovo Selo
21. September 1991 Dalj [27] durch Paramilitärs von Željko Ražnatović „Arkan“
4. Oktober 1991 Dalj [27] ebenfalls durch Beteiligung von Željko Ražnatović „Arkan“
16. – 18. Oktober 1991 Massaker von Gospic
18. Oktober 1991 Massaker von Lovas
21. Oktober 1991 Massaker von Dubica, Cerovljani und Baćina[9]
August–November 1991 Saborsko, Poljanak und Lipovanić
9. November 1991 Erdut, Dalj Planina und Erdut Planina [27]
11. November 1991 Klis (Slawonien) [27]
12. November 1991 Kriegsverbrechen in Saborsko
18. November 1991 Massaker von Škabrnja
19. November 1991 Nadin
18. – 20. November 1991 Lager Dalj
20. November 1991 Massaker von Vukovar
10. Dezember 1991 Erdut [28]
13. Dezember 1991 Voćin[29][30]
26. Dezember 1991 Erdut [27]
21. Februar 1992 Erdut [27]
4. Mai 1992 Grabovac [27]
1. Oktober – 7. Dezember 1992 Dubrovnik [31]
Quellen: Zeitungsartikel mit Bezug auf die kroatische Nachrichtenagentur Hina.[32] Opferzahlen werden im Bericht und den entsprechenden Artikeln genannt.

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Quellen

  1. Caspersen 2003, S.1ff (englisch)
  2. Second Class citizens:The Serbs of Croatia (HRW annual Report). Human Rights Watch (1. März 1999).
  3. Silber/Little: Bruderkrieg - Kampf um Titos Erbe. Verlag Styria, 2.Aufl. 1995, ISBN 3-222-12361-6
  4. Gagnon 1994/95, S.155
  5. Artikel aus dem Focus
  6. WPR news Report: Martic "Provoked" Croatian Conflict
  7. a b c d e f UN-Sicherheitsrat, “The military structure, strategy and tactics of the warring factions”, 28. Dezember 1994
  8. Rolle der JNA (englisch)
  9. a b c d e Zweite Überarbeitung der Anklage gegen Slobodan Milošević, Absatz 69
  10. Anklage gegen Slobodan Milošević, Absatz 36,l
  11. Moore. Question of all Questions. S. 38.
  12. Malcolm, Noel (1994). Bosnia. A Short History. S. 230
  13. Die Welt - Von Reiner Luyken | DIE ZEIT 17. Juni 2004 Nr.26
  14. a b Uni Kassel; AG Friedensforschung - Peter Strutynski
  15. Minensituation in Kroatien (Karten und Informationen zur aktuellen Minensituation) (englisch)
  16. a b Kroatien ohne Minen e.V.
  17. www.hrw.org
  18. Jerry Blaskovich, Anatomy of Deceit: An American Physician's First-hand Encounter With The Realities Of The War In Croatia
  19. Letter of the Permanent Mission of the Republic of Croatia to the United Nations Office at Geneva, 15. August 1995 (englisch)
  20. "Public Statement Croatia: Operation "Storm" - still no justice ten years on" von Amnesty Internationa
  21. BBC News, Evicted Serbs remember Storm, 5. August 2005 (englisch)
  22. BBC News, Croatia marks Storm anniversary, 5. August 2005 (englisch)
  23. Bundestag über das Scheitern des UNPROFOR-Einsatzes
  24. http://www.webarchiv-server.de/pin/archiv03/0103ob08.htm
  25. http://www.oe24.at/zeitung/welt/weltpolitik/article114486.ece -Wortlaut des Urteils zwischen Bosnien-Herzegowina und Serbien
  26. Aktuelle ICTY Anklageschrift
  27. a b c d e f g ICTY-Anklage gegen Željko Ražnatović
  28. The New York Times; May 10, 1992
  29. Blaskovich, Jerry (1 November 2002) "The Ghastly Slaughter of Vocin Revisited:Lest We Forget" The New Generation Hrvatski Vjesnik--English supplement
  30. ICTY Anklage: Šešelj trial, charges
  31. UN-Protokol
  32. Zeitungsartikel aus Vjesnik, „Deportacije, progoni i pokolji koji se pripisuju Miloševiću“ (kroatisch)

[Bearbeiten] Medien

  • Harrison's Flowers (2000), von Elie Chouraqui. Ein Journalist verschwindet in Vukovar. Seine Frau begibt sich auf die Suche nach ihm.
  • The Death of Yugoslavia (1995). Eine BBC Serie mit Interviews von Kroaten und Serben
  • Hrvatska Ljubavi Moja Jakov Sedlar, von Jakov Sedlar. Einzelheiten zur Militäroperation Oluja und den Krieg als Ganzes.
  • ER. Dr. Luka Kovac, gespielt von Goran Visnjic,verliert seine Frau und Kinder im Krieg. Sie werden im Krieg von einer Granate im Haus getötet.

[Bearbeiten] Literatur

  • Barić, Nikica: Srpska pobuna u Hrvatskoj 1990.-1995., Golden marketing. Tehnička knjiga, Zagreb, 2005.
  • Silber, Laura and Little, Allan (1997). Yugoslavia : Death of a Nation. Penguin. ISBN 0-14-026263-6.
  • Zimmermann, Warren, ed. (1999). War in the Balkans: A Foreign Affairs Reader, Council on Foreign Relations Press (June). ISBN 0-87609-260-1.
  • RSK, Vrhovni savjet odbrane, Knin, 4. avgust 1995., 16.45 časova, Broj 2-3113-1/95. Faksimil ovog dokumenta objavljen je u/The faximile of this document was published in: Rade Bulat "Srbi nepoželjni u Hrvatskoj", Naš glas (Zagreb), br. 8.-9., septembar 1995., S. 90.-96. (faksimil je objavljen na stranici 93./the faximile is on the page 93.).
  • Vrhovni savjet odbrane RSK (Das Verteidigungsministerium der Republik Serbische Krajina) brachte am 4. August 1995 um 16.45 eine Erklärung heraus. Diese wurde von Milan Martić unterzeichnet und später vom Glavni štab SVK (Stab der Republik of Serb Krajina Armee) um 17.20 abgesegnet.
  • RSK, Republički štab Civilne zaštite, Broj: Pov. 01-82/95., Knin, 2. August 1995., HDA, Dokumentacija RSK, kut. 265
  • RSK, Republički štab Civilne zaštite, Broj: Pov. 01-83/95., Knin, 2. August 1995., Pripreme za evakuaciju materijalnih, kulturnih i drugih dobara (The preparations for the evacuation of material, cultural and other goods), HDA, Dokumentacija RSK, kut. 265
  • Drago Kovačević, "Kavez - Krajina u dogovorenom ratu", Beograd 2003., S. 93.-94.
  • Milisav Sekulić, "Knin je pao u Beogradu", Bad Vilbel 2001., S. 171.-246., S. 179.
  • Marko Vrcelj, "Rat za Srpsku Krajinu 1991-95", Beograd 2002., S. 212.-222.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Croatian War of Independence – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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