Kroatistik

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Die Kroatistik ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit der kroatischen Sprache und kroatischen Literatur (auch als „kroatische Philologie bezeichnet), sowie im weiteren Sinne auch die modernen Kulturwissenschaften, die sich mit der kroatischen Nation und ihrer Geschichte beschäftigt.

Die Kroatistik ist ein Teilbereich der Slawistik.

Kroatistik an Universitäten außerhalb Kroatiens[Bearbeiten]

Das Studienfach Kroatistik wird unter anderem an Universitäten in den folgenden Staaten gelehrt: Österreich, Ungarn, Ukraine, Slowakei, Tschechien, Polen, Bulgarien, Rumänien, Indien, Kanada.

Mit dem Slowenischen, Mazedonischen und Bulgarischen, Bosniakischen und Serbischen bildet es die Südslawistik, einen Zweig der Slawistik.

Manche Slawisten betrachten Kroatisch nach wie vor als Teil der serbokroatischen Sprache, obwohl dieser Begriff in den betreffenden Ländern aufgrund der sich voneinander abgrenzenden Nationalismen kaum noch verwendet wird.

Kroatistik kann im Rahmen kombinierter oder verwandter Studiengänge unter anderem an folgenden Hochschulen studiert werden:

Flagge von Deutschland Deutschland
Flagge von Österreich Österreich

Literatur[Bearbeiten]

  • Leopold Auburger: Die kroatische Sprache und der Serbokroatismus. Hess Verlag, Ulm 1999, ISBN 3-873-36009-8 (Heilighofer Studien; 7).
  •  Daniel Blum: Sprache und Politik. Sprachpolitik und Sprachnationalismus in der Republik Indien und dem sozialistischen Jugoslawien (1945-1991) (= Beiträge zur Südasienforschung. Bd. 192). Ergon, Würzburg 2002, ISBN 3-89913-253-X, S. 200, OCLC 51961066.
  •  Daniel Bunčić: Die (Re-)Nationalisierung der serbokroatischen Standards. In: Sebastian Kempgen (Hrsg.): Deutsche Beiträge zum 14. Internationalen Slavistenkongress. Ohrid, 2008 (= Welt der Slaven). Otto Sagner, München 2008, S. 89–102, OCLC 238795822.
  • Ivo Frangeš: Die Geschichte der kroatischen Literatur. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Böhlau, Köln 1999, ISBN 3-412-08995-8.
  • Mario Grčević: Die Entstehung der kroatischen Literatursprache. Böhlau, Köln 1997, ISBN 3-412-16196-9 (Quellen und Beiträge zur kroatischen Kulturgeschichte; 8).
  •  Bernhard Gröschel: Das Serbokroatische zwischen Linguistik und Politik. Mit einer Bibliographie zum postjugoslavischen Sprachenstreit (= Lincom Studies in Slavic Linguistics. Bd. 34). Lincom Europa, München 2009, ISBN 978-3-929075-79-3, S. 451, LCCN 2009473660 -, OCLC 428012015.
  •  Snježana Kordić: Die aktuelle Sprachzensur in Kroatien. In: Bernhard Symanzik, Gerhard Birkfellner, Alfred Sproede (Hrsg.): Sprache – Literatur – Politik. Osteuropa im Wandel (= Studien zur Slavistik. Bd. 10). Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2004, ISBN 3-8300-1215-2, S. 259–272 (PDF-Datei; 1,1 MB, abgerufen am 2. Juli 2010).
  •  Snježana Kordić: Sprache und Nationalismus in Kroatien. In: Bernhard Symanzik (Hrsg.): Studia Philologica Slavica. Festschrift für Gerhard Birkfellner zum 65. Geburtstag gewidmet von Freunden, Kollegen und Schülern: Teilband I (= Münstersche Texte zur Slavistik. Bd. 4). Lit Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-8258-9891-1, S. 337–348 (PDF-Datei; 1,2 MB, abgerufen am 4. Februar 2013).
  •  Snježana Kordić: Nationale Varietäten der serbokroatischen Sprache. In: Biljana Golubović, Jochen Raecke (Hrsg.): Bosnisch – Kroatisch – Serbisch als Fremdsprachen an den Universitäten der Welt (= Die Welt der Slaven, Sammelbände – Sborniki. Bd. 31). Sagner, München 2008, ISBN 978-3-86688-032-0, S. 93–102 (PDF-Datei; 1,3 MB, abgerufen am 27. Oktober 2011).
  •  Snježana Kordić: Jezik i nacionalizam (= Rotulus Universitas). Durieux, Zagreb 2010, ISBN 978-953-188-311-5, S. 430, LCCN 2011520778 -, OCLC 729837512 (PDF-Datei; 1,6 MB, abgerufen am 1. Mai 2011).
  •  Hans-Dieter Pohl: Serbokroatisch - Rückblick und Ausblick. In: Ingeborg Ohnheiser (Hrsg.): Wechselbeziehungen zwischen slawischen Sprachen, Literaturen und Kulturen in Vergangenheit und Gegenwart. Akten der Tagung aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Instituts für Slawistik an der Universität Innsbruck (= Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft, Slavica aenipontana. Bd. 4). Non Lieu, Innsbruck 1996, S. 205–219, OCLC 243829127.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kroatistik an Universitäten in Kroatien[Bearbeiten]