Kromsdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kromsdorf führt kein Wappen
Kromsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kromsdorf hervorgehoben
50.99888888888911.373611111111200Koordinaten: 51° 0′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Erfüllende Gemeinde: Ilmtal-Weinstraße
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 10,72 km²
Einwohner: 1468 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99441
Vorwahl: 03643
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 048
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Platz der Demokratie 47
99441 Kromsdorf
Webpräsenz: http://www.kromsdorf-denstedt.de/
Bürgermeister: Gunter Braniek
Lage der Gemeinde Kromsdorf im Landkreis Weimarer Land
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Kromsdorf ist eine Gemeinde im Nordosten des Landkreises Weimarer Land. Erfüllende Gemeinde ist seit 31. Dezember 2013 die Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße.

Lage[Bearbeiten]

Kromsdorf liegt östlich von Schloss Tiefurt und seinen dazugehörigen Parkanlagen. Das in der Nähe befindliche Denstedt ist ein Ortsteil von Kromsdorf.

Ausdehnung des Dorfgebietes[Bearbeiten]

Das heutige Kromsdorf setzt sich aus zwei Ortsteilen zusammen: Kromsdorf-Nord im Ilmtal, das früher den Ort Großkromsdorf darstellte, und Kromsdorf-Süd auf dem Berg, früher Kleinkromsdorf. Auf der Grenze der beiden Ortsteile liegt die Brücke am Sportplatz, die bis zu ihrem Neubau in den 1960er Jahren nur für Fußgänger passierbar war.
Kromsdorf Nord besteht zum großen Teil aus einem Neubaugebiet aus der Zeit nach 1991. Weiterhin gehört zum Ort der Ortsteil Denstedt.

Geschichte[Bearbeiten]

Kromsdorf wurde am 22. Oktober 1150 erstmals urkundlich erwähnt und Denstedt am 20. Mai 1170.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die nächstliegenden Gemeinden sind Tiefurt im Südwesten, Weimar im Westen, Süßenborn im Süden. An den Ortsteil Denstedt grenzt im Osten der zur Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße gehörende Ortsteil Ulrichshalben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Gemeinde Kromsdorf befinden sich zwei historische Anlagen. Die Besonderheit des Renaissanceschlosses Kromsdorf ist die Parkmauer mit ihren 64 Porträtbüsten. Es dient heute vor allem als Kulturzentrum.

Die zweite Anlage ist Burg Denstedt mit Schlosspark und Resten des früheren Ritterguts.

In der Denstedter Kirche ist die sogenannte Liszt-Orgel zu sehen und zu hören, die von dem berühmten Komponisten Franz Liszt regelmäßig zu Orgelmusiken benutzt wurde.

Die Mühle Denstedt ist saniert und arbeitet.

Die Kirche in Kromsdorf-Süd stammt im Ursprung aus dem Mittelalter.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Kriegerdenkmäler für die Gefallenen der Weltkriege an den Kirchen in Kromsdorf Süd und Denstedt, sowie auf Gemeindegebiet in Kromsdorf Süd und Nord.
  • Auf dem Friedhof des Ortsteiles Kromsdorf-Nord erinnert ein Massengrab mit Gedenkstein an 18 unbekannte KZ-Häftlinge, die bei einem Todesmarsch vom Außenlager Ohrdruf SIII des KZ Buchenwald im April 1945 von SS-Männern ermordet wurden.
  • Eine ähnliche Gedenkstätte befindet sich auf dem Friedhof des Ortsteiles Denstedt, die an weitere 22 ermordete Häftlinge erinnert.
Schloss Kromsdorf
Burg Denstedt
Kirche in Kromsdorf-Süd
Kirche in Denstedt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft in Kromsdorf ist durch die ländliche Lage sehr an die Landwirtschaft gebunden. Eine LPG gab es seit den 1960er Jahren, welche in der Milchviehproduktion und im Ackerbau aktiv war und später auch im Gemüseanbau. Nach der Wende wurden die Gewächshäuser abgerissen. Das Gebiet wurde als Wohngebiet ausgeschrieben.
Im Gewerbegebiet „Am Süßenborner Weg“ befinden sich vornehmend Betriebe des Mittelstandes.
Durch die Nähe zu Weimar und durch das Schloss im Dorf bekommt Kromsdorf zunehmend Bedeutung für Touristen.

Vom ehemaligen großen Rittergut Denstedt stehen nur noch ein Gutswohnhaus und ein Wirtschaftsgebäude, in sanierungsbedürftigem Zustand.

Verkehr[Bearbeiten]

Kromsdorf ist über die Buslinie 228 des Verkehrsverbundes Mittelthüringen von Weimar nach Denstedt angeschlossen.[3] (Stand 2011).

Bildung[Bearbeiten]

Im Ort Kromsdorf befindet sich eine Grundschule.[4]

Kultur[Bearbeiten]

Das kulturelle Leben in Kromsdorf wird zum großen Teil durch gemeinnützige Vereine bestimmt, von denen einige ihren Sitz im Schloss Kromsdorf haben, wie zum Beispiel:

  • Thüringer Filmbüro e. V.
  • Volkschor Kromsdorf e. V.
  • Kromsdorfer Karnevals Verein e. V.

Sport[Bearbeiten]

  • TSV 1928 Kromsdorf e. V. (Fußball, Tischtennis, Kegeln, Volleyball)

Weitere Einrichtungen[Bearbeiten]

1993 gründeten Studenten das Wohnprojekt „Alte Feuerwache“ in Kromsdorf. Der Verein, der das Projekt heute betreibt, versteht sich laut eigener Satzung „als wohnpolitische Initiative unter Einbeziehung des ideellen Bereiches des Wohnens, der Kultur, der Soziokultur und Bildung“.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 154 und 53
  3. Fahrplan Buslinie 228
  4. Thüringer Schulämter – Grundschulen. Abgerufen am 13. Januar 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kromsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien