Kronentaler

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Badischer Kronentaler von 1836, geprägt anlässlich des Beitritts zum Deutschen Zollverein

Der Kronentaler war ursprünglich eine große Silbermünze der österreichischen Niederlande. Er besaß ein Feingewicht von 25,9 g. Der Kronentaler löste dort 1755 den Albertustaler ab.[1]

Mit dem Verlust der österreichischen Niederlande verlor er zwar seine ursprüngliche Heimat, breitete sich stattdessen aber aufgrund einer leichten Überbewertung gegenüber dem Konventionstaler zunehmend in Süddeutschland aus. 1793 wurde sein Kurs vom Schwäbischen Kreistag auf 2 Gulden 42 Kreuzer festgesetzt.

Vor allem Baden, Bayern, Nassau und Württemberg prägten Kronentaler in großer Zahl. In den ersten 30 Jahren des 19. Jahrhunderts war er in Süddeutschland fast die einzige große Silbermünze. So wurden in Württemberg unter Wilhelm I. von 1816 bis 1837 über 660.000 Kronentaler, aber nur 3.440 Konventionstaler geprägt. Der Münzvertrag von 1837 und die folgenden Verträge des Deutschen Zollvereins schafften den Kronentaler ab.

Siehe auch: Taler

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pierer's Universal-Lexikon, Band 9. Altenburg 1860, S. 837.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kronenthaler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien