Krontaube

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Krontaube
Rotbrust-Krontaube(Goura goura scheepmakeri)

Rotbrust-Krontaube
(Goura goura scheepmakeri)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Taubenvögel (Columbiformes)
Familie: Tauben (Columbidae)
Gattung: Krontauben (Goura)
Art: Krontaube
Wissenschaftlicher Name
Goura cristata
(Pallas, 1764)
Rotbrust-Krontaube
(Goura goura scheepmakeri)

Die Krontaube (Goura cristata) ist eine Art der Taubenvögel. Sie kommt ausschließlich auf einigen südostasiatischen Inseln vor. Sie verdankt ihren Namen der auffallenden Befiederung ihres Kopfes. Sie gilt als die größte rezente Taubenart der Welt und erreicht die Körpergröße einer kleinen Truthenne. Heimisch ist sie in Neuguinea und auf umliegenden Inseln.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Die Krontaube hat eine beträchtliche Körpergröße von bis zu 80 cm und ein Gewicht bis zu 2,5 kg. Sie kann ein Alter von ca. 20 Jahren erreichen. Ein Geschlechtsdimorphismus besteht nicht. Tendenziell sind die Weibchen jedoch etwas kleiner und zierlicher.

Charakteristisch für die Krontaube ist ihr langsamer und auf den Menschen bedächtig und majestätisch wirkender Gang. Der Schwanz wippt bei jedem Schritt deutlich auf und ab. Der Flug wirkt dagegen schwerfällig und anstrengend und geht mit lauten Fluggeräuschen einher.

Verhalten[Bearbeiten]

Die Krontaube ernährt sich wie andere Tauben auch hauptsächlich von Beeren, Früchten und Samen. Obwohl Krontauben ihre Nahrung vor allem auf dem Waldboden suchen, scharren sie, wie für Tauben üblich, niemals, um diese zu erreichen. Das Nest wird hoch in den Bäumen errichtet. Das Gelege besteht aus nur einem Ei. Dieses wiegt etwa 70 Gramm. Es wird 28 Tage bebrütet.

Haltung in menschlicher Obhut[Bearbeiten]

Krontauben kamen zu Beginn der 1970er Jahre in größerer Stückzahl in den europäischen Handel. Ein Exemplar wurde damals für etwa 700 DM gehandelt, der Preis, den Händler für ein Paar Schopfwachteltauben verlangten.[1] Sie stellen jedoch an ihre Haltung hohe Voraussetzungen und benötigen einen mindestens 20 Quadratmeter großen beheizten Innenraum für ihr Wohlbefinden. Solche Haltungsvoraussetzungen bieten in der Regel nur zoologische Gärten, wo sie sehr häufig in den Freivolieren gezeigt werden.

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Münst, S. 44

Literatur[Bearbeiten]

  • David Gibbs, Eustace Barnes und John Cox: Pigeons and Doves – A Guide to the Pigeons and Doves of the World. Pica Press, Sussex 2001, ISBN 90-74345-26-3
  • Alois Münst und Josef Wolters: Tauben – Die Arten der Wildtauben, 2. erweiterte und überarbeitete Auflage, Verlag Karin Wolters, Bottrop 1999, ISBN 3-9801504-9-6
  • Gerhard Rösler: Die Wildtauben der Erde – Freileben, Haltung und Zucht. Verlag M. & H. Schaper, Alfeld-Hannover 1996, ISBN 3-7944-0184-0

Weblinks[Bearbeiten]