Kroppenstedt

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde; für den Juristen siehe Franz Kroppenstedt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kroppenstedt
Kroppenstedt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kroppenstedt hervorgehoben
51.941311.3084597Koordinaten: 51° 56′ N, 11° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Verbandsgemeinde: Westliche Börde
Höhe: 97 m ü. NN
Fläche: 38,65 km²
Einwohner:

1519 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39397
Vorwahl: 039264
Kfz-Kennzeichen: BK
(alternativ: BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält KleinbuchstabenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 355
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 7
39397 Gröningen
Webpräsenz: www.vgem-
westlicheboerde.de
Bürgermeister: Joachim Willamowski (CDU)
Lage der Stadt Kroppenstedt im Landkreis Börde
Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Ingersleben Beendorf Bülstringen Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Erxleben Hohe Börde Oschersleben (Bode) Angern Calvörde Hohe Börde Flechtingen Hohe Börde Hohe Börde Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Eilsleben Oschersleben (Bode) Oebisfelde-Weferlingen Oschersleben (Bode) Hohe Börde Hötensleben Eilsleben Hohe Börde Altenhausen Burgstall Angern Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Flechtingen Hohe Börde Wanzleben-Börde Hohe Börde Sommersdorf Zielitz Calvörde Wanzleben-Börde Hohe Börde Calvörde Ingersleben Erxleben Loitsche-Heinrichsberg Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Hohe Börde Eilsleben Flechtingen Wefensleben Eilsleben Calvörde Wanzleben-Börde Eilsleben Wanzleben-Börde Hötensleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Westheide Wanzleben-Börde Am Großen Bruch Ummendorf Wanzleben-Börde Erxleben Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Wolmirstedt Oebisfelde-Weferlingen Westheide Altenhausen Erxleben Wanzleben-Börde Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Süplingen Harbke Sommersdorf Oschersleben (Bode) Loitsche-Heinrichsberg Bülstringen Wanzleben-Börde Völpke Burgstall Angern Westheide Oschersleben (Bode) Angern Wanzleben-Börde Rogätz Hohe Börde Hohe Börde Barleben Erxleben Am Großen Bruch Hötensleben Ausleben Burgstall Calvörde Wolmirstedt Kroppenstedt Flechtingen Wanzleben-Börde Burgstall Gröningen Colbitz Niedere Börde Oebisfelde-Weferlingen Sülzetal Oschersleben (Bode) HaldenslebenKarte
Über dieses Bild
Kroppenstedt, von der Paulshöhe aus gesehen

Kroppenstedt ist eine Stadt im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde Westliche Börde.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Die kleine Stadt in der Magdeburger Börde liegt zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Harz. Die nächstgelegenen Städte sind Oschersleben (Bode) 15 km nordwestlich, Halberstadt 20 km westlich und Quedlinburg 24 km südlich. Sie trägt den Beinamen Reithufenstadt.

Geschichte [Bearbeiten]

Erstmals wird Kroppenstedt am 25. Mai 934 in einer Urkunde erwähnt, mit der König Heinrich I. dem Grafen Siegfried im Schwabengau seine Besitzungen in Gröningen, Kroppenstedt und Ammendorf schenkt.[2] Nach Siegfrieds Tod ging die Herrschaft über diese Gebiete an das Kloster Corvey in Höxter, unter der Bedingung dass in Westgröningen ein Filialkloster gegründet würde. Später gingen Teile in den Besitz des Bistum Halberstadt über. Stadtrecht erhielt Kroppenstedt im Jahr 1253.

In der Nähe von Kroppenstedt gibt es vier Wüstungen: Nienstedt im Norden, Ammendorf im Osten, Wendlingen im Nordwesten und das später wieder besiedelte Dalldorf im Südwesten.

Einwohnerentwicklung seit 1990 [Bearbeiten]

Datum 3. Oktober 1990 1995 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Einwohner 1831 1788 1769 1751 1735 1708 1657 1624 1624

1995–2006: Stichtag jeweils am 31. Dezember des Jahres

Politik [Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009[3]
Wahlbeteiligung: 38,9 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,0 %
28,7 %
15,1 %
15,2 %
Anmerkungen:
d Summe der Ergebnisse der angetretenen Einzelbewerber

Wappen [Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. August 1995 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Blau auf silbernem rot gezäumten und gesattelten Roß der Heilige Martin (Sankt Martin) im goldenen Gewand, mit dem silbernen Schwert seinen roten Mantel für den vor ihm knieenden Bettler teilend.“

Das Wappen von Kroppenstedt entstammt einem für das Jahr 1359 belegten Siegel mit der Umschrift "S. OPIDI IN CROPPENSTEDE". Der heilige Martin als Symbol war der Schutzheilige der Kroppenstedter Stadtkirche. Wie es bei zahlreichen Städten und Gemeinden der Fall war, wurde ursprünglich christliche Motive im Siegel verwendet und später auf ein Wappen übertragen - auch ohne dass hierzu eine staatliche Legitimation erteilt wurde.

Das Redesign des Wappens wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Infrastruktur [Bearbeiten]

Gegenwärtig führt noch die Bundesstraße 81 (Magdeburg–Halberstadt) durch Kroppenstedt, ebenso die Landesstraße 66. Ab dem 4. September 2007 wurde die Ortsumgehung Kroppenstedt der B 81 gebaut. Die Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung Kroppenstedt im Zuge der B 81 erfolgte am 18. November 2008 um 15:30 Uhr symbolisch. Die Umleitung des Straßenverkehrs auf die neu gebaute Ortsumgehung erfolgte erst mit eintretender Helligkeit des 19. November, da Risiken infolge einer plötzlichen Änderung der Verkehrsführung bei einsetzender Dunkelheit zu befürchten waren. Die Verknüpfung der B 81neu und der B 81alt am Knotenpunkt Kroppenstedt-Ost wurde dann bis zum 18. Dezember 2008 hergestellt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Museen [Bearbeiten]

In der ehemaligen Knabenschule aus dem 15. Jahrhundert befindet sich heute das Heimatmuseum der Stadt.

Mehrgenerationenhaus [Bearbeiten]

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) ist eine Begegnungsstätte für Alt und Jung. Es befindet sich auf dem Turnplatz.

Gedenkstätten [Bearbeiten]

Bauwerke [Bearbeiten]

Freikreuz

Besonders zu erwähnen sind:

Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]

In jedem Jahr findet am 3. Oktober das Freikreuzfest statt. Es handelt sich dabei um ein Volksfest mit mittelalterlichen Markt und Historischem Laienspiel.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

In Kroppenstedt wurden geboren:

  • Ludolf von Kroppenstedt, von 1192 bis 1205 Erzbischof von Magdeburg
  • Johannes Scharff (1595–1660), lutherischer Theologe und Philosoph
  • Georg (Jürgen) Ackermann, (Mitte 17 Jhd.), Zeitzeuge der Einäscherung Magdeburgs und Richter und Bürgermeister v. Kroppenstedt
  • Georg Müller (1805–1898), Waisenhausleiter

Verkehr [Bearbeiten]

Kroppenstedt hatte einen Bahnhof an der stillgelegten Bahnstrecke Aschersleben–Nienhagen.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Kroppenstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2011 (PDF; 168 KiB) (Hilfe dazu)
  2. Rudolf Ammann: Chronik der Stadt Kroppenstedt; 1958; Druckerei "Freundschaft" Halberstadt
  3. http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/gw09/erg/gem/gw.15083355.ergtab.frametab.html