Krustpils

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Krustpils (dt.: Kreutzburg)
Wappen von Krustpils
Krustpils (Lettland)
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Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Lettgallen (lettisch: Latgale)
Verwaltungsbezirk: Jēkabpils novads
Koordinaten: 56° 31′ N, 25° 52′ O56.51111111111125.858611111111Koordinaten: 56° 30′ 40″ N, 25° 51′ 31″ O
Einwohner: 6.680 (18. Okt. 2010)
Fläche:
Bevölkerungsdichte:
Höhe:
Stadtrecht: seit 1920 bis 1962 (Eingemeindung)
Webseite: www.jekabpils.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:

Krustpils (deutsch: Kreutzburg) ist ein Stadtteil von Jēkabpils in Lettland, der am rechten (nördlichen) Ufer der Düna liegt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte 1237, als der Bischof von Riga hier eine Kreutzburg errichtete. Um die Burg entstand ein Ort, der 1585 vom polnischen Stephan Báthory an Nicolaus Korff verlehnt wurde. Das Adelsgeschlecht von Korff blieb bis 1920 Besitzer von Krustpils.

Der Ort gehörte von 1561 bis 1772 zu Polen-Litauen, während das gegenüberliegende Jēkabpils ein Teil des Herzogtums Kurland und Semgallen war. Der Unterschied zwischen dem Lettgallischen und dem Selischen Dialekt der Einwohner beiderseits der Düna besteht noch heute.

In der Zeit des russisch-türkischen Krieges (1877-1878) war hier ein Lager für türkische Kriegsgefangene, von denen sich viele dauerhaft hier niederließen. Ein türkischer Friedhof ist noch heute zu besichtigen. Wirtschaftlicher Aufschwung erfolgte durch die Eröffnung der Eisenbahnlinie Riga - Dünaburg 1861 sowie der Linie Ventspils - Ribinska 1904. 1920 erhielt Krustpils die Stadtrechte. 1932 wurde eine Zuckerfabrik eröffnet. 1935 hatte Krustpils 3658 Einwohner, von denen 53 % Letten waren. 1962 wurde Krustpils schließlich in die Stadt Jēkabpils eingemeindet.

Krustpils novads[Bearbeiten]

Im Zuge einer Verwaltungsreform schlossen sich sechs nördlich der Düna gelegene Gemeinden des ehemaligen Landkreises Jekabpils zu einem Verwaltungsbezirk zusammen (Krustpils novads). Das Verwaltungsgebäude befindet sich im Stadtteil Krustpils der „Republikstadt“ Jekabpils, die selbst nicht zum Bezirk gehört.

2010 waren 6680 Einwohner gemeldet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. #.
  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.