Książ Wielkopolski

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Książ Wielkopolski
Wappen von Książ Wielkopolski
Książ Wielkopolski (Polen)
Książ Wielkopolski
Książ Wielkopolski
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Śrem
Fläche: 1,96 km²
Geographische Lage: 52° 4′ N, 17° 14′ O52.06666666666717.233333333333Koordinaten: 52° 4′ 0″ N, 17° 14′ 0″ O
Einwohner: 2783
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 63-130
Telefonvorwahl: (+48) 61
Kfz-Kennzeichen: PSE
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 148,00 km²
Einwohner: 8583
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3026033
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Teofil Marciniak
Adresse: ul. Wichury 11 A
63-130 Książ Wielkopolski
Webpräsenz: pksiaz.wokiss.pl

Książ Wielkopolski (deutsch Xions, 1940–43 Tiefenbach, 1943–45 Schonz) ist eine Stadt mit 2.700 Einwohnern in Polen.

Sie liegt 14 km östlich von Śrem und gehört dem Powiat Śremski in der Woiwodschaft Großpolen an.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Ortes erfolgte 1193, als ihn Mieszko III. dem Benediktinerkloster in Breslau überließ. Im Jahre 1273 wurde Xions Sitz eines Kastellans.

Vermutlich 1407 wurde Xions zur Stadt erhoben. In den folgenden Jahrhunderten blieb Xions ein Ackerbürgerstädtchen und war Besitz von vier polnischen Adelsfamilien. Die Stadt erhielt das Privileg für vier Jahrmärkte. 1793 kam die Stadt zu Preußen. Seit 1818 gehörte die Stadt dem Kreis Schrimm an und kam 1920 mit ihm zu Polen.

Im April 1848 war Xions Schauplatz eines polnischen Aufstandes unter Florian Dąbrowski in Preußen, bei der Schlacht vom 29. April 1848 wurde die Stadt teilweise niedergebrannt. Im 19. Jahrhundert entstanden in Xions einige keramische Betriebe, und die Töpferei wurde zum Haupterwerb der Bürger.

Xions hatte zum Ende des 19. Jahrhunderts 962 Einwohner, der Ort besaß eine evangelische und eine katholische Kirche sowie eine Synagoge.

Nach der deutschen Besetzung erfolgten Zwangsaussiedlungen von jüdischen Bürgern und am 20. Oktober 1939 Hinrichtungen in der Stadt. Die lokalen deutschen Besatzungsbehörden gaben der Stadt den deutschen Namen Tiefenbach, bis der Name vom Innenministerium in Berlin 1943 in Schonz geändert wurde.

Seit 1945 gehört Książ, das zu der Zeit 1.699 Einwohner hatte, wieder zu Polen.

Namensformen[Bearbeiten]

Frühere Namensformen der Stadt lauten Kczin (1430), Kcynia (1441) und Kczynija (1480). Im 19. Jahrhundert war sie unter den Namen und Schreibweisen Kschonz, Xions, Xionds, Xiondz, Kschions, Xiądz, Xiąz und Ksiązek bekannt.[2]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Gmina[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde umfasst ein Gebiet von 148 km² mit 8.530 Einwohnern. Sie ist ländlich geprägt. Zu ihr gehören folgende Orte:

Name deutscher Name
(1815–1918)
deutscher Name (1939–45)
Brzóstownia Brzustownia Birkenfeld
Charłub Charlub Hauland Grenzhof
Chrząstowo Chrzonstowo
1906–18 Großlinde
Großlinde
Chwałkowo Kościelne Chwalkowo 1939–43 Neudorf
1943–45 Walkau
Dębniak Vorwerk Eichrode Eichrode
Feliksowo Vorwerk Felixowo Wilhelmsau
Gogolewko Gogolewo Hauland
1906–18 Louisenhorst
Luisenhorst
Gogolewo Gogolewo Luisenhorst
Jarosławki Jaroslawki Seeland
Kiełczyn Kielczyn Kielczyn
Kiełczynek Kielczyn Hauland Friedrichshauland
Konarskie p. Bninem Konarskie bei Bnin 1939–43 Kunrode
1943-45 Koners
Konarskie p. Książem Konarskie bei Xions Wiesenhof
Konarzyce Friedrichsburg Friedrichsburg
Kołacin Kolacin Altdorf
Książ Wielkopolski Xions 1939–43 Tiefenbach
1943–45 Schonz
Lążek Vorwerk Lonzek Lengheide
Ługi Lugi Sanddorf
Mchy Emchen Emchen
Międzybórz Miendzyburz Mittenwalde
Obreda Vorwerk Obreda Pappelau
Radoszkowo Radoszkowo Obertiefenbach
Radoszkowo Drugie Vorwerk Radoszkowo  ?
Sebastianowo Sebastianowo Teichtal
Sroczewo Sroczewo Hauland 1939–43 Schönwalde
1943–45 Schönwald
Świączyń, Świączyce Swionczyn Hauland Friedrichseck
Włościejewice Wlosciejewki Hauland Sandberg
Włościejewki Wlosciejewki Sandfelde
Zaborowo Zaborowo Hermannsdorf
Zakrzewice Zakrzewo Hauland Langenfelde
Zakrzewo Zakrzewo Untertiefenbach
Zawory Zawory
1906–18 Riegelhof
Riegelhof

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Książ Wielkopolski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 28. November 2014.
  2. Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen; Leipzig: Hermann Fries 1864, S. 350