Kuçova

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Kuçova
Kuçova (Albanien)
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40.80361111111119.91444444444450Koordinaten: 40° 48′ N, 19° 55′ O

Basisdaten
Staat: Albanien
Qark: Berat
Kreis: Kuçova
Höhe: 50 m ü. A.
Einwohner: 30.201 (2008)
Zeitzone: MEZ (UTC+1)
Postleitzahl: 5301-5304
Kfz-Kennzeichen: KV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2011)
Gemeindeart: Bashkia
Bürgermeister: Bardhyl Gjyzeli (PS)
Webpräsenz:

Kuçova (albanisch auch Kuçovë) ist eine Industriestadt in Mittelalbanien. Der Ort hat nach eigenen Angaben 30.201 Einwohnern (2008),[1] bei der Volkszählung 2011 wurden hingegen nur 12.602 Einwohner verzeichnet.[2] Kuçova ist Hauptort des nach ihr benannten Kreises. Der Ort liegt am Rande der Myzeqe-Ebene in Mittelalbanien rund 125 Kilometer südlich von Tirana.

Kuçova ist Zentrum der albanischen Erdöl-Industrie, das in der Region seit 1928[1] gefördert wird. Als einer der wichtigsten Industriestandorte im Land war Kuçova 1936 auch Schauplatz des ersten Arbeiterstreiks in Albanien.[1] Die Stadt entwickelte sich erst in den 1950ern mit sowjetischer Hilfe, weshalb sie damals den Namen Qyteti Stalin (Stalinstadt) erhielt. Das kleine Dorf Kuçova, das der geplanten Stadt an dieser Stelle vorausgegangen war, wurde 1689 erstmals erwähnt. Eine im 19. Dezember 1950 errichtete Stalin-Statue zierte lange das Stadtzentrum. Als Standort eines Militärflugplatzs war die Stadt für Ausländer gesperrt. Der Flughafen wird noch immer von der albanischen Luftwaffe genutzt. Die von kommunistischer Architektur geprägte Industriestadt war Sinnbild für den industriellen Fortschritt des Landes. Die Bevölkerungszahl stieg von 6.400 Einwohnern im Jahr 1938 auf 32.000 Personen im Jahr 1980.[1] 1990 wurde der Ort umbenannt und hat seither seinen Ruhm verloren: Kuçova ist nach dem Ende des Kommunismus in Albanien verarmt und heruntergekommen. Fabriken, Kraftwerke und viele Ölquellen stehen still.

Im Schatten des an Sehenswürdigkeiten reichen Berat vermag Kuçova aber nicht nur denjenigen Besuchern etwas zu bieten, die sich für (kommunistische) Stadtplanung interessieren. Immerhin ist die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Berat aus gut zu erreichen und besitzt mit der zwei Kilometer außerhalb im Ort Perondi gelegenen Nikolaos-Kirche (Shen Kolli) eine seltene frühe Basilika mit hölzernem Dachstuhl aus dem 10. Jahrhundert. Dieser älteste Kirchenbautyp in Albanien ist hier vollständig erhalten und bietet sich an zum Vergleich mit den späteren Kuppelbauten in Berat. Zu sehen ist auch der einzige an einer byzantinischen Kirche angebaute Glockenturm im Land. Er stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b c d Plani Strategjik për Zhvillimin Ekonomik 2008 - 2015. Abgerufen am 30. April 2010.
  2.  Instat (Hrsg.): Population and Housing Census in Albania 2011: Preliminary Results. Tirana Dezember 2011 (Online-Version (PDF; 6,0 MB)).