Kuchis

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Kuchis beim Durchwandern des Panjshir-Tals in Afghanistan.

Die Kuchis (ausgesprochen: Kutschi, persisch für Nomade, auch Kuchgâr genannt), ehemals Yuezhi, sind paschtunische Nomadenstämme, die im Nordosten und Süden Afghanistans und in Pakistan leben. In Afghanistan zählen sie heute zu den Ghilzai- und zu den Durrani-Paschtunen.

Die afghanische Regierung schätzt ihre Zahl offiziell auf sechs Millionen der 32 Millionen Einwohner Afghanistans. Die Kuchis bilden die größte nomadische Gruppe des Landes und machen ca. 20–30 % der paschtunischen Bevölkerung aus. Die Gruppe wird von den United Nations Assistance Mission in Afghanistan als eine der größten gefährdeten Gruppen des Landes bezeichnet. Der Paschtune Hashmat Ghani Ahmadzai ist ihr ethnischer Führer.

In die afghanische Verfassung wurden Bestimmungen aufgenommen (Artikel 14), die dazu beitragen sollen, die Situation der Kuchis zu verbessern. Dies schließt Bestimmungen zur Unterbringung, zur Bildung und zu ihrer politischen Vertretung ein.

In den letzten Jahren beanspruchten Kuchis wiederholt Land im Hazadschat und griffen die daraufhin flüchtende Bevölkerung der Hazara mehrfach an, wobei auch Panzerfäuste zum Einsatz kamen.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kuchis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Joachim Hoelzgen: Nomaden in Afghanistan: Kampf mit Panzerfäusten um das Gras, Spiegel Online, 19. April 2008