Kudymkar

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Stadt
Kudymkar
Кудымкар
Vorlage:Infobox Ort in Russland/Wartung/Flagge
Wappen
Wappen
Föderationskreis Wolga
Region Perm
Stadtkreis Kudymkar
Bürgermeister Alexander Klimowitsch
Erste Erwähnung 1579
Stadt seit 1938
Fläche 25 km²
Bevölkerung 28.967 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 1159 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 180 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 34260
Postleitzahl 619000, 619001
Kfz-Kennzeichen 59, 81, 159
OKATO 57 141
Website kudymkar.permonline.ru
Geographische Lage
Koordinaten 59° 1′ N, 54° 40′ O59.01666666666754.666666666667180Koordinaten: 59° 1′ 0″ N, 54° 40′ 0″ O
Kudymkar (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Kudymkar (Region Perm)
Red pog.svg
Lage in der Region Perm
Liste der Städte in Russland

Kudymkar (russisch Кудымкар) ist eine russische Stadt mit 28.967 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] in der Region Perm. Bis 1. Dezember 2005 war sie die Hauptstadt des Autonomen Kreises der Komi-Permjaken, der dann in die Region Perm eingegliedert wurde.

Kudymkar
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Kudymkar
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −11,8 −9,0 −1,1 7,5 16,0 21,1 23,5 20,0 13,3 4,1 −3,1 −8,5 Ø 6,1
Min. Temperatur (°C) −20,9 −18,7 −11,8 −2,6 3,6 9,0 12,0 9,3 4,7 −1,7 −9,3 −16,2 Ø −3,5
Niederschlag (mm) 30 22 21 29 43 53 79 66 56 48 36 34 Σ 517
Regentage (d) 10 7 6 7 8 9 10 10 11 11 11 10 Σ 110
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Quelle: Roshydromet

Geografie[Bearbeiten]

Kudymkar befindet sich an der Mündung des Flusses Kuwa in den Kama-Nebenfluss Inwa im südlichen Teil der Region Perm, etwa 200 km nordwestlich von deren Hauptstadt Perm gelegen. Die nächstgelegene Stadt ist Tschermos, etwa 90 km östlich von Kudymkar.

Geschichte[Bearbeiten]

Kudymkar wurde spätestens im 16. Jahrhundert gegründet, erste schriftliche Erwähnung der Ortschaft stammt aus dem Jahr 1579. Der Ortsname, ursprünglich Kudym-Kar, entstammt der Komi-Sprache, wobei Kar so viel wie „Stadt“ bedeutet, während es sich bei Kudym um einen Eigennamen handeln könnte. Bereits seit 1472 gehörte die Permer Gegend zum Großfürstentum Moskau, seit Ende des 16. Jahrhunderts siedelten sich dort Russen an. Bis ins 20. Jahrhundert hinein blieb Kudymkar allerdings ein eher unbedeutendes Dorf mit nicht mehr als 1000 Einwohnern.

Mit einer Gebietsreform im Jahr 1925 wurde innerhalb der Russischen SFSR der Autonome Kreis der Komi-Permjaken gebildet und Kudymkar zu dessen Zentrum erklärt. Dies begünstigte dort das Bevölkerungswachstum, so dass der Ort 1933 den Status einer Siedlung städtischen Typs und fünf Jahre später Stadtrechte erhielt. Auch entstanden in den 1930er-Jahren in Kudymkar die ersten Industriebetriebe.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 13.939
1959 21.801
1970 26.350
1979 28.375
1989 33.451
2002 31.914
2010 28.967

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Zur Industrielandschaft der heutigen Stadt gehören eine Gerätebaufabrik, eine Eisengießerei sowie Betriebe der Nahrungsmittel- und der Möbelindustrie. Über eine Landstraße ist die Stadt mit Perm verbunden, ein Eisenbahnanschluss ist jedoch nicht vorhanden.

Bildung und Kultur[Bearbeiten]

Die Stadt gilt als kulturelles Zentrum des Volkes der Komi-Permjaken, die knapp ein Drittel der Stadtbevölkerung ausmachen. Zur Erforschung deren Kultur, Geschichte und Sprache ist in Kudymkar seit 1988 die entsprechende Abteilung eines regionalen Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften ansässig. Weitere Bildungseinrichtungen der Stadt sind unter anderem zehn allgemeinbildende Schulen und vier Lyzeen. Einen Einblick in die Geschichte der Stadt und der Komi-Permjaken bietet das Heimatmuseum von Kudymkar.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kudymkar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien