Kugelbrunnen (Aachen)

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geöffneter Brunnen

Der Kugelbrunnen ist ein 1977 von Albert Sous geschaffener Brunnen in Aachen.

Der Würselener Metallbildhauer Sous verwendete Edelstahl aus Trommeln von Waschmaschinen. Die Plastik wurde im Oktober 1977 der Öffentlichkeit übergeben. Damals kostete er 290.000 DM.

Der Brunnen besteht aus einem sechs Meter hohen Eisenrohr und drei ineinanderliegenden Kugeln. Innerhalb von acht Minuten öffnen sich die aus zwei, vier und acht Segmenten bestehende Kugeln hydraulisch durch Wasser und entfalten sich zu einer Blüte. Oben aus der Kugel strömt Wasser und strömt in ein Becken, welches mit vielen kleinen Keramikkugeln spiralförmig ausgelegt ist. Die Kugeln stammen aus dem Forschungszentrum Jülich, wo sie zur mechanischen Erprobung des AVR-Hochtemperaturreaktor dienten. Sie kamen nie mit Radioaktivität in Berührung, hatten nur den erforderlichen Durchmesser und das richtige Gewicht[1]. Sous fand diese Kugeln zu zehntausenden in einer Erddeponie in der Umgebung des AVR-Betriebsgeländes und verwendete sie auch noch für andere seiner Werke, unter anderem in gegen die Jülicher Atomforschung gerichteten Stücken.[2] Die Kugeln sollen hier an das Spielkasino erinnern, welches ein Jahr vorher eröffnet wurde.

Zum Ensemble gehört der ebenfalls mit kleinen Kugeln bedeckte, kleinerer Brunnenteil, der als Trinkwasserspender dient.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kugelbrunnen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. keinerlei Radioaktivität im Kugelbrunnen in Aachener Nachrichten vom 5. April 2011
  2. http://www.aachener-zeitung.de/mobile/news/kultur/40-skulpturen-vom-ende-eines-traums-1.601374

50.7753676.091897Koordinaten: 50° 46′ 31″ N, 6° 5′ 31″ O