Kuivastu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kuivastu
Staat: Estland Estland
Kreis: Saaremaa lipp.svg Saare
Koordinaten: 58° 35′ N, 23° 23′ O58.58333333333323.383333333333Koordinaten: 58° 35′ N, 23° 23′ O
Zeitzone: EET (UTC+2)
Kuivastu (Estland)
Kuivastu
Kuivastu
Hafen von Kuivastu (Moonsund), Estland.

Kuivastu (auch: Kuiwast; deutsch: Moonsund) ist ein Hafenort an der Ostküste der zu Estland gehörenden Insel Muhu (deutsch: Moon) am Moon-Sund.

Von Kuivastu aus gibt es eine Fährverbindung zum Festland nach Virtsu (deutsch: Werder). Im Winter, wenn der Moon-Sund hier tief genug gefroren ist, kann man die Insel Moon über eine auf dem Eis markierte Trasse mit Landfahrzeugen erreichen.

Es werden verkehrspolitische Überlegungen angestellt, die Insel Moon bei Kuivastu durch den Bau einer Straßenbrücke mit dem Festland zu verbinden.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg diente Moonsund der russischen Flotte als Stützpunkt zur Sicherung der Verbindung zwischen dem Finnischen Meerbusen und der Rigaer Bucht. Von hier aus wurden 1914-1917 ständig Arbeiten zur Vertiefung der Fahrrinne im Moon-Sund durchgeführt. Im Zuge der Schlacht im Moon-Sund vom 17. Oktober 1917 besetzte die deutsche Marine Moonsund und die gesamten Moonsund-Inseln.

Als im Zuge des Estnischen Unabhängigkeitskrieges Anfang 1919 eine allgemeine Mobilisation zum Kampf gegen die Rote Armee durchgeführt wurde, kam es in Moonsund am 16. Februar 1919 zu einer Meuterei rekrutierter Esten. Dabei ermordeten die Meuterer einen Offizier, der die Mobilisierung durchführte, und zwei Beamte, darunter den Verwalter der Ländereien der Familie Buxthoeven auf Moon und Ösel Oskar Rahr (1876–1919). Die Meuterei wurde am 18. Februar 1919 von regierungstreuen Truppen niedergeschlagen.

Am 29. September 1944 landeten in Moonsund sowjetische Amphibienfahrzeuge und errichteten hier den ersten Brückenkopf zur Rückeroberung der Moonsund-Inseln von den Deutschen.

Weblinks[Bearbeiten]

Kurzfilm über den Fährhafen von Moonsund