Kuka (Ort)

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Kuka (Kukaua, Kukawa) ist ein ehemaliger Hauptort von Bornu im mittleren Sudan, unweit westlich des Tschadsees im heutigen Nigeria.

Kuka bestand aus zwei unterschiedlichen, etwa einen Kilometer voneinander entfernten Städten. In der westlichen Stadt (Fläche etwa 4 km²) wohnten die meisten Menschen und hier wurde auch der meiste Handel getrieben. Die östliche Stadt umfasste im Wesentlichen die Paläste des Scheich. Die Bevölkerung schätzte man auf etwa 50.000 bis 60.000, mit den Vorstädten auf 100.000 Einwohner. An den wöchentlich stattfindenden Markttagen vermehrte sie sich um mehr als 10.000, die meist am Sklavenhandel beteiligt waren.

1870 und 1872 unternahm der deutsche Afrikareisende Gustav Nachtigal zwei Reisen nach Kuka, die er in seinen Briefen an seine Familie in Deutschland beschreibt.

1894 wurde die Stadt von Rabeh, dem Beherrscher von Bornu, erobert und zerstört.

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