Kumari

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Sajani Shakya, Kumari von Bhaktapur

Die Kumari (Sanskrit, f., कुमारी, kumārī, wörtlich: „Mädchen“) gilt als eine Inkarnation der hinduistischen Göttin Durga. Obwohl es in mehreren Orten Nepals Kumaris gibt, lebt die landesweit populärste Kumari in einem Palast am Durbar-Platz in Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal. Im Säuglingsalter wird sie aus der buddhistischen Newar-Ethnie ausgewählt und bis zu ihrer ersten Menstruation als „Lebende Göttin“ angebetet. Einmal im Jahr, im Rahmen eines großen religiösen Festes, Dasain, sucht der König Nepals sie auf. Er lässt sich durch die Kumari segnen, indem er sich von ihr ein Tika, ein Segenszeichen, auf die Stirn tupfen lässt. Wie sich das göttliche Kind dabei dem König gegenüber verhält, wird von vielen Nepalis als Omen für die Geschicke des Landes und der Monarchie interpretiert.

Mittlerweile erhalten die amtierenden Kumaris bereits während ihrer Verehrung als Göttin eine Form von Schulbildung, die sich allerdings schwierig gestaltet, da der Kumari nicht widersprochen werden darf. Außerdem verfügen die ehemaligen Kumaris, nachdem sie ihren göttlichen Status verloren haben, inzwischen über eine Pension auf Staatskosten (monatlich ca. 30,- €) und werden weiterhin betreut, um ihnen den Einstieg in ein normales Leben zu erleichtern.

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