Kunduz (Provinz)
| Kunduz | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Afghanistan |
| Hauptstadt | Kunduz |
| Fläche | 8.039 km² |
| Einwohner | 950.813 (Berechnung 2012) |
| Dichte | 118,3 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | AF-KDZ |
| Politik | |
| Gouverneur | Mohammad Jegdalek |
Kunduz (auch: Kundus, Qhunduz; Dari und paschtunisch کندوز) ist eine Provinz im Nordosten von Afghanistan. Hauptstadt ist Kunduz. Die Provinz hat über 950.000 Einwohner.[1]
Die Provinz wurde hauptsächlich im späten 19. Jahrhundert unter Sher Khan Nashir bevölkert. Sher Khan gründete zu dieser Zeit auch die Spinzar Cotton Company, die Kunduz bis zur sowjetischen Invasion zur reichsten Provinz Afghanistans machen sollte. Um Kunduz werden heute Baumwolle, Reis, Mais, Weizen und Melonen angebaut. Darüber hinaus soll in der Provinz auch Schlafmohn angebaut werden, aus dem Opium gewonnen wird.
Die Infrastruktur der Region ist durch die Talibanherrschaft und den Afghanistankrieg stark beeinträchtigt. Straßenbau und Trinkwasserversorgung gehören zu den drängendsten Aufgaben. Die Stadt Kunduz wird mit Elektrizität aus Tadschikistan beliefert. In weiten Teilen der Provinz jedoch fehlt die Stromversorgung. Die Provinz Kunduz verfügt zudem über einen Flughafen.
Die Spinzar Cotton Company, die die wirtschaftliche Grundlage der Provinz war, hat ihren Betrieb wieder aufgenommen.
Am 8. Oktober 2010 kam bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Moschee in der Stadt Talukan in der Nachbarprovinz Tachar der Gouverneur der Provinz, Mohammad Omar, ums Leben.[2] Sein Nachfolger wurde Mohammad Jegdalek.[3]
[Bearbeiten] Distrikte
[Bearbeiten] Weblinks
- Kunduz Provincial Profile (PDF-Datei), 29. Oktober 2007, auf Website des Ministry of Rural Rehabilitation and Development
- AIMS Afghanistan Provincial Maps: Kunduz Province (PDF, 315 KB, 01 Dec 2003)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ World Gezatteer Bevölkerungsdaten 2012
- ↑ Gouverneur von Kunduz bei Anschlag getötet. In: ORF. 8. Oktober 2010, abgerufen am 8. Oktober 2010 (deutsch).
- ↑ Damir Fras: Offiziell im inoffiziellen Krieg. In: Frankfurter Rundschau. 10. Januar 2011, abgerufen am 10. Januar 2011 (deutsch).
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