Kunst des Mordes

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Unter Kunst des Mordes (englisch Art of Murder) versteht man die Ansicht, dass Morden eine Kunstform darstellen kann. Gedankliche Voraussetzung ist, dass Kunst als amoralisch angesehen wird und nur der Ästhetik verpflichtet ist.

Eine frühe Darstellung des Mordes als Kunst gibt der durch die Darstellung seiner Opium-Sucht (Tagebuch eines Opiumessers) bekannt gewordene englische Autor Thomas de Quincey in seinem Essay On Murder Considered as One of the Fine Arts (1827). Er schreibt zynisch und ironisch:

If once a man indulges in murder, very soon he comes to think little of robbing; and from robbing he comes next to drinking and sabbath-breaking, and from that to incivility and procrastination.

De Quinceys Thema ist nicht die Beobachtung, Verfolgung und Bestrafung von Mördern, sondern die Betrachtung des Mordes nach ästhetischen Kriterien, wie ein Werk der schönen Künste: Nachdem der Moral genüge getan worden sei, könne der Connaisseur innehalten, um den Grad an Brutalität oder Finesse in der Ausführung des Verbrechens zu bewerten, so wie bei jeder anderen menschlichen Äußerung.

Diese Idee hat zumindest einen realen Mord inspiriert, den von Leopold und Loeb begangenen Mord an Bobby Franks, darüber hinaus eine Reihe von Büchern und Filmen, wie Alfred Hitchcocks Film Cocktail für eine Leiche (Rope) und Meyer Levins Roman und Film Compulsion.

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