Kunsthalle Basel

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Kunsthalle Basel (Strassenseite)
Ausstellungsplakat 1898

Die Kunsthalle Basel, neben dem Stadttheater Basel und gegenüber dem Konzerthaus Stadtcasino gelegen, ist Bestandteil des kulturellen Zentrums Basels. Sie ist ein Ort von Ausstellungen, die lokale und internationale, avantgardistische und zeitgenössische Tendenzen vereinen und bietet Raum sowohl für das Ausstellen neuer künstlerischer Arbeiten und Methoden als auch für ein Rahmenprogramm, das sowohl Künstlergespräche und Performances, als auch Film- und Musikevents beinhaltet. Seit 2003 steht die Kunsthalle Basel unter der Leitung von Adam Szymczyk.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Errichtung der Kunsthalle Basel wurde durch den Zusammenschluss des 1839 gegründeten Basler Kunstvereins und der Basler Künstlergesellschaft im Jahr 1864 initiiert. Bei der Einweihung des Gebäudes im Frühjahr 1872 fasste der damalige Präsident des Basler Kunstvereins, Johann Jakob Im Hof, die Funktion der Kunsthalle programmatisch so zusammen: «Der bildenden Kunst eine Stätte zu bereiten, um in unserer Vaterstadt das Interesse dafür anzuregen, zu fördern, zu verbreiten, sowie freund-schaftliche Beziehungen unter Künstlern und Kunstfreunden zu pflegen.»

In den 1920er und 1930er Jahren, vor der Eröffnung des Kunstmuseums Basel, wurde in der Kunsthalle Basel die heimatlos gewordene öffentliche Kunstsammlung der Stadt Basel aufbewahrt und ausgestellt. Aufgrund der anhaltenden kritischen Finanzlage wurde das Gebäude in den 1950er Jahren zeitweise an Regierungsbehörden vermietet, bevor es nach der Renovierung 1969 zurück in den Besitz des Basler Kunstvereins gelangte.

Architektur[Bearbeiten]

Finanziert durch die Erträge zweier Fährdienste über den Rhein, wurde die Kunsthalle Basel zwischen 1869 und 1872 nach Plänen des Architekten Johann Jakob Stehlin-Burckhardts errichtet. Künstler wie Arnold Böcklin, Carl Brünner, Ernst Stückelberg und Charles Iguel waren an der künstlerischen Ausschmückung des Gebäudes beteiligt. Bereits seit ihrem Bau befindet sich im Erdgeschoss ein Vereinslokal, das heute als «Restaurant Kunsthalle» selbständig geführt wird.

Bis 1927 wurde das Gebäude mehrfach architektonisch erweitert, um zusätzlich eine Bildhauerwerkstatt sowie eine Skulpturenhalle (heute «Stadtkino Basel») einzurichten. Zwischen 1969 und 1973 wurde die Kunsthalle Basel erstmals umfassend renoviert. Die Bibliothek, deren Beständen auf das Gründungsjahr des Kunstvereins zurückreichen und die heute ihren Schwerpunkt im Bereich zeitgenössischer Kunstpublikationen hat, wurde 1992 im ehemaligen Hauswart-Quartier untergebracht.

2004 wurden weitere umfangreiche Erneuerungen durch die Architekten Miller & Maranta durchgeführt. Die Vorgabe hierfür war, den alten Glanz des Gebäudes zu erhalten und es gleichzeitig auf den neuesten Stand zu bringen, um den Anforderungen zeitgenössischer Ausstellungen gerecht zu werden. Die ursprüngliche Bedeutung und Funktion des Gebäudes - also das Zusammenspiel von Architektur und Kunst - sollte dabei bestmöglich erhalten bleiben. Im Zusammenhang mit der Renovierung wurde zudem das Schweizerische Architekturmuseum S AM im ersten Geschoss des Gebäudes integriert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kunsthalle Basel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.5538333333337.5908333333333Koordinaten: 47° 33′ 14″ N, 7° 35′ 27″ O; CH1903: 611457 / 267024