Kunsthalle Kiel
54.32861111111110.146111111111Koordinaten: 54° 19′ 43″ N, 10° 8′ 46″ O Die Kunsthalle Kiel ist ein Kunstmuseum in Kiel und mit 2.000 m² Ausstellungsfläche das größte Museum der Landeshauptstadt. Die Kunsthalle liegt nördlich der Innenstadt, hinter dem Schlossgarten nahe der Kieler Förde.
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Gebäude [Bearbeiten]
Das Grundstück wurde 1903 von Lotte Hegewisch der Universität Kiel zum Zweck der Errichtung einer Kunsthalle gestiftet. Das Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Georg Lohr von 1908 bis 1909 erbaut. Seine Fassade aus Muschelkalk zeigt sich dem Neobarock und dem Jugendstil verpflichtet.[1] Die Freitreppe vor dem Gebäude zieren zwei Wisent-Skulpturen von August Gaul.
In den 1950er Jahren wurde ein neues Treppenhaus hinzugefügt. 1986 erhielt das Museum einen Erweiterungsbau.[2] 2012 wurde die Neugestaltung des Eingangsbereiches fertiggestellt.[3]
Zusätzlich besitzt die Kunsthalle einen Vortragssaal, ein kleines Café und einen Skulpturengarten.
Sammlung [Bearbeiten]
Das Museum beherbergt die Sammlung des 1843[4] gegründeten Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins. Zu sehen sind Gemälde, Skulpturen, Objektkunst, Foto- und Videoarbeiten: Kunst des 19. Jahrhunderts (Romantische Malerei und Gemälde der russischen „Wandermaler“), Werke der klassischen Moderne (deutsche Impressionisten und Expressionisten wie Emil Nolde, Neue Sachlichkeit) und internationale Kunst seit 1945.
In dem Gebäude befindet sich auch die 1986 eingerichtete Antikensammlung Kiel mit einer umfangreichen Abgusssammlung und vielen Originalstücken. Sie ist an die Universität angeschlossen. Ein großer Teil der ursprünglichen Sammlung wurde im Zweiten Weltkrieg vernichtet.
Ausstellungen [Bearbeiten]
Zu den überregional stärker wahrgenommenen Ausstellungen gehörte u. a. Accessoiremaximalismus (2003), für die die Kunsthalle mit türkischen Flaggen verhängt wurde.
Bilder [Bearbeiten]
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Wisente von August Gaul auf der Freitreppe
Direktion [Bearbeiten]
- 1971–1990: Jens Christian Jensen
- 2002–2009: Dirk Luckow[5]
- Seit 2010: Anette Hüsch[6]
Literatur [Bearbeiten]
- Dirk Luckow (Hrsg.): Kunsthalle zu Kiel, Köln: DuMont 2007, ISBN 978-3-8321-9011-8
Weblinks [Bearbeiten]
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Commons: Kunsthalle Kiel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - http://www.kunsthalle-kiel.de/
- http://www.antikensammlung-kiel.de
- Literatur von und über Kunsthalle Kiel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Hartwig Beseler, Niels Gutschow: Kriegsschicksale deutscher Architektur. Band I: Nord. Wachholtz, Neumünster o.J., S. 9 f.
- ↑ Anbau an die Kunsthalle Kiel. In: archINFORM. Abgerufen am 5. September 2011
- ↑ Neuer Eingang für Kieler Kunsthalle NDR online, 1. Juni 2012, abgerufen am 1. Juni 2012
- ↑ Dirk Luckow, Peter Thurmann, Telse Wolf-Timm (Hrsg.): Kiel Modern 1857: Eine Ausstellung wird rekonstruiert. Kiel 2007, ISBN 978-3-937208-16-9, S. 23.
- ↑ Anke Drrzapf, Ralf Meyer: Basis-Demokratie im Museum. In: art, Nr. 10/2001, S. 12f.
- ↑ Kieler Kunsthalle unter neuer Leitung, in: Informationsdienst Wissenschaft vom 14. Juli 2010, abgerufen am 2. August 2010