Kunsthalle Nürnberg

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Kunsthalle Nürnberg

Kunsthalle Nürnberg ist ein Kunstmuseum im KunstKulturQuartier in Nürnberg für zeitgenössische Kunst.

Geschichte[Bearbeiten]

Sie wurde 1967 als Institution für internationale zeitgenössische Kunst gegründet. Anlass für die Gründung der Kunsthalle Nürnberg war die Schaffung eines Ausstellungsforums für die Präsentation und Vermittlung internationaler zeitgenössischer Kunst sowie der Aufbau einer städtischen Sammlung zur internationalen Gegenwartskunst. 1997 wurde die Sammlung als Dauerleihgabe an das Neue Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg übergeben. Als Wechselausstellungshaus präsentiert sie Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst und zur so genannten Zweiten Moderne der sechziger Jahre. Die Kunsthalle wird ideel und finanziell unterstützt vom Förderverein Contemporaries e. V.

Das Gebäude selbst hat eine lange Tradition als Kunstmuseum. Es geht auf die Initiative des ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg, Georg von Schuh, zurück. Ihm gelang es die privaten Stifter, Oskar von Petri und dessen Ehegattin, Elisabeth von Petri, für das Projekt zu gewinnen. Elisabeth von Petri gilt als die Urheberin des Stiftungsgedankens für die Ausstellungshalle. Der Oberingenieur Otto Seegy entwarf die Pläne. Der Bau wurde 1912 als Kunstausstellungshalle am Marientor im ehemaligen Zwingerbereich der Stadtmauer errichtet und sollte ursprünglich (Zitatanfang): "den hiesigen Künstlern die Möglichkeit geben, ihre Erzeugnisse, auch wenn sie nicht für hier bestimmt sind, jederzeit der Öffentlichkeit vorzuführen.."(Zitatende). Die Worte stammen aus der Ansprache des Oberbürgermeisters Georg von Schuh zur festlichen Einweihung der Ausstellungshalle am 12. Oktober 1913. Die Ausstellungshalle war von den damaligen Stadtvätern und dem Stifterehepaar als Ergänzung und Erweiterung der Ausstellungsflächen des benachbarten Künstlerhaus Nürnberg beabsichtigt. Im Rahmen der Feierlichkeiten eröffnete man die erste Ausstellung mit Werken von Künstlern der Nürnberger Kunstgenossenschaft.

In den dreißiger Jahren wurde das Gebäude in Fränkische Galerie umbenannt und für Wechselausstellungen von fränkischer Kunst genutzt.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1949 - Kunst mit neuen Augen (u.a. Barlach, Beckmann, Fietz, Heckel, Hofer, Kohler, Marcks und Nolde)
  • 1975: Jürgen Claus - Das Meer. Celebration of the Ocean
  • 1984: Leiko Ikemura, Leiko Ikemura. Stadtzeichnerin von Nuernberg 1983
  • 2008/2009: Cao Fei [1]
  • 2009: Anne-Mie van Kerckhoven: Nothing More Natural [2]
  • 2009/2010: Juergen Teller: Logisch!
  • 2010: Karla Black:Ten Sculptures
  • 2012: 30 Künstler/30 Räume, Gruppenausstellung [3]
  • 2012/13: goldrausch. gegenwartskunst aus, mit oder über gold (in Kooperation mit der Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen)
  • 2014/15: Tatiana Trouvé: I tempi doppi (in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn und dem Museion Bozen)

Direktion[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

49.44979166666711.08275Koordinaten: 49° 26′ 59,3″ N, 11° 4′ 57,9″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Archiv der Kunsthalle, abgerufen am 19. November 2014
  2. Archiv der Kunsthalle, abgerufen am 19. November 2014
  3. Archiv der Kunsthalle, abgerufen am 19. November 2014