Kunsthalle Rostock

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Eingang zur Kunsthalle Rostock
Kunsthalle Rostock
Westgalerie
Erdgeschoss der Kunsthalle
„White Cube“

Die Kunsthalle Rostock war der erste und einzige Neubau eines Kunstmuseums in der DDR und ist das größte Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt im Parkgelände des Schwanenteichs im Rostocker Stadtteil Reutershagen.

In regelmäßigen Abständen werden Werke bedeutender Künstler aus dem In- und Ausland vorgestellt. Auch Künstler der Region haben in der Kunsthalle Rostock ein Forum.

Geschichte[Bearbeiten]

Entworfen von Hans Fleischhauer und Martin Halwas wurde das zweigeschossige, am Obergeschoss mit weißem Kunststein verkleidete Museumsgebäude am 15. Mai 1969 eröffnet.

Gründungsdirektor Dr. Horst Zimmermann initiierte die Ostseebiennale, anläßlich der auch Werke westdeutscher, skandinavischer und baltischer Künstler gezeigt wurden.

Das Museum verfügt über eine Kunstsammlung von etwa 520 Gemälden, 6000 grafischen Blättern und 200 Skulpturen. Schwerpunktmäßig sind regionale Künstler wie Otto Niemeyer-Holstein und Oskar Manigk vertreten, auch befinden sich Arbeiten von Erich Gerlach, Arno Rink, Wolfgang Mattheuer, Max Uhlig und Walter Libuda in der Sammlung. Diese soll auch als Teil einer künstlerischen Traditionslinie, die in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts zurückreicht, verstanden werden: einige wertvolle Zeichnungen des Dresdner Spätexpressionismus, sowie der Neuen Sachlichkeit sind im Bestand.

1992/93 strich die Rostocker Bürgerschaft den Ausstellungsetat, dann auch die Direktorenstelle und forderte wiederholt die Schließung des Hauses.[1]

Seit dem 1. März 2009 wird die Kunsthalle durch den eingetragenen Verein pro Kunsthalle betrieben; Vorsitzender ist der Zahnarzt Jörg-Uwe Neumann. Ein roter Kubus mit beleuchteter Schrift des Architekten Maik Buttler wurde vor der Kunsthalle eingeweiht.[2]

2010 erfolgte eine umfangreiche Sanierung des Museums mit Überdachung des Innenhof, in dem nun Bildhauerarbeiten u. a. von Werner Stötzer, Sabina Grzimek, Wieland Förster und Jo Jastram präsentiert werden. Zwischenzeitlich wurde es unter Denkmalschutz gestellt.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Haucap/Harald Schiller (Hrsg.): Museen zwischen Weimar und Stralsund. Ein Streifzug durch die Museumslandschaft der neuen Bundesländer, Hamburg 1990, Igen-Verlag, ISBN 3928196073. (Enthält einen Artikel von Dr. Luise Hartmann, der ehemaligen Direktorin der Kunsthalle Rostock über die Geschichte des Hauses in der DDR.)
  • Hansestadt Rostock; Freunde der Kunsthalle Rostock e.V. (Hrsg.): Kunsthalle Rostock 1969-2009. Rostock 2009. Ingo Koch Verlag. ISBN 3938686979
  • Kunsthalle Rostock (Hrsg.): Portfolio Berlin 01. Rostock 2011. DISTANZ Verlag. ISBN 3942405253

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dkp-online.de/uz/4225/s1301.htm Machen wir aus der Kunsthalle Rostock ein Autohaus!
  2. Meldung auf www.kulturportal-mv.de

54.09861111111112.087777777778Koordinaten: 54° 5′ 55″ N, 12° 5′ 16″ O