Kunsthalle Tübingen

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Kunsthalle Tübingen

Die Kunsthalle Tübingen wurde 1971 gegründet. Bis Ende 2005 wurde sie von Götz Adriani geleitet, von 2006 bis März 2009 war Martin Hellmold der Leiter der Kunsthalle. Derzeit ist Daniel J. Schreiber als geschäftsführender Kurator für das Ausstellungsprogramm verantwortlich.

Gründung[Bearbeiten]

Die private Initiative der Schwestern Paula Zundel und Margarete Fischer-Bosch, Töchter von Robert Bosch, ermöglichte der Stadt Tübingen zu Beginn der 1970er Jahre, mit dem Bau einer Kunsthalle zu beginnen. Sie sollte ein Ausstellungshaus im Gedenken an Paulas Ehemann, den Maler Georg Friedrich Zundel, werden. In einem Neubauviertel am nördlichen Rand der Kernstadt entstand schließlich die Kunsthalle. Sie ist ein eingeschossiges Gebäude mit Oberlicht, was sehr gute Lichtverhältnisse ermöglicht.

Geschichte[Bearbeiten]

Unter der Leitung von Adriani wurde schon in den Anfangsjahren der internationale Ruf der Kunsthalle begründet. Ein Merkmal für Adrianis Kunstverständnis war (und ist) der programmatische Wechsel zwischen zeitgenössischer Kunst und Kunst der Moderne. Dieser spannungsreiche Wechsel ist das Erfolgsgeheimnis der Tübinger Kunsthalle. Adriani förderte einerseits viele junge Künstler, die wenig später Weltruf erlangten, z. B. George Segal, 1972; Richard Hamilton, 1974; Claes Oldenburg, 1975. Großen internationalen Erfolg feierte (und feiert) die Kunsthalle andererseits immer wieder mit den monographischen Ausstellungen weltberühmter Maler, die die Moderne begründeten. Es waren beispielsweise Ausstellungen zu Paul Cézanne, 1978, 1982, 1993; Edgar Degas, 1984, 1995; Pablo Picasso, 1986, 2001.

Die Stiftung[Bearbeiten]

Im Jahre 2003 wurde die Kunsthalle von einer Institution innerhalb der Stadtverwaltung Tübingens in eine selbständige Einrichtung mit gemeinnützigem Charakter umgewandelt. Die neu gegründete Stiftung bürgerlichen Rechts ermöglicht das wirtschaftliche Fortbestehen der Kunsthalle, da das Stiftungsvermögen aus privaten Spenden und einer hohen finanziellen Förderung der Familie Zundel besteht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Müller, Walter Springer (Hrsg.): Parnass am Philosophenweg, 25 Jahre Kunsthalle Tübingen und Götz Adriani. Tübingen 1996, ISBN 3-928011-23-5.
  • Stiftung Kunsthalle Tübingen (Hrsg.): Cézanne Picasso Polke & Co., 40 Jahre Kunsthalle Tübingen und Götz Adriani. Katalogpublikation Kunsthalle Tübingen, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9418-5.

Weblinks[Bearbeiten]

48.5419444444449.0477777777778Koordinaten: 48° 32′ 31″ N, 9° 2′ 52″ O