Kunsthistorisches Institut in Florenz

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Kunsthistorisches Institut in Florenz - Max-Planck-Institut
Kunsthistorisches Institut in Florenz - Max-Planck-Institut
Kunsthistorisches Institut in Florenz - Max Planck-Institut
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Max-Planck-Gesellschaft (München)
Standort der Einrichtung: Florenz (Italien)
Art der Forschung: Kunst- und Architekturgeschichte Italiens in ihren europäischen, mediterranen und globalen Bezügen
Fächer: Kulturwissenschaften
Fachgebiete: Kunstgeschichte
Leitung: Alessandro Nova (Direktor)
Gerhard Wolf (Geschäftsführender Direktor)
Homepage: http://www.khi.fi.it

Das Kunsthistorische Institut in Florenz - Max-Planck-Institut (KHI) ist eine der ältesten Einrichtungen zur Erforschung der Kunst- und Architekturgeschichte Italiens, die hier in ihren europäischen, mediterranen und globalen Bezügen untersucht wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Um den autonomen Anspruch auf ein eigenes Forschungsinstitut der jungen Disziplin der Kunstgeschichte zu unterstreichen, verlegte der Professor für Kunstgeschichte an der Universität Breslau August Schmarsow 1888[1] ein Wintersemester nach Florenz, forschte und hielt Vorlesungen ab. Er begründete dort mit seinen Studenten, darunter unter anderen Max Jakob Friedländer, Max Semrau und Aby Warburg ein „Vorläuferinstitut”. Ein Reichsinstitut unter Trägerschaft Preußens wurde nicht angestrebt, da man einen Anschluss an das Archäologische Institut in Rom befürchtete, das eine Disziplin vertrat, von der man sich emanzipieren wollte. Das Kunsthistorisches Institut in Florenz wurde 1897 nach finanzieller Querelen in privater Initiative durch eine Gruppe unabhängiger Gelehrter gegründet. Zunächst wurde von Florenz aus ganz Italien betreut, nach Gründung der Bibliotheca Hertziana 1913 in Rom konzentrierte sich die Arbeit vornehmlich auf Nord- und Mittelitalien. Das Kunsthistorische Institut in Florenz gehört seit 2002 zur Max-Planck-Gesellschaft.

Direktoren des Kunsthistorischen Instituts in Florenz[Bearbeiten]

Tätigkeit[Bearbeiten]

An dem heute von zwei Direktoren geleiteten Institut sind etwa 60 Wissenschaftler tätig, wobei ein Schwerpunkt bei der Förderung des internationalen wissenschaftlichen Nachwuchses liegt. Neben den zahlreichen Einzelforschungen, Drittmittelprojekten und einer Vielzahl von internationalen Kooperationen mit Universitäten, Museen und Forschungseinrichtungen werden am KHI größere lang- und mittelfristig angelegte Projekte durchgeführt, die thematisch von der Spätantike bis zur Moderne reichen. Forscher aus aller Welt können die institutseigenen Ressourcen nutzen. Hierzu gehört vor allem die Bibliothek mit über 310.000 zum Teil sehr seltenen Bänden, 1.000 laufend gehaltenen Zeitschriften und einer der weltweit umfangreichsten Phototheken zur italienischen Kunstgeschichte. Mit seinem dichten Programm an öffentlichen wissenschaftlichen Veranstaltungen und bis zu 100 Besuchern täglich versteht sich das KHI als Forum eines lebendigen, internationalen und interdisziplinär offenen wissenschaftlichen Austauschs.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • 1977-1981: Der Bauhistoriker und spätere Professor Harmen Thies assistierte hier.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.khi.fi.it/institut/geschichte/index.html Geschichte des Instituts
  2. Elisabeth Hoffmann (Verantw.): Ehemalige Professoren / Prof. a.D. Dr. Harmen H. Thies auf der Seite arch.tu-braunschweig.de der Technischen Universität Braunschweig, zuletzt abgerufen am 27. Januar 2014

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans W. Hubert: Das Kunsthistorische Institut in Florenz. Von der Gründung bis zum hundertjährigen Jubiläum (1897-1997). Florenz 1997.
  • Das Kunsthistorische Institut in Florenz: 1888, 1897, 1925. Wilhelm Bode zum 80. Geburtstage am 10. Dez. 1925. Leipzig 1925.
  • Daniel Schöningh: Der erste kunsthistorische Ferienkurs in Italien für Lehrer höherer Unterrichtsanstalten. Posen 1909. Über die Gründung eines Kunsthistorischen Instituts in Florenz. Denkschrift des Vorstandes. 1899

Weblinks[Bearbeiten]