Kunsthistorisches Museum

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OsterreichÖsterreich  Kunsthistorisches Museum
Bundesmuseump1
Logo KHM
Staatl. Ebene Bundesebene
Aufsicht Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur[1]
Gründung 17. Oktober 1891
Hauptsitz Burgring, Wien 1, Österreich
Leitung Sabine Haag
Website www.khm.at
Hauptgebäude des Kunsthistorischen Museums am Maria-Theresien-Platz

Das Kunsthistorische Museum (abgekürzt KHM) ist ein Kunstmuseum in Wien. Es zählt zu den größten und bedeutendsten Museen der Welt. Es wurde 1891 eröffnet und 2012 von 1.351.940 Menschen besucht.[2]

Das Museum[Bearbeiten]

Das Kunsthistorische Museum gehört mit seinem Schwestergebäude, dem Naturhistorischen Museum gegenüber, zu den bedeutendsten historistischen Großgebäuden der Ringstraßenzeit. Zusammen umstehen sie den Maria-Theresien-Platz, auf dem auch das Maria-Theresien-Denkmal steht. Dieser Platz überspannt die ehemalige Glacis zwischen heutiger Ringstraße und 2er-Linie, und bildet ein Ensembledenkmal, das auch zum Weltkulturerbe Historisches Zentrum von Wien gehört.

Geschichte[Bearbeiten]

Erzherzog Leopold Wilhelm in seiner Galerie
früheres Logo des Museums

Entstanden ist das Museum aus den Sammlungen der Habsburger, vor allem aus der Porträt- und Harnischsammlung Ferdinands von Tirol, der Sammlung Kaiser Rudolfs II. (deren größter Teil jedoch verstreut ist) und der Gemäldesammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm. Bereits 1833 forderte Joseph von Arneth, Kustos (und später Direktor) des kaiserlichen Münz- und Antikenkabinetts, die Zusammenführung aller kaiserlichen Sammlungen in ein einziges Gebäude.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Den Auftrag zum Bau des Museums hatte Kaiser Franz Joseph I. im Zuge der Stadterweiterung im Jahr 1858 gegeben. In der Folge wurden zahlreiche Entwürfe für die Ringstraßenzone eingereicht. Pläne von August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll sahen vor, zwei Museumsgebäude im unmittelbaren Anschluss an die Hofburg links und rechts des Heldenplatzes zu errichten. Der Architekt Ludwig Förster plante Museumsbauten zwischen dem Schwarzenbergplatz und dem Stadtpark, Martin Ritter von Kink bevorzugte Bauten an der Ecke Währinger Straße / Schottenring, Peter Joseph Lenné die Gegend Bellariastraße, Moritz von Loehr die Südseite des Opernrings, und Ludwig Zettl die die Südostseite des Getreidemarkts.

Ab 1867 wurde ein Wettbewerb für die Museen ausgeschrieben, und dabei deren heutige Platzierung festgelegt – auf Wunsch des Kaisers sollten die Museen nicht zu nahe an der Hofburg, sondern jenseits der Ringstraße entstehen. Der Architekt Carl von Hasenauer beteiligte sich an diesem Wettbewerb und konnte dabei den damals in Zürich tätigen Gottfried Semper zur Zusammenarbeit bewegen. Die beiden Museumsbauten sollten dabei im Stilempfinden der italienischen Renaissance errichtet werden. Die Pläne fanden das Wohlwollen des Kaiserhauses. Im April 1869 kam es zu einer Audienz Sempers bei Kaiser Franz Joseph und dabei zu einer mündlichen Auftragsvergabe, im Juli 1870 erging der schriftliche Auftrag an Semper und Hasenauer.

Ausschlaggebend für den Erfolg von Semper und Hasenauer gegenüber den Projekten anderer Architekten war u.a. Sempers Vision eines großen Baukomplexes namens „Kaiserforum“, in dem die Museen ein Teil gewesen wären. Nicht zuletzt durch den Tod Sempers 1879 kam das Kaiserforum nicht in der geplanten Form zur Ausführung, die beiden Museen wurden jedoch errichtet.

Der Baubeginn der beiden Museen fand ohne Feierlichkeiten am 27. November 1871 statt. Semper übersiedelte in der Folge nach Wien. Von Anfang an bestanden erhebliche persönliche Differenzen zwischen ihm und Hasenauer, der schließlich ab 1877 die alleinige Bauleitung übernahm. 1874 wurden die Gerüste bis zum Dachgeschoß aufgestellt und das Hochparterre vollendet, 1878 die ersten Fenster eingebaut, 1879 die Attika und die Balustrade fertiggestellt und 1880–1881 die Kuppel und die Tabernakel gebaut. Die Kuppel wird bekrönt mit einer Bronzestatue der Pallas Athene von Johannes Benk.

Das Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums ist mit Werken von Gustav Klimt, Ernst Klimt, Franz Matsch, Hans Makart sowie Mihály Munkácsy ausgestattet.

Das Beleuchtungs- und Klimatisierungskonzept mit einer doppelten Verglasung der Decken machte den Verzicht auf Kunstlicht (damals vor allem als Gasbeleuchtung) möglich, führte aber aufgrund dieser Tageslichtabhängigkeit zu saisonal unterschiedlichen Öffnungszeiten.

Kaiserzeit[Bearbeiten]

Das Kunsthistorische Museum wurde am 17. Oktober 1891 durch Kaiser Franz Joseph I. offiziell eröffnet. Seit 22. Oktober 1891 ist das Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Bereits zwei Jahre zuvor, am 3. November 1889, hatte die Waffensammlung, heute Hofjagd- und Rüstkammer, ihre Türen geöffnet. Am 1. Jänner 1890 nahm die Bibliothek ihren Dienstbetrieb auf. Die Zusammenführung und Aufstellung der anderen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses aus dem Unteren und Oberen Belvedere, der Hofburg und Schloss Ambras in Tirol dauert noch weitere zwei Jahre.

1891 war das Hofmuseum in sieben Sammlungen mit drei Direktionen organisiert:

  • Direktion der Münzen-, Medaillen und Antiken-Sammlung
    • Die ägyptische Sammlung
    • Die Antiken-Sammlung
    • Die Münzen- und Medaillen-Sammlung
  • Direktion der Sammlung von Waffen und kunstindustriellen Gegenständen
    • Waffensammlung
    • Sammlung kunstindustrieller Gegenstände
  • Direktion der Gemäldegalerie und Restaurieranstalt
    • Sammlung von Aquarellen, Handzeichnungen, Skizzen etc.
    • Restaurier-Anstalt
  • Bibliothek

Sehr bald schon war der Raum, den das Hofmuseum für die kaiserlichen Sammlungen bot, zu eng geworden. Um Aushilfe zu schaffen, wurde eine Ausstellung der antiken Fundstücke aus Ephesos im Theseus-Tempel konzipiert. Zusätzlich jedoch mussten Räume im Unteren Belvedere angemietet werden.

1914, nach der Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand, ging dessen „Estensische Sammlung“ in die Verwaltung des Hofmuseums über. Diese Sammlung, hervorgegangen aus der Kunstsammlung des Hauses d´Este und der Weltreisesammlung Franz Ferdinands, war seit 1908 in der Neuen Hofburg aufgestellt. Aus diesen Beständen ging die heutige Sammlung alter Musikinstrumente sowie das Völkerkundemuseum hervor.

Der Erste Weltkrieg ging, abgesehen von der drückenden wirtschaftlichen Lage, ohne Verlust vorüber. Das Hofmuseum blieb während der fünf Kriegsjahre dem Publikum regelmäßig zugänglich.

Bis 1919 unterstand das k.k. kunsthistorische Hofmuseum dem Oberstkämmereramt und gehörte zum Familien-Fideikommiss des Hauses Habsburg-Lothringen. Die Beamten und Angestellten waren Teil des kaiserlichen Hofstaates.

Erste Republik[Bearbeiten]

Der Übergang von der Monarchie zur Republik vollzog sich im Museum in völliger Ruhe. Am 19. November 1918 wurden die beiden Hofmuseen am Maria-Theresien Platz unter den staatlichen Schutz der jungen Republik Deutschösterreich gestellt. Für die Bestände des Museum bedrohlich wurden die in den folgenden Wochen und Monaten von den „Nachfolgestaaten“ der Monarchie sowie Italien und Belgien erhobenen Ansprüche auf österreichischen Kunstbesitz. Tatsächlich kam es am 12. Februar 1919 zur gewaltsamen Entnahme von 62 Gemälden durch bewaffnete, italienische Einheiten. Dieser „Kunstraub“ hinterließ lange Zeit ein Trauma unter den Kuratoren und Kunsthistorikern.

Erst der Friedensvertrag von Saint-Germain vom 10. September 1919 sah in Artikel 195 und 196 die Regelung der Ansprüche auf kulturellem Gebiet im Verhandlungswege vor. Die Ansprüche Belgiens, der Tschechoslowakei sowie neuerlich Italiens konnten auf diese Weise großteils abgewendet werden. Einzig Ungarn, das mit Abstand die größten Forderungen stellte, wurde nach mehr als zehn Jahren der Verhandlung in 147 Fällen entsprochen.

Am 3. April 1919 erfolgte die Enteignung des Hauses Habsburg-Lothringen per Gesetz und die Übernahme seines Eigentums, so auch der „Sammlungen des Erzhauses“, durch die Republik. Mit 18. Juni 1920 ging die bis dahin provisorische Verwaltung der ehemaligen Hofmuseen sowie der Estensischen Sammlungen und der Weltlichen und Geistlichen Schatzkammer an das Staatsamt für Inneres und Unterricht, seit 10. November 1920 das Bundesministerium für Inneres und Unterricht, über. Wenige Tage später erfolgte die Umbenennung des Kunsthistorischen Hofmuseums in „Kunsthistorisches Staatsmuseum Wien“, 1921 in „Kunsthistorisches Museum“. Mit 1. Jänner 1921 gingen die Angestellten des Museums in den Personalstand der Republik über.

Durch die Übernahme der ehemals kaiserlichen Sammlungen in Staatsbesitz sah sich das Museum in einer völlig neuen Situation. Um den veränderten Gegebenheiten im Musealbereich gerecht zu werden, entwarf Hans Tietze bereits 1919 das "Wiener Museumsprogramm". Es sah eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Museen vor, um an den verschiedenen Häusern Sammlungsschwerpunkte zu setzen. So beherrschten Tausch, Verkauf und Ausgleich die Erwerbungspolitik in der Zwischenkriegszeit. Daraus ergaben sich bis heute gültige Sammlungstendenzen. Ebenfalls richtungsweisend war die Übersiedlung der Waffensammlung ab 1934 in ihre heutigen Räumlichkeiten in der Neuen Burg, wo bereits seit 1916 die Sammlung alter Musikinstrumente aufgestellt war.

Mit dem Wechsel der kaiserlichen Sammlungen in das Eigentum der Republik ging auch die Neuordnung der inneren Organisation einher. So gliederte sich das Museum ab 1919 in die

  • Ägyptisch-Orientalische Sammlung (mit den orientalischen Münzen)
  • Antikensammlung
  • Sammlung antiker Münzen
  • Sammlung von Medaillen und modernen Münzen
  • Waffensammlung
  • Sammlung für Plastik und Kunstgewerbe mit der Sammlung alter Musikinstrumente
  • Gemäldegalerie

Das Museum 1938–1945[Bearbeiten]

Graf Philipp Ludwig Wenzel Sinzendorf nach Rigaud. 1948 von Baronesse Clarisse de Rothschildt zum Gedächtnis an Baron Alphonse de Rothschildt „gewidmet“; 1999 an die Familie Rothschild restituiert; 1999 Schenkung von Bettina Looram Rothschild, der letzten österreichischen Erbin.

Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurden sämtliche jüdische Kunstsammlungen wie die der Rothschilds zwangsweise „arisiert“. Sammlungen wurden entweder „geschenkt“ oder einfach von der Gestapo an die Museen verteilt. Dadurch ergab sich ein beträchtlicher Zuwachs an Beständen. Das KHM war aber nicht das einzige Museum, das von der Arisierung profitierte. Geraubter jüdischer Besitz wurde systematisch an Museen, Sammlungen oder in Pfandhäusern im gesamten Reich verkauft.[3]

Nach Ende des Krieges tat sich das Museum schwer, die „arisierten“ Kunstwerke den Besitzern beziehungsweise deren Erben rückzuerstatten. Die Rothschild-Familie zwangen sie, den wichtigsten Teil ihrer eigenen Sammlung dem Museum zu überlassen und nannten diese „Widmungen“ oder „Schenkungen“. Als Grund wurde das Ausfuhrgesetz genannt, das Besitzern nicht erlaubt, gewisse Kunstgegenstände außer Landes zu führen. Ähnliche Methoden wurden bei anderen ehemaligen Besitzern verwendet. Erst auf Grund von internationalem diplomatischen und medialen Druck, zu einem großen Teil aus den Vereinigten Staaten, entschloss sich die österreichische Bundesregierung, eine Gesetzesänderung vorzunehmen (Kunstrestitutionsgesetz von 1998, die so genannte Lex Rothschild). Die Kunstgegenstände wurden der Familie Rothschild erst in den 1990er Jahren rückerstattet.[4]

Das Kunsthistorische Museum betreibt auf Grundlage des Bundesgesetzes über die Rückgabe von Kunstgegenständen vom 4. Dezember 1998 (BGBl. I, 181/1998) umfangreich Provenienzforschung. Bereits vor diesem Erlass wurde auf Initiative des damaligen Archivdirektors Herbert Haupt hausintern Provenienzforschung durchgeführt. Dazu wurde 1998 von ihm unter Mitarbeit von Lydia Gröbl eine umfassende Sachverhaltsdarstellung über Die Veränderungen im Inventarbestand des Kunsthistorischen Museums während der Nazizeit und in den Jahren bis zum Staatsvertrag 1955 vorgelegt, eine wichtige Grundlage für die weitere Provenienzforschung.

Die beiden Historikerinnen Susanne Hehenberger und Monika Löscher sind seit dem 1. April 2009 als Provenienzforscherinnen im Kunsthistorischen Museum im Auftrag der Kommission für Provenienzforschung tätig und bearbeiten den Untersuchungszeitraum von 1933 bis in die jüngere Vergangenheit.

Das Museum heute[Bearbeiten]

Heute ist das Museum als Bundesmuseum mit 1. Januar 1999 in die Vollrechtsfähigkeit entlassen – es war damit das erste der staatlichen Museen Österreichs, das die weitgehende Eigenfinanzierung umsetzte. Mit 1,3 Millionen Besuchern (2007) ist es das weitaus meistbesuchte Museum Österreichs.

Das Kunsthistorische Museum ist unter dem Namen Kunsthistorisches Museum mit Museum für Völkerkunde und österreichischem Theatermuseum mit der Firmenbuchnummer 182081t seit 11. Juni 1999 als Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts des Bundes aufgrund des Bundesmuseen-Gesetz, BGBl. I/115/1998 und der Museumsordnung des Kunsthistorischen Museums mit Museum für Völkerkunde und Österreichischem Theatermuseum vom 3. Jänner 2001, BGBl II 2/2001, in Kraft seit 1. Jänner 2001, eingetragen.

Geschäftsführer mit kollektiver Zeichnungsberechtigung sind der kaufmännische Geschäftsführer Paul Frey und die wissenschaftliche Geschäftsführerin und Generaldirektorin Sabine Haag.

Prokuristen mit kollektiver Zeichnungsberechtigung sind Franz Pichorner, Christian Hölzl, André Alvarado-Dupuy und Verena Maria Hofer.

Im Aufsichtsrat sind Peter Püspök (Vorsitzender), Theodor Öhlinger (stellv. Vorsitzender), Brigitte Borchhardt-Birbaumer, Roswitha Denk, Rudolf Ertl, Josef Kirchberger, Bernhard Mazegger, Johann Pauxberger und Wolfgang Polzhuber.

Im Geschäftsjahr 2008 betrug der Umsatz 37,185 Mio. EUR und die Bilanzsumme 22,204 Mio. EUR. Durchschnittlich wurden 2008 410 Arbeitnehmer beschäftigt.

Leitung[Bearbeiten]

  • 1919–1923: Gustav Glück als Erster Vorsitzender des Kollegiums der wissenschaftlichen Beamten
  • 1924–1933: Hermann Julius Hermann 1924–1925 als Erster Vorsitzender des Kollegiums der wissenschaftlichen Beamten, ab 1925 als Erster Direktor
  • 1933: Arpad Weixlgärtner als Erster Direktor
  • 1934–1938: Alfred Stix als Erster Direktor
  • 1938–1945: Fritz Dworschak 1938 als Kommissarischer Leiter, ab 1938 als Leiter, ab 1941 als Erster Direktor
  • 1945–1949: August von Loehr 1945–1948 als Leitender Direktor der staatlichen Kunstsammlungen, ab 1949 als Generaldirektor der kulturhistorischen Sammlungen des Bundes
  • 1945–1949: Alfred Stix 1945–1948 als Leitender Direktor der staatlichen Kunstsammlungen, ab 1949 als Generaldirektor der kunsthistorischen Sammlungen des Bundes
  • 1949–1950: Hans Demel als Administrativer Direktor
  • 1950: Karl Wisoko-Meytsky als Generaldirektor der kunst- und kulturhistorischen Sammlungen des Bundes
  • 1951–1952: Fritz Eichler als Administrativer Direktor
  • 1953–1954: Ernst H. Buschbeck als Administrativer Direktor
  • 1955–1966: Vinzenz Oberhammer 1955–1959 als Administrativer Direktor, ab 1959 als Erster Direktor
  • 1967: Eduard Holzmair als Erster Direktor
  • 1968–1972: Erwin Auer als Erster Direktor
  • 1973–1981: Friderike Klauner als Erster Direktor
  • 1982–1990: Hermann Fillitz als Erster Direktor
  • 1990: Georg Kugler als Interimistischer Erster Direktor
  • 1990–2008: Wilfried Seipel als Generaldirektor
  • seit 2009: Sabine Haag als Generaldirektorin

Sammlungen[Bearbeiten]

Zum Kunsthistorischen Museum gehören auch die in der Neuen Burg befindlichen Sammlungen, das Österreichische Theatermuseum im Palais Lobkowitz, das Weltmuseum Wien, der Theseustempel im Volksgarten, die Schatzkammer (Wien) in der Hofburg und die Wagenburg in einem Nebengebäude von Schloss Schönbrunn. Eine Außenstelle ist auch Schloss Ambras in Innsbruck.

Kunsthistorisches Museum (Haupthaus)[Bearbeiten]

  • Gemäldegalerie
  • Ägyptisch-Orientalische Sammlung
  • Antikensammlung
  • Kunstkammer Wien
  • Münzkabinett
  • Bibliothek

Neue Burg[Bearbeiten]

  • Ephesos-Museum
  • Sammlung alter Musikinstrumente
  • Hofjagd- und Rüstkammer
  • Archiv

Hofburg[Bearbeiten]

  1. Insignien der österreichischen Erbhuldigung
  2. Insignien des Kaisertums Österreich
  3. Insignien des Heiligen Römischen Reiches
  4. Burgundisches Erbe und der Orden vom Goldenen Vlies
  5. Habsburg-Lothringischer Hausschatz
  6. Geistliche Schatzkammer

Schloss Schönbrunn[Bearbeiten]

Rüstungskammer im Schloss Ambras

Schloss Ambras[Bearbeiten]

Bedeutende Exponate[Bearbeiten]

Zu den bedeutendsten Exponaten der Gemäldegalerie zählen unter anderem folgende:

Kunstkammer:

Ägyptisch-orientalische Sammlung:

Antikensammlung:

Galerie: Bedeutende Exponate[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Die Saliera von Cellini
  • Die Saliera von Benvenuto Cellini, eine der wertvollsten Skulpturen des Museums, wurde am 11. Mai 2003 während Renovierungsarbeiten gestohlen. Man fand sie mit Hilfe des überführten Täters am 21. Januar 2006 in einem Wald bei Zwettl wieder.
  • Das Kunsthistorische Museum wurde für das Computerspiel Mafia: The City of Lost Heaven von Illusion Softworks detailgetreu virtuell rekonstruiert.
  • Auf dem Dach des Kunsthistorischen Museums befindet sich die Statue der Pallas Athene, Göttin der Künste und Wissenschaften. Gegenüber auf dem Dach des Naturhistorischen Museums steht Helios.
  • 2014 hat der österreichische Filmkünstler Johannes Holzhausen einen 94-minütigen Dokumentarfilm über das Kunsthistorische Museum produziert, der unter dem Titel „Das große Museum“ im September 2014 in die Kinos kam.[5]

Literatur[Bearbeiten]

Geschichte des Kunsthistorischen Museums[Bearbeiten]

  • Theodor von Frimmel: Galeriestudien. Geschichte der Wiener Gemäldesammlungen 1. Die Kaiserliche Gemäldesammlung. Wien 1892.
  • Theodor von Frimmel: Wie man die Wiener Galerie verdorben hat. Wien 1892.
  • Heinrich Zimmermann, Anton Handlirsch, Ottokar Smital: Die beiden Hofmuseen und die Hofbibliothek. Der Werdegang der Sammlungen, ihre Eigenart und Bedeutung. Wien 1920.
  • Alphons Lhotsky: Die Geschichte der Sammlungen. Festschrift des Kunsthistorischen Museums zur Feier des fünfzigjährigen Bestandes. Zweiter Teil. 2 Bde. Wien 1941–1945.
  • Herbert Haupt: Das Kunsthistorische Museum. Die Geschichte des Hauses am Ring. Hundert Jahre im Spiegel historischer Ereignisse. Brandstätter, Wien 1991, ISBN 3-85447-409-1.
  • Beatrix Kriller, Georg Kugler: Kunsthistorisches Museum. Architektur und Ausstattung. Idee und Wirklichkeit des Gesamtkunstwerkes. Brandstätter, Wien 1991, ISBN 3-85447-410-5.
  • Herbert Haupt: Jahre der Gefährdung. Das Kunsthistorische Museum 1938-1945. Kunsthistorisches Museum, Wien 1995. ISBN 3-900325-54-5.
  • Herbert Haupt: Getroffen, doch nicht vernichtet. Das Kunsthistorische Museum im Kriegsjahr 1945. Eine Chronologie der Ereignisse in Bildern. Brandstätter, Wien 2005. ISBN 3-902510-07-2.
  • Cäcilia Bischoff: Das Kunsthistorische Museum. Baugeschichte, Architektur, Dekoration. Brandstätter, Wien 2008.

Sammlungskataloge[Bearbeiten]

  • Hermann Fillitz, Georg Johannes Kugler: Kunsthistorisches Museum, Wien. Führer durch die Sammlungen. Wien 1988.
  • Sylvia Ferino-Padgen, Wolfgang Prohaska, Karl Schütz: Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien. Verzeichnis der Gemälde. Wien 1991, ISBN 3-85447-365-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kunsthistorisches Museum – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rechtsvorschrift für Museumsordnung für das Kunsthistorische Museum. Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes. Abgerufen am 12. März 2014.
  2. Kunsthistorisches Museum Wien (Hrsg.): Geschäftsbericht 2012, Kunsthistorisches Museum mit Museum für Völkerkunde und Österreichischem Theatermuseum, Wien 2013, S. 3
  3. Sophie Lillie: Was einmal war. Handbuch der enteigneten Kunstsammlungen Wiens. Czernin, Wien 2006.
  4. Thomas Trenkler: Der Fall Rothschild: Chronik einer Enteignung. Czernin, Wien 1999.
  5. Website zum Film „Das große Museum“. Abgerufen am 1. Oktober 2014.

48.20366111111116.361377777778Koordinaten: 48° 12′ 13″ N, 16° 21′ 41″ O