Kunststoff-Institut Lüdenscheid

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Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid, mit vollem Namen Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH (K.I.M.W.), ist ein privatwirtschaftliches Dienstleistungsunternehmen für den gesamten Bereich der Kunststofftechnik. Es wurde 1988 durch 30 Unternehmen aus kunststoffrelevanten Branchen in Zusammenarbeit mit der Stadt Lüdenscheid und der Fachhochschule Südwestfalen (damals Fachhochschule Iserlohn) gegründet. Das Institut ist als angegliedertes Institut mit der Fachhochschule verbunden. Das Institut selbst liegt im Stadtteil Grünewald und grenzt direkt an die Stadtteile Innenstadt und Knapp an.

Anteilseigner der GmbH sind ein Trägerverein mit 76 % und die Stadt Lüdenscheid mit 24 %. Dem Trägerverein gehören über „220 Mitgliedsunternehmen aus Deutschland, Europa und Übersee“ (so das K.I.M.W., Stand 07/2014) an. Im Aufsichtsrat der GmbH sind Vertreter des Trägervereins und der Stadt Lüdenscheid vertreten, im Technischen Beirat nur Unternehmensvertreter aus dem Trägerverein.

Das Gesamtunternehmen ist nach ISO 9001 zertifiziert und das Labor ist akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025

Aufgaben[Bearbeiten]

Das Kunststoff-Institut unterstützt seine Auftraggeber bei der Auswahl, der Entwicklung sowie der Optimierung und Umsetzung von Produkten, Werkzeugen und Prozessabläufen im gesamten Bereich der Kunststofftechnik. Neben Verbund- und Entwicklungsprojekten steht den Firmen eine Vielzahl von Dienstleistungsangeboten zur Lösung von firmenspezifischen Aufgabenstellungen zur Verfügung. In den Geschäftsbereichen werden die nachstehenden Innovationsfelder umfänglich in Dienstleistung und Forschung und Entwicklung bearbeitet:

  • Strategische Marktentwicklung
  • Anwendungstechnik/Prozessintegration
  • Werkzeug-/Beschichtungstechnik
  • Prüf-/Analysetechnik
  • Produkte/Lizenzen
  • Aus- und Weiterbildung
  • Werkstofftechnik/Neue Materialien
  • Oberflächentechnik Formteile


Lehre[Bearbeiten]

Ab Herbst 2008 soll das Kunststoff-Institut an der Lehre der Fachhochschule Südwestfalen mit Lehrveranstaltungen in Lüdenscheid mitwirken, zunächst nur mit einem Präsenzstudiengang Bachelor Kunststofftechnik mit dem Standort Iserlohn. Später soll ein Verbundstudiengang Kunststofftechnik eingerichtet werden.[1]

Planungen[Bearbeiten]

Am 16. Januar 2013 hatte das Kunststoff-Institut Lüdenscheid den US-Generalkonsul und den NRW-Staatssekretär zu einem Besuch eingeladen. Im Rahmen eines Rundgangs und der Gespräche wurden Pläne vorgestellt, dass ein neues „Polymer Training Centre" errichtet werden soll. Es soll wie ein Internat funktionieren und ein regional und überregional angelegtes Schulungsangebot anbieten können. Rund 100 bis 150 Plätze soll das neue „Polymer Training Centre" aufweisen. Als Bauplatz stehe die vor Jahren angekaufte, ehemalige Piepenstock-Fläche unterhalb des Instituts zur Verfügung, die derzeit als Parkplatz genutzt werde.[2]

Am 12. April 2013 erschien erneut ein Bericht in den Lüdenscheider Nachrichten, dass das neue „Polymer Training Centre" spätestens bis 2015 errichtet werden soll. Die noch bestehende Lackiererei an der Lutherstraße soll zu diesem Zweck komplett abgerissen werden. Das neue „Polymer Training Centre" wird von den Planungspolitikern sehr begrüßt, da es gleichzeitig ein neuer Baustein der Denkfabrik in Lüdenscheid werden soll. Das neue „Polymer Training Centre" soll demnach ein internatähnliches Schulungszentrum für technischen Nachwuchs werden. Für die Gestaltung des Geländes rund um das bereits bestehende Kunststoff-Institut Lüdenscheid (KIMW) soll es gleichzeitig einen Ideen-Wettbewerb geben. Er soll viele Impulse für das Aussehen des Internats, aber auch für das ganze Areal zwischen Karolinen-, Luther- und Bahnhofsstraße geben. Bis Mitte Mai 2013 solle demnach die Auswahl der teilnehmenden Büros erfolgen. Es wird zudem erwartet, dass dem Institut weitere Unternehmen an den Standort folgen werden, der fast in Gänze überplant wird - samt dem Parkplatz an Bahnhofs- und Karolinenstraße, sowie vielen hinterliegenden Bereichen. Der KIMW will mit dem Internat seinerseits Nachwuchs für seine Mitgliedsfirmen gewinnen. Maschineneinrichter oder Konstrukteure, auch aus kleineren und mittleren Firmen, könnten hier längere Lehrgänge absolvieren. Abbrecher von Berufsausbildungen oder FH-Studiengängen erhielten zudem neue Chancen durch vergleichbare Qualifikationen. So bilde damit die Branche junge Kunststoffstechniker selber aus.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Institut für Umformtechnik Lüdenscheid

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Studium soll ab Herbst möglich sein", Artikel in den Lüdenscheider Nachrichten/Westfälischer Anzeiger vom 1. Juni 2007 http://www.come-on.de/lokales/story.php?id=226679
  2. Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 17. Januar 2013: „Kunststoff-Institut knüpft US-Kontakte und baut aus“
  3. Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten vom 12. April 2013: "Internat für junge Techniker"

51.2213467.625762Koordinaten: 51° 13′ 17″ N, 7° 37′ 33″ O