Kupfer(I)-sulfid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Kupfer(I)-sulfid
__ Cu+     __ S2−
Allgemeines
Name Kupfer(I)-sulfid
Andere Namen

Chalkosin (Mineral)

Verhältnisformel Cu2S
CAS-Nummer 22205-45-4
PubChem 62755
Kurzbeschreibung

geruchloses, blaugraues bis schwarzes, glänzendes Pulver [1]

Eigenschaften
Molare Masse 159,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,6 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

1100 °C [1]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser [1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
MAK

0,1 mg·m−3 [1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Kupfer(I)-sulfid ist eine chemische Verbindung aus Kupfer und Schwefel.

Vorkommen[Bearbeiten]

Kupfer(I)-sulfid kommt natürlich als Mineral Chalkosin (auch Kupferglanz genannt) vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Kupfer(I)-sulfid kann bei erhöhter Temperatur im Vakuum aus den Elementen Kupfer und Schwefel gewonnen werden.[3]

\mathrm{2 \ Cu + S \longrightarrow Cu_2S}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Kupfer(I)-sulfid ist ein blauer bis blaugrauer Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Er ist sehr schwer löslich in Salzsäure und existiert in zwei Modifikationen. Die bei Temperaturen bis 110 °C vorliegende β-Form hat eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Ab2m (a = 11,88, b = 27,32, c = 13,49 Å). Darüber liegt die α-Form mit hexagonaler Kristallstruktur und der Raumgruppe P63/mmc vor. Letztere tritt nur mit Kupferunterschuß auf, wobei die Zusammensetzung etwa Cul,58S beträgt. Die Bildungsenthalpie von Kupfer(I)-sulfid beträgt −79,5 kJ/mol.[3]

Verwendung[Bearbeiten]

Kupfer(I)-sulfid wird als Farbstoff für Anstriche (Schwarzfärbung zusammen mit Kupfer(I)-oxid) und zur Herstellung von Nanokristallschichten verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu CAS-Nr. 22205-45-4 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. März 2007 (JavaScript erforderlich)
  2. Datenblatt Copper(I) sulfide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 7. April 2011 (PDF).
  3. a b  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie, Band II, Seite 981. 1978, ISBN 3-432-87813-3.