Kupferkaschiertes Aluminium

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Verschiedene kupferkaschierte Aluminiumleiter

Kupferkaschiertes Aluminium (englisch copper-clad aluminium, abgekürzt CCA) bezeichnet mit Kupfer beschichtete Drähte aus Aluminium. Sie werden manchmal in der Elektroinstallation als Ersatz für Drähte aus reinem Kupfer verwendet. In der DDR waren sie unter der Bezeichnung ALCU-Kabel verbreitet.[1] Da Aluminium einen höheren spezifischen Widerstand als Kupfer aufweist, sind bei CCAs bei gegebener Belastung (Stromstärke) um das ca. 1,6-fache größere Leiterquerschnitte notwendig. Das kann bei der Verlegung von dickeren CCA-Kabeln in räumlich engen Verhältnissen von Nachteil sein.

Bei Hochfrequenzleitungen (z. B. Koaxialkabel) entfällt dieser Nachteil, da durch den Skin-Effekt der Strom größtenteils im Außenbereich des Kabels fließt.

Ein Vorteil ist, dass CCAs mit gleichem elektrischem Widerstand trotz der höheren Querschnittsfläche ein geringeres Gewicht als ein Vollkupferkabel aufweisen. Weiterhin sind die Kosten im Vergleich zu Vollkupferkabeln trotz des größeren Materialeinsatzes geringer. Der Kostenvorteil ergibt sich durch den geringeren Preis (Stand 2014) für Aluminium in Relation zu Kupfer.[2]

Werden CCAs mit gleichem Querschnitt wie ein Kupferkabel eingesetzt - das stellt einen Fehler in der Elektroinstallation dar - kann es durch den höheren elektrischen Widerstand des CCAs gegenüber dem Vollkupferleiter zu einem Kabelbrand kommen.[3]

Kritiker bemerken, dass beim Einsatz in der Elektroinstallation ein reines Aluminiumkabel oft die bessere Wahl wäre und durch die Kupferbeschichtung dem unbedarften Kunden eine nicht vorhandene Wertigkeit vorgetäuscht werden soll.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. VDE: Chronik der Elektrotechnik
  2. Copper-Clad Aluminum (CCA). Abgerufen am 16. Juni 2014.
  3. Aluminum Wiring Bibliography