Kurt-Schumacher-Brücke (Mannheim)

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49.4897222222228.4455555555556Koordinaten: 49° 29′ 23″ N, 8° 26′ 44″ O

f1

B44 Kurt-Schumacher-Brücke
 Kurt-Schumacher-Brücke
Kurt-Schumacher-Brücke mit Hafenanlagen
Nutzung Straßenbrücke 4-spurig; Straßenbahn, Fuß- und Radwege
Überführt

Bundesstraße 44

Querung von

Rhein

Ort Mannheim-Jungbusch, Ludwigshafen am Rhein
Konstruktion Schrägseilbrücke
Gesamtlänge 1500 m
Längste Stützweite 286,94 m
Baukosten 130 Millionen DM
Baubeginn 1969
Fertigstellung 1972
Eröffnung 28. Juni 1972
Planer Fritz Leonhardt (Entwurf)
Lage
Kurt-Schumacher-Brücke (Mannheim) (Baden-Württemberg)
Kurt-Schumacher-Brücke (Mannheim)

Die Kurt-Schumacher-Brücke ist die jüngste Rheinquerung zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Die Schrägseilbrücke wurde als weltweit erste Brücke mit Paralleldrahtbündeln ausgeführt.[1]

Sie führt von Mannheims Stadtteil Jungbusch über den Rhein nach Ludwigshafen. Die Grenze zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schneidet die Brücke. Auf der Brücke verläuft die Bundesstraße 44 sowie eine Straßenbahntrasse.

Geschichte[Bearbeiten]

Landesgrenze auf der Schumacher-Brücke
Kurt-Schumacher-Brücke von Ludwigshafen aus

Die Bauzeit der Brücke dauerte von 1969 bis 1972. Eröffnet wurde sie am 28. Juni 1972 vom damaligen Verkehrsminister Georg Leber. Die Baukosten betrugen insgesamt etwa 130 Millionen DM.

Technische Daten[Bearbeiten]

Insgesamt hat die Kurt-Schumacher-Brücke eine Gesamtlänge an den Brückenköpfen gemessen von etwa 1,5 Kilometern. Genauer betrachtet besteht die Brücke aus mehreren Teilbrücken:

  • Westkreuz- und Verbindungskanalbrücke (Länge ca. 296 Meter)
  • Mühlauhafenbrücke (Länge ca. 287 Meter)
  • Strombrücke (Länge ca. 433 Meter)

Dazwischen liegen teilweise Verbindungsstraßen, woraus sich die Gesamtlänge mit den Auffahrten ergibt. Auf Ludwigshafener Seite wird die Brücke zudem als Hochstraße zum Hauptbahnhof und weiter bis zur A 650 weitergeführt.

Der eindrucksvollste Teil ist sicherlich die Strombrücke, die als Schrägseilbrücke mit einer Stützweite von 286,94 Meter den Rhein überspannt. Dabei wurde ein damals neuartiges Schrägkabelsystem aus Paralleldrahtbündeln verwendet. Der Pylonkopf hat eine Höhe von 71, 5 Metern.

Die Brückenbreite variiert zwischen 34 und 52 Metern, je nach Verteilung der Auffahrten. Auf der Brücke gibt es vier Fahrspuren, eine zweigleisige Straßenbahnlinie und zwei Fuß- und Radwege. An zwei Stellen sind Verschwenkungen des jeweils rechten Fahrbahnrandes vorhanden, an denen weitere Anschlussstellen zum Mannheimer Hafengebiet angesetzt werden könnten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mannheim und seine Bauten 1907-2007; 5 Bände. Mannheim 2000-2007

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Alfred Rösli zum 80. Geburtstag. In: Schweizer Ingenieur und Architekt. 2000, abgerufen am 6. Oktober 2013.