Kurt Bärbig

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Kurt Bärbig (* 20. März 1889 in Dresden; † 3. September 1968 in Lubmin) war ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten]

Grab von Kurt Bärbig in Dresden

Bärbig machte eine Zimmermannslehre und besuchte die Städtische Gewerbeschule Dresden. Von 1906 bis 1910 studierte er an der Staatsbauschule Dresden. Von 1910 bis 1912 studierte er Städtebau bei Cornelius Gurlitt an der Technischen Hochschule Dresden. Von 1912 bis 1916 lernte er im Meisteratelier für Baukunst bei German Bestelmeyer an der Akademie der Bildenden Künste Dresden (ABK Dresden). Im Jahr 1913 gründete er ein Architekturbüro mit 16 Mitarbeitern in Dresden. Seit 1918 war er im Vorstand des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und wurde 1923 in die Freie Deutsche Akademie für Städtebau berufen. Im Jahr 1933 trat er aus dem Vorstand des BDA aus und emigrierte 1934 nach Brasilien. In das zerstörte Dresden kehrte er 1945 zurück. Dort war er Mitglied des 1. Trümmerkomitees und Mitbegründer des neuen BDA. Beim Wettbewerb um die Neugestaltung Dresdens 1952 war er Leiter der freischaffenden Architekten.

Bärbig verstarb 1968 und wurde auf dem Kirchhof Maria am Wasser in Dresden beigesetzt.

Wirken[Bearbeiten]

Bärbig lieferte die Pläne für das Volkshaus Cotta an der Dresdner Hebbelstraße. Der Fleischverarbeitungsbetrieb der Konsumgenossenschaft „Vorwärts“ in der äußeren Wilsdruffer Vorstadt Dresdens folgte 1927. Im Jahr 1929 entwarf er das erste deutsche Jugenderholungsheim Endlerkuppe in Ottendorf bei Sebnitz. Seit 1946 saß er auf dem Lehrstuhl für Baukunst an der ABK Dresden und errichtete im selben Jahr das Gebäude der Landtechnik an der Technischen Hochschule Dresden. Das ebenfalls in den 1920er Jahren entstandene und unter Denkmalschutz stehende Hauptportal der ehemaligen Hauptbetriebsanlage des Konsumvereins „Vorwärts“ auf der Rosenstraße wurde Ende der 1990er Jahre illegal abgerissen. Hier befindet sich nun die zweispurige Einfahrt einer Filiale des Veolia Umweltservice.

Bauwerke des Architekten Kurt Bärbig

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1912 erhielt Bärbig den Kompositionspreis der Akademie und 1916 Silbermedaille des Ateliers. Die Stadt Dresden zeichnete ihn 1921 mit dem Gottfried-Semper-Preis, die Sächsische Staatsregierung mit dem Dr.-Roscher-Preis aus. Die Schinkel-Medaille erhielt er 1964.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Bärbig. Zum 100. Geburtstag des Städtebauers und Landschaftsarchitekten. in: Architektur der DDR 6/1989.

Weblinks[Bearbeiten]