Kurt Noack (Musiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Kurt Noack (* 13. Februar 1893; † 1. Januar 1945) war ein deutscher Komponist. Seine Werke sind der Salon- bzw. Unterhaltungsmusik zuzurechnen.

Über den Komponisten Kurt Noack und sein Leben weiß man nahezu nichts. Er war langjähriger Leiter der Hauskapelle im Hotel Preußenhof in Stettin.[1]

Am bekanntesten ist sein Stück Heinzelmännchens Wachtparade op. 5 D-Dur, dessen Originalfassung für Klavier zu zwei Händen 1912 in Stettin im Baltischen Musikverlag erschienen ist. Das Titelbild, Arbeit eines unbekannten Grafikers, zeigt drei weißbärtige Zwerge in grünem Gewand (die Jacken unterscheiden sich geringfügig) und roter Mütze, die vor einem blauen Wolkenhimmel an einer Galerie von sieben Fliegenpilzen im Stechschritt vorbeimarschieren. In der linken Hand halten sie jeweils ein recht unförmig aussehendes, von ihrem Körper teilweise verdecktes Gewehr. Auf dem Titelbild der Ausgabe im Schott-Verlag 1934 tragen sie statt des Gewehrs einen Spieß.

Noack war auch als Bearbeiter tätig, u. a. arrangierte er den Marsch In Treue fest des Komponisten Carl Teike (Alte Kameraden) für Salonorchester, 1925 bei Mörike in Stettin erschienen.

Band 2 der mehrbändigen Ausgabe Das klingende Buch. Eine Sammlung großer Erfolge der Unterhaltungsmusik für Klavier (Schott 1936) trägt den Titel Kurt Noack.

Die eher abwertende Beurteilung beispielsweise des Charakterstücks Heinzelmännchens Wachtparade (manchmal auch verballhornt zu "Heinzelmännchens Wachparade") durch die zeitgenössische Musikkritik ("trivial, seicht") hat der Popularität des Werkes keinen Abbruch getan. Es existieren zahlreiche Bearbeitungen für allerlei Besetzungen: für Klavier zu vier Händen, für Salonorchester, für Orchester, für Cello und Klavier, für Akkordeon, Akkordzither, Streichquartett, Celloquartett, sogar für Fagottquartett. Manches wird bis heute aufgelegt, außerdem existieren zahlreiche Tonaufnahmen, u. a. vom Bremer Kaffehaus-Orchester am 15. September 2000 oder vom Glockenspielkonzert auf der Marktkirche Wiesbaden (Audio-CD 1996).

Werke[Bearbeiten]

  • Heinzelmännchens Wachtparade. Charakterstück op. 5
  • Marionetten-Parade. Charakterstück op. 7
  • Ingeborg. Valse scandinave op. 10

Ausgaben[Bearbeiten]

  • Heinzelmännchens Wachtparade. Charakterstück komponiert von Kurt Noack, op. 5, für Pianoforte 2 ms. (Original). Stettin, Baltischer Musikverlag Wilhelm Hofmeister [1912]
  • Marionetten-Parade. Charakterstück. Stettin, Mörike 1925
  • In Treue fest! Marsch. Ausgabe für Salonorchster. Arrangement: Kurt Noack. Stettin, Morike [1925]
  • Heinzelmännchens Wachtparade. Charakterstück. Ausgabe für Klavier zweihändig (Original). Mainz, Schott 1934
  • Schloß am See. Walzerlied. Worte und Musik: Willy Kaiser-Eric. Arr.: Kurt Noack. Ausgabe für Salonorchester. Berlin, Imperator Musik-Verlag 1936
  • Das klingende Buch. Eine Sammlung großer Erfolge der Unterhaltungsmusik für Klavier, Band 2: Kurt Noack. Mainz, Schott 1936

Audio-CDs[Bearbeiten]

  • Glockenspielkonzert (vom Turm der Marktkirche Wiesbaden) von H. U. Hielscher. Wergo 1996, enthält u. a. Heinzelmännchens Wachtparade
  • Rendezvous im Kaffeehaus. Bremer Kaffeehaus-Orchester. Sony Music 2000, enthält u. a. Heinzelmännchens Wachtparade

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Eckhard Wendt: „Hôtel de Prusse“ in Stettin. In: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte. Heft 1/2002, ISSN 0032-4167, S. 15.