Kurt Rommel

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Kurt Rommel (* 20. Dezember 1926 in Kirchheim unter Teck; † 5. März 2011 in Stuttgart-Bad Cannstatt[1]) war ein Pfarrer der Württembergischen Evangelischen Landeskirche, Kirchenlieddichter und geistlicher Autor.

Werdegang[Bearbeiten]

Kurt Rommel amtierte in Friedrichshafen am Bodensee und Villingen-Schwenningen und war Jugendpfarrer in Stuttgart, wo er zahlreiche Neue Geistliche Lieder textete und komponierte. Er begründete im Februar 1962 die Form eines „Kinogottesdienst“, statt der Orgel spielte im Kino eine Band. Ab 1974 war Rommel theologischer Redakteur, später, bis 1992 war er Chefredakteur beim Evangelischen Gemeindeblatt für Württemberg. Neben zahlreichen Buchveröffentlichungen auch Autor einer Schallplattenreihe. Zuletzt lebte er in Weil der Stadt.

Werke[Bearbeiten]

Musikalische Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Rommel verfasste etwa 800 Lieder und 1000 Kanons. Sechs davon haben Eingang ins Evangelische Gesangbuch gefunden, acht sind im katholischen Gesangbuch Gotteslob (Ausgabe 1975).

  • Herr gib uns Mut zum Hören, 1964; EG-Bayern-Thüringen 588; EG-West (Rheinland, Westfalen, Lippe-Detmold, Reformierte Kirche) 605
  • Lass uns in deinem Namen, Herr, 1965; EG-West 658, EG-Bayern-Thüringen 634, EG-Hessen 614, EG-Nordelbien 577
  • Singet, danket unserm Gott, 1963; EG-West 597
  • Du hast uns, Herr, gerufen, 1967; EG 168
  • Gib uns Frieden jeden Tag, 1963; EG 425. Erste Strophe und Melodie von Rüdeger Lüders zurück.[2]
  • Lass uns hören, Herr und Gott, Musik: Alfred Hans Zoller
  • Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen; in den EG-Bayern-Thüringen 646, EG-West 669, EG-Bremen-Hannover-Oldenburg-Braunschweig-Schaumburg Lippe 612 mit einer Melodie von Paul Gerhard Walter (1978); EG-Württemberg 649, EG-Hessen 628 mit der ursprünglich favorisierten Melodie von Paul Bischoff aus dem Jahr 1965.[3]

Zahlreiche Lieder finden sich von ihm auch in holländischen, finnischen, norwegischen und schweizerischen Gesangbüchern. 2007 erscheint ein eigenes Liederbuch mit einer repräsentativen Auswahl seiner Lieder unter dem Titel Fest verwurzelt.

Publikationen[Bearbeiten]

Rommel verfasste 70 Bücher, darunter:

  • Mut zum Trauern, Quell-Verlag, Stuttgart, 1974, ISBN 3-7918-2106-7
  • Von der Lust und Last des Alters, Quell-Verlag, Gütersloh, 2001, ISBN 3-579-03419-7
  • Menschen, Kirchen, Anekdoten. Entdeckungen in unseren württembergischen Gemeinden, Quell Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-7918-2317-5
  • Heiteres und Ernstes aus der württembergischen Kirchengeschichte
  • Manche mögen's christlich. Texte zum Weiterdenken Edition Gemeindeblatt, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-920207-17-9

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eva-Stuttgart: Kurt Rommel ist gestorben. Abgerufen am 8. März 2011.
  2. Kurt Rommel, S. 189
  3. Kurt Rommel, S. 192