Kurze Überfahrt

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Filmdaten
Deutscher Titel Kurze Überfahrt
Originaltitel Brève traversée
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Catherine Breillat
Drehbuch Catherine Breillat
Produktion Jean-Pierre Guérin
Pierre Eid
Christophe Valette
Kamera Eric Gautier
Schnitt Pascale Chavence
Besetzung

Der französische Spielfilm Kurze Überfahrt (Brève traversée) von Catherine Breillat wurde 2001 vom Fernsehsender ARTE produziert. Die in tristen Bildern erzählte Handlung ist schlicht gehalten: Auf der Fähre über den Ärmelkanal zu einem Sprachaufenthalt in England begegnet ein jungfräulicher 16-Jähriger einer verheirateten älteren Engländerin. Sie verbringen eine gemeinsame Nacht. Damit befasste sich Breillat erstmals mit den sexuellen Herausforderungen nicht einer weiblichen Protagonistin, sondern eines Mannes. Die Vorgaben des Senders beschränkten die Aufnahmen auf zwanzig Drehtage und das Budget auf eine Million Euro und schrieben die Verwendung einer Digitalvideokamera vor. Weil das digitale Format Breillat überhaupt nicht behagte, wich man auf die Verwendung von 16mm-Material aus.

Positif meinte, mit einer Viertelstunde weniger Lauflänge wäre das ein schlagender Kurzfilm geworden statt eines Langfilms, der „einfach etwas lang ist, aber von einnehmendem Charme.“ Die Darsteller seien vollkommen unbekannt, und das sei es, was sie vollkommen mache.[1] Laut den Cahiers du cinéma verfolgt Breillat ihre üblichen Themen ohne Inspiration und formal unzulänglich. Sie stehe zwischen ihrem Glauben an einen Diskurs und der Suche nach einer rohen Sinnlichkeit. Das Ergebnis sei ganz gewöhnlich theaterhaft und kein bisschen skandalös.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Claire Clouzot: Catherine Breillat. Indécence et pureté. Cahiers du cinéma, 2004, ISBN 2-86642-285-6, S. 108

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lorenzo Codelli und Yann Tobin: La 58e Mostra de Venise. In: Positif Nr. 489, November 2001, S. 39
  2. Hélène Frappat und Olivier Joyard: Sur le passage de quelques films à travers une assez courte unité de temps. In: Cahiers du cinéma, Oktober 2001, S. 24