Kutiman

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Kutiman (2011)

Kutiman (* 1981[1], bürgerlicher Name Ophir Kutiel), ist ein israelischer Musiker, Komponist und Produzent. Bekannt wurde er vor allem durch sein Online-Musik-Video-Projekt ThruYOU.

Biographie[Bearbeiten]

Kutiel wuchs in Zichron Ja'akow im Norden Israels auf. Seit seinem siebten Lebensjahr spielt er Klavier, mit 14 kamen Gitarre und Schlagzeug hinzu. Kutiel studierte an der Rimon School of Jazz and Contemporary Music in Ramat haScharon bei Tel Aviv. Durch seinen Freund DJ Sabbo kam in er Kontakt mit Stilrichtungen wie Funk und Afrobeat.[2]

Sein Künstlername geht hauptsächlich auf seinen Spitznamen Kuti zurück, wobei auch Fela Kuti eines seiner Vorbilder ist.[3]

Musik[Bearbeiten]

Kutiman wurde 2006 vom Kölner Independent-Label Melting Pot Music unter Vertrag genommen. Sein Debüt-Album Kutiman wurde von Pitchfork Media mit 8,2 von 10 Punkten bewertet.[4]

ThruYOU[Bearbeiten]

Größere Bekanntheit erlangte Kutiman vor allem durch sein Online-Musik-Video-Projekt ThruYOU (auf Deutsch durch euch), das er Anfang 2009 veröffentlichte. Kutiman komponierte dafür ausschließlich aus zahlreichen Ausschnitten aus YouTube-Videos sieben neue Lieder (Mashups). Das Projekt erlangte innerhalb kurzer Zeit große Bekanntheit unter anderem durch Erwähnungen in Blogs.

Spiegel Online bezeichnet ThruYOU als „virtuos“ und meint, es markiere „eine neue Stufe im postmodernen Spiel mit Bilder- und Tonfunden im Netz“.[5] die tageszeitung sieht darin eine „qualitativ hochwertige, beinahe als postmodern zu bezeichnende Hommage an YouTube, an freie Kreation, musikalisches Schaffen und die Kinder des digitalen 21. Jahrhunderts“.[6]

Diskographie[Bearbeiten]

  • No Groove Where I Come From, 7" (Afro Kats), 2006
  • No Groove Where I Come From!, 12" (Melting Pot Music), 2006
  • No Reason For You, 12" (Melting Pot Music), 2007
  • Music Is Ruling My World, 12" (Melting Pot Music), 2007
  • Kutiman, CD/LP (Melting Pot Music), 2007

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geburtsjahr laut Virginia Heffernan: World Music. In: The New York Times vom 29. April 2009. Laut K. Wayne Yang ist Kutiel dagegen 1982 geboren: Online-Ressourcen des Aufsatzes Kutiman. It’s the Mother of All Funk Chords. In: Therese Quinn, John Ploof, Lisa Hochtritt (Hrsg.): Art and Social Justice Education. Culture as Commons. Routledge, New York 2012, ISBN 978-0-415-87906-4, S. 11–13.
  2. Biographie von Kutiman auf der Webseite von Melting Pot Music, zuletzt abgerufen am 1. Mai 2009
  3. Interview mit Kutiman, Sommer 2007, zuletzt abgerufen am 1. Mai 2009
  4. Joe Tangari: Rezension des Albums Kutiman, Pitchfork Media, 27. Februar 2008, zuletzt abgerufen am 1. Mai 2009
  5. Christina Hollstein: Taktvoller Bilderstürmer, Spiegel Online, Artikel von 10. März 2009, zuletzt abgerufen am 1. Mai 2009
  6. Frauke Schmickl: YouTube im Remix, die tageszeitung, Artikel vom 9. April 2009, zuletzt abgerufen am 1. Mai 2009

Weblinks[Bearbeiten]