Kutno

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Kutno
Wappen von Kutno
Kutno (Polen)
Kutno
Kutno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Łódź
Landkreis: Kutno
Fläche: 33,60 km²
Geographische Lage: 52° 14′ N, 19° 22′ O52.23333333333319.366666666667Koordinaten: 52° 14′ 0″ N, 19° 22′ 0″ O
Einwohner: 45.523
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 99-300 bis 99-302
Telefonvorwahl: (+48) 24
Kfz-Kennzeichen: EKU
Wirtschaft und Verkehr
Straße: WarschauPosen
ŁódźPłock
Nächster int. Flughafen: Flughafen Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 33,60 km²
Einwohner: 45.523
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1355 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1002011
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Zbigniew Burzyński
Adresse: pl. Piłsudskiego 18
99-300 Kutno
Webpräsenz: www.um.kutno.pl

Kutno ist eine mittelgroße Stadt in Zentralpolen mit 47.000 Einwohnern. Zugleich hat Kutno die Funktion einer Kreisstadt in der Woiwodschaft Łódź.

Geschichte[Bearbeiten]

Ghetto Kutno

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes entstammt dem Jahr 1301, es wird allerdings vermutet, dass Kutno im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Die Stadtrechte wurden im Jahr 1432 verliehen. In den Jahren 1626–1629 wurde die Umgebung der Stadt in einem Krieg zwischen Polen und Schweden stark verwüstet. Dies bedeutete für Kutno den wirtschaftlichen Niedergang.

Im Jahr 1809 nimmt der General Jan Henryk Dąbrowski in Kutno Quartier, die Stadt hatte in dieser Zeit etwas über 2.000 Einwohner. Im Jahr 1827 wurden bereits 4.620 Einwohner gezählt. Im Jahr 1862 wurde die Eisenbahnstrecke von Bromberg nach Warschau eröffnet, die durch die Stadt führt.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges fand vom 9. bis 19. September 1939 in der Nähe von Kutno eine Offensive der polnischen Armee unter General Tadeusz Kutrzeba gegen die deutschen Angreifer statt. Diese Offensive ist heute als Schlacht an der Bzura bekannt. Nach der Annexion Polens gehörte Kutno zum Reichsgau Wartheland und war von 1939 bis 1945 Sitz des deutschen Landkreises Kutno.

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Landgemeinde, zu der die Stadt Kutno selbst nicht gehört, besteht aus 31 Ortsteilen mit einem Schulzenamt:

Bielawki
Boża Wola
Byszew
Florek (1943–1945 Floreck)
Gołębiew
Grabków
Gnojno
Julinki
Komadzyn
Kotliska
Krzesin
Leszczynek
Leszno
Malina
Marianki
Nagodów
Nowa Wieś
Nowy Gołębiewek
Piwki
Podczachy
Raciborów
Sieciechów
Sieraków
Stanisławów
Stary Gołębiewek
Strzegocin
Wierzbie
Woźniaków
Wroczyny
Wysoka Wielka
Żurawieniec

Weitere Ortschaften der Landgemeinde sind:

Adamowice
Adamów
Byszew-Kaczyn
Dębina
Dudki
Franki Wroczyńskie
Głogowiec
Kalinowa
Kolonia Sójki
Kolonia Strzegocin
Krzesin-Parcel
Krzesinówek
Kuczków
Michałów
Nowe Sójki
Obidówek
Ryków
Siemiennik
Stara Wieś
Stary Gołębiew
Włosków
Wysoka Duża

Wirtschaft[Bearbeiten]

Zu den bedeutendsten Industriebetrieben der Stadt zählen Teva Kutno S.A. , Fresenius-Kabi S.A. und Polfarmex S. A., die der Pharmaindustrie angehören. POLMOS S.A. ist in der Lebensmittelbranche tätig, Kofola S.A. ist ein bedeutender Getränkehersteller, Polsad – Renault Trucks ist im Fahrzeugbau tätig. Ferner existieren das Fahrradwerk IDEAL und auch eine Niederlassung von BASF.

An der Europastraße 30 in Kutno befindet sich ein Industriegebiet welches Teil der Sonderwirtschaftszone Łódź (Łódzka Specjalna Strefa Ekonomiczna) ist. Das Gelände verfügt über eine Fläche von 40,66 Hektar und bietet für Investoren steuerliche Vergünstigungen.[2]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof

Kutno ist ein wichtiger Eisenbahnknoten an der Bahnstrecke Warszawa–Poznań. Hier zweigt die Linie 16 nach Łódź, die Linie 18 über Bydgoszcz nach Piła sowie die Linie 33 nach Brodnica ab.

Durch den Ort verlaufen weiterhin die DK 60 (Łęczyca – Kutno – Płock – Ostrów Mazowiecka), die DK 92 (Miedzichowo – Poznań – Konin – Kutno – Łowicz) und die DW702 (Kutno – Piątek – Zgierz).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Schalom Asch (1880–1957), jüdischer Schriftsteller und Dramatiker
  • Wladimir Wettschinkin (1888–1950), sowjetischer Aerodynamiker
  • Ingo Friedrich (* 1942), stellvertretender CSU-Parteivorsitzender und ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments
  • Aga Mikolaj, Opernsängerin (Sopran)

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kutno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Dezember 2014.
  2. Website der Sonderwirtschaftszone