Kviteseid

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Kviteseid
Kviteseid (Norwegen)
Kviteseid
Kviteseid
Basisdaten
Kommunennummer: 0829 (auf Statistik Norwegen)
Provinz (fylke): Telemark
Verwaltungssitz: Kviteseid
Koordinaten: 59° 21′ N, 8° 30′ O59.3486111111118.4927777777778Koordinaten: 59° 21′ N, 8° 30′ O
Fläche: 709 km²
Einwohner:

2487 (31. Mär. 2013)[1]

Bevölkerungsdichte: 4 Einwohner je km²
Sprachform: Nynorsk
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Torstein Tveito (Sp) (2003)
Lage in der Provinz Telemark
Lage der Kommune in der Provinz Telemark

Kviteseid ist eine norwegische Kommune im Fylke Telemark mit 2487 Einwohnern (Stand 31. März 2013). Sie grenzt im Westen an Tokke, im Norden an Seljord, im Osten an Nome und im Süden an Drangedal, Nissedal und Fyresdal. Kviteseid liegt am mittleren Teil des Vest-Telemark-vassdraget und umfasst den östlichen Teil des Bandak und Kviteseidvatnet und den westlichen Teil des Flåvatnet, sowie die Täler im nördlichen Teil, unter anderem Morgedal. Außerdem liegt im Süden Vrådal am Vråvatn und dem nördlichen Teil des Nisser. Der Sitz der Verwaltung ist in der gleichnamigen Ortschaft. Das Wappen der Gemeinde (genehmigt im Jahre 1987) besteht aus einem schwarzen Schlossschild auf goldenem Hintergrund. Es symbolisiert die Baukunst und Tradition. Das Motiv stammt vom Telemarkhof Tveitloft aus Tinn, welcher 1994 ins Norwegische Volksmuseum nach Frogner in Oslo verbracht wurde.

Natur[Bearbeiten]

Die Wasserläufe sind tief eingeschnitten zwischen steilen Bergen, wodurch es starke Höhenunterschiede gibt. Das Gestein der Berge gehört in der gesamten Gemeinde zum sogenannten Grundgebirge, im Wesentlichen aus Quarzit, Amphibolit und Gneis im Norden, sowie Granit im Süden und Osten. Die aus Granit bestehenden Berge sind mehr abgerundet, als die anderen. Der höchste Berg ist der Sveinsheia (1141 m ü. NN) und liegt an der Grenze nach Fyresdal.

Besiedlung[Bearbeiten]

Von 1875 bis 1946 blieb die Einwohnerzahl von Kviteseid stabil bei ca. 3250 Einwohnern. Anschließend nahm die Einwohnerzahl bis ca. 1970 ab und stabilisierte sich bei ca. 2950. Ab den 80er Jahren ging die Zahl weiter zurück und im Zeitraum 1994-2004 mit 6,9% auf dann 2622 Einwohner. Dies war der größte prozentuale Bevölkerungsrückgang in der gesamten Provinz Telemark in dem Zeitraum. Der größte Teil der Bebauung liegt in und um die Ortschaft und Verwaltungszentrum Kviteseid, in Vrådal, sowie in Morgedal.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ackerbau und Waldwirtschaft sind die wichtigsten Wirtschaftszweige in der Vest-Telemark. Kviteseid hat sehr stark abschüssiges Gelände. Die Haltung von Tieren ist der wichtigste Teil, aber im Flachland nahe der Seen werden verschiedenen Frucht- und Beerenzuchten betrieben. Neben den großen Wäldern, die Cappelen und Aall in Ulefoss gehören sind die meisten anderen Waldgebiete Wälder die zu einzelnen Höfen gehören. Der größte Teil der Industrie ist der Wald- und Forstwirtschaft zugehörig. Die Gemeinden haben viele Hotels und Gasthäuser.

Verkehr[Bearbeiten]

Kviteseid war das natürliche Zentrum der Vest-Telemark zu der Zeit als die Wasserläufe die Verkehrswege nach Skien waren. Die E134 geht durch Kviteseid. Der Rv41 von Kristiansand geht durch das Verwaltungszentrum und trifft in Brunkeberg auf die E134. Der Fv.38 führt von Eidstod gemeinsam mit dem Rv.41 auf der Nordseite des Vråvatn entlang nach Åmot in Vinje. Der Fv.355 verbindet Vråliosen mit Fyresdal. Im Sommer gibt es eine Schiffsroute auf dem Telemarkkanal zwischen Skien und Dalen.

Geschichte und Kultur[Bearbeiten]

Die alte Kirche von Kviteseid am Kviteseidvatnet ist eine Steinkirche aus dem frühen Mittelalter im romanischen Stil. Sie wurde 1150 gebaut. Neben der Kirche befindet sich das Freilichtmuseum Kviteseid Bygdetun mit alten Gebäuden aus der Region. Die Kirche von Brunkeberg, eine Kreuzkirche aus Holz aus dem Jahre 1790, wurde 1939 restauriert. Eine wunderschöne Aussicht über das Dorf hat man vom Kviteseid Hotel. In Morgedal, ein Ort in dem die Olympische Fackel für die Winterspiele 1952, 1960 und 1994 entzündet wurde liegt das Skihistorische Museum Norsk Skievetyr, sowie das Bjålandmuseum.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Olav Bjaaland

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Norway – Population and quarterly changes, Q1 2013