Kyūsaku Ogino

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Kyūsaku Ogino (1924)

Kyūsaku Ogino (jap. 荻野久作, * 25. März 1882 in Toyohashi; † 1. Januar 1975 in Yorii-Cho) war ein japanischer Gynäkologe und Geburtshelfer.

Leben[Bearbeiten]

Er wurde 1882 in Tojohashi als Kyūsaku Nakamura geboren und 1901 von der Familie Ogino adoptiert. Ogino war Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe am Takeyama Hospital in Niigata. Sein Name wurde im Westen durch die auf seinen Forschungen basierende Knaus-Ogino-Verhütungsmethode bekannt, die er am 20. Februar 1923 im „Hokuetsu Medical Journal“ veröffentlichte.

Bei Untersuchungen zur Unfruchtbarkeit entwickelte Ogino eine Methode, die fruchtbare Phase im Menstruationszyklus auf Basis der Länge der vorhergehenden Zyklen der Frau abzuschätzen, um die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis zu erhöhen. Der Österreicher Hermann Knaus entwickelte unabhängig von Ogino ein sehr ähnliches Verfahren für den Gebrauch als Verhütungsmethode, welches er auf dem 21. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe 1929 in Leipzig vorstellte.

Ogino wandte sich gegen einen Gebrauch der Methode als Verhütungsmittel, da er die Zuverlässigkeit für zu gering hielt. Die Propagierung dieser Methode trotz Verfügbarkeit anderer, zuverlässigerer Verhütungsmittel würde zu vielen Abtreibungen bei ungewollten Schwangerschaften führen. Trotzdem wird diese Methode in Japan ironischerweise als „Ogino-Methode“ bezeichnet.

Ogino wurde 1966 mit dem Asahi-Preis ausgezeichnet. Er starb 1975 im Alter von 92 Jahren in Yorii-Cho in Mitteljapan.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Kyusaku Ogino (Übersetzung Miyagawa Yonez): Conception Period of Women. Medical Arts Publishing Company, Harrisburg, Pa., 1934

Quellen[Bearbeiten]