Kyffhäuserbund

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Wappen des Kyffhäuserbundes nach 1945

Der Kyffhäuserbund ging im Jahr 1900 aus dem Ständigen Ausschuss der vereinten deutschen Kriegerverbände für die Verwaltung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals auf dem Kyffhäuser hervor und wurde als Dachverband deutscher Kriegervereine gegründet.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits 1786 wurde durch ehemalige Füsiliere Friedrich des Großen ein Kriegerbund in Wangerin/Pommern gegründet. Ursprünglicher Zweck der Kriegervereine war es, ihren verstorbenen Mitgliedern und ehemaligen Soldaten ein ehrenvolles Grabgeleit zu geben. Den eigentlichen Auftrieb erhielten die Kriegervereine nach den militärischen Erfolgen Preußens gegen Dänemark (1864) und Österreich (1866), sowie dem Sieg über Frankreich 1871.

1888 – Der Bau-Ausschuss des Kaiser-Wilhelm-Denkmals[Bearbeiten]

Nach dem Tod Wilhelm I. wurde in den Reihen der ehemaligen deutschen Soldaten der Wunsch laut, dem ersten Kaiser des zweiten deutschen Reiches durch gemeinsame Zusammenarbeit der Landeskriegerverbände ein Denkmal zu errichten. Als Ort des Denkmals wurde der Kyffhäuser im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt gewählt. Zur Ausführung der Arbeiten trat unter dem Protektorat des Fürsten Georg von Schwarzburg-Rudolstadt ein geschäftsführender Ausschuss zusammen, der es sich zur Aufgabe machte, die Aufbringung der zur Errichtung des Denkmals notwendigen finanziellen Mittel zu leiten und die eingegangenen Gelder zu verwalten.

Das nach den Plänen des Architekten Professor Bruno Schmitz in Berlin ausgeführte Denkmal wurde am 18. Juni 1896 feierlich eingeweiht. Ursprünglich war es geplant, das Kyffhäuserdenkmal nach seiner Vollendung in den Schutz und die Verwaltung des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt zu übergeben. Diese Absicht ließ sich jedoch nicht verwirklichen und so blieb das Denkmal den deutschen Kriegerverbänden unterstellt. Mit Aufnahme der Arbeiten erwies es sich als notwendig, zunächst zur Sicherstellung einer geregelten Verpflegung der Bauarbeiter in der Nähe des Bauplatzes die Errichtung eines Wirtschaftsbetriebes vorzunehmen. Um die Genehmigung für die Wirtschaftskonzession durch einen Vertrag festlegen zu können, musste sich der Bauausschuss eine rechtliche Form geben, die es ihm ermöglichte, Verträge abzuschließen.

Die Zusammenkünfte des Bauausschusses, der ja ursprünglich als reine Verwaltungsinstanz für den Denkmalbau gegründet war, führten auch immer mehr dazu, neben den rein baufachlichen Fragen auch solche des Kriegervereinswesen zu behandeln. Die Landesverbände prüften zunächst die Zweckmäßigkeit, den bisherigen, nur auf begrenzte Zeit ins Leben gerufene Bauausschuss zu einem ständigen Ausschuss umzuwandeln. Diese Umwandlung wurde in der Maisitzung des Jahres 1892 beschlossen. Der Ausschuss erhielt den Namen „Ständiger Ausschuß der vereinten deutschen Kriegerverbände für die Verwaltung des Kaiser- Wilhelm-Denkmals auf dem Kyffhäuser“.

1896 – Der Ständige Ausschuss für die Verwaltung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals[Bearbeiten]

Rechtsfähige Glieder dieses Ausschusses wurden die großen bundesstaatlichen Landesverbände und die Korporation „Deutsche Kriegerbund“. Jedoch erhielten auch die einzelnen Landesverbände des Deutschen Kriegerbundes das Recht, sich selbst im Ausschuss zu vertreten. Gebrauch hiervon machten zunächst nur die Landesverbände Mecklenburg-Schwerin, Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt und Elsaß-Lothringen. Parallel zu diesem den Landesverbänden des Deutschen Kriegerbundes zugebilligten Recht auf selbständige Vertretung tauchte nunmehr auch bei den dem Bund angehörenden preußischen Vereinen und Verbänden der Wunsch auf, sich gleichfalls selbständig zu vertreten. So wurde wiederum die Forderung nach Errichtung eines preußischen Landes-Kriegerverbandes laut, in dem man die preußischen Verbände zusammenfassen wollte. Nach vielem Für und Wider erfolgte dann auf dem im Jahre 1897 in Cottbus abgehaltenen Abgeordnetentag des Deutschen Kriegerbundes die Bildung eines Preußischen Landes- Kriegerverbandes innerhalb des Deutschen Kriegerbundes.

Das Erscheinen des am 1. Januar 1900 in Kraft getretenen Bürgerlichen Gesetzbuches BGB begünstigte die Entwicklung hin zu einer gemeinsamen Reichsorganisation. Denn auf Grund seiner Bestimmungen über die eingetragenen Vereine musste sich der Ausschuss die Rechte einer rechtsfähigen Person sichern. Zu diesem Zweck war die Satzung entsprechend BGB umzubilden und dem Ausschuss mussten Zweck und Name eines festen Vereins gegeben werden. Bei dieser Gelegenheit wurde die Satzung dahingehend erweitert, dass die Beratungen des Ausschusses sich auf alle Fragen des Kriegervereinswesens erstrecken sollten. Das bedeutete die Verwandlung des ursprünglichen Kyffhäuser-Bauausschusses in eine allgemeine Vereinigung der deutschen Kriegervereine. Aber erst, nachdem ausdrücklich festgelegt worden war, dass der neue Bund zwar allgemeine Kriegervereinsfragen behandeln solle, dass aber keiner der vom Bund gefassten Beschlüsse von vornherein für die einzelnen Landesverbände bindend sei, stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig zu.

Auf dieser Grundlage erfolgte im August 1900 die Eintragung des neuen Bundes, mit der der „Ständige Ausschuß“ zum „Kyffhäuserbund der Deutschen Landeskriegerverbände“ umgewandelt wurde. Dies ist auch die Geburtsstunde des heute noch existierenden Kyffhäuserbundes e.V.

1900 – Kyffhäuser-Bund der deutschen Landes-Kriegerverbände.[Bearbeiten]

Abzeichen des Kyffhäuserbundes

Der „Kyffhäuser-Bund der Deutschen Landes-Krieger-Verbände“ führte diesen Namen seit dem 2. Mai 1900. Er hatte als eingetragener Verein im Sinne des Par. 21 des Bürgerlichen Gesetzbuches seinen Sitz in Berlin und bestand aus denjenigen deutschen Landes-Krieger-Verbänden, die durch das Protektorat ihrer Landesherren oder durch ausdrückliche Anerkenntnis ihrer Landesregierung als einziger offizieller Verband der Kriegervereine des jeweiligen Bundesstaates bestätigt wurden. Jeder dieser Landes-Verbände hatte das Recht, diejenige Anzahl von stimmberechtigten Vertretern aufzustellen bzw. von Stimmen zu führen, die gemäß Artikel 6 der Verfassung des Deutschen Reiches seiner Regierung im Bundesrat zustand. Die Gesamtzahl der Stimmen im „Kyffhäuser-Bund“ betrug 61, welche sich auf 27 deutsche Landesverbände mit 30.651 Vereinen und 2.703.772 Mitgliedern verteilten (1913) . Der Präsident des Kyffhäuserbundes war nach der Satzung der jeweilige Präsident des Preußischen Landes-Krieger-Verbandes.

Die Zeit des neuen Kyffhäuserbundes bis zum Ersten Weltkrieg war, neben der Pflege der Kameradschaft und Wahrung alter Traditionen, geprägt von ideologischen Auseinandersetzungen mit der erstarkenden Sozialdemokratie. „Für Gott, König und Vaterland - Gegen die Sozialisten“. Nach dieser Devise handelten die deutschen Kriegervereine, der Sozialismus wurde als innerer nationaler Feind angesehen. Eine vom Vorstand des Deutschen Kriegerbundes bereits im Jahre 1888 herausgegebene Schrift „Das Deutsche Kriegervereinswesen“ bezeichnete ehemalige Soldaten, die sich zur Sozialdemokratie bekannten, als ihrem Fahneneid untreu und daher als unwürdig zu betrachten seien, den Kriegervereinen anzugehören. Als der das ganze Reichsgebiet umfassende Kyffhäuserbund gegründet war, konnte im Jahr 1901 diese grundsätzliche Einstellung auch satzungsmäßig verankert werden. Dieser Kampf, besonders nach den Ergebnissen der Reichstagswahl 1903, rückte immer mehr in den Vordergrund und wurde schließlich von den Kriegervereinen selber als ihre wichtigste Pflicht betrachtet. Erst mit Beginn des 1. Weltkrieges hob der Kyffhäuserbund unter Zustimmung aller Landesverbände im Mai 1915 diese Satzungsbestimmung auf. Ein Zugeständnis auf die parteilose Kameradschaft auf den Schlachtfeldern.

Mit Ende des Krieges, der gleichzeitigen Auflösung der Monarchie und dem Chaos der Nachkriegszeit lebten die ideologischen Differenzen verstärkt wieder auf. Wenn auch viele ehemaligen Soldaten das Ende der Monarchie als Verrat ansahen und darüber enttäuscht und wütend waren, viel schlimmer wurde der „Schandvertrag“ von Versailles angesehen. Hier sollten ihnen auch noch die letzten Ideale genommen werden, innenpolitisch das Soldatentum von "Ungedienten" und außenpolitisch ihre Heimat von den ehemaligen Feinden.

Der Kyffhäuserbund mit seinen Mitgliedern stellte sich mit aller Kraft dieser Entwicklung entgegen, er stand zu seiner soldatischen und nationalen Tradition. Am 13./14. September 1919 fand die erste Vertreterversammlung nach dem Kriege statt. Es galt, neue Ziele und Wege zu finden, die dem verlorenen Kriege und der aufgelösten Monarchie Rechnung trugen. Es waren Vertreter aller Gaue anwesend mit Ausnahme des früheren Reichslandes und der besetzten Gebiete. Der Präsident des Kyffhäuserbundes, Excellenz von Heeringen, bekräftigte nochmals in seiner Eröffnungsrede die Kyffhäuser-Idee. Es sei die Aufgabe des Kyffhäuserbundes, dem Kaiser und den Fürsten treue Erinnerung zu bewahren und nationales Pflichtbewustsein zu leben. Deutsch leben und Deutsch denken hieß die Devise. Als äußeres Zeichen diesen Gedankens übertrug der Kyffhäuserbund dem Generalfeldmarschall von Hindenburg die Ehrenpräsidentschaft. So standen zwei Männer an der Spitze, deren soldatische und nationale Haltung feststanden.

Die Landesverbände erkannten sehr schnell, dass nur ein noch engerer Zusammenschluss in dieser Zeit das Überleben der Krieger- und Militärvereine sicherte. Die gleichzeitig notwendige organisatorische Anpassung der Beziehungen zwischen dem Deutschen Kriegerbund und dem Kyffhäuserbund führten dazu, dass der Abgeordnetentag des Deutschen Kriegerbundes in Lübeck (August 1921) und die Vertreterversammlung des Kyffhäuserbundes auf dem Kyffhäuser (September 1921) folgenden Beschluss fassten:

„Der Kyffhäuserbund wird unter einem neuen Namen in einen festen Bund umgewandelt, der künftig die alleinige Zentrale des deutschen Kriegervereinswesen ist und deren satzungsgemäß gefaßten Beschlüsse für alle zu ihm gehörenden Landeskriegerverbände künftig bindend sind; er ändert gleichzeitig seine Satzung entsprechend den neuen Rechtsverhältnissen. Der Deutsche Kriegerbund gibt seinen bisherigen Namen auf und nimmt einen neuen Namen an, der die Meinung, er sei die Zentrale des deutschen Kriegervereinswesens ausschließt. Er wandelt sich nunmehr zu einem reinen wirtschaftlichen Zweckverband auf Grund seiner neuen Satzung um. Der Kyffhäuserbund heißt jetzt Deutscher Reichskriegerbund „Kyffhäuser“, der Deutsche Kriegerbund erhält den Namen Deutsche Krieger-Wohlfahrtsgemeinschaft“. Diese Änderungen traten zum 1. Januar 1922 in Kraft.

1922 – Deutscher Reichskriegerbund „Kyffhäuser“.[Bearbeiten]

Ring-kragen für Fahnenträger des NS-Reichskriegerbunds (Kyffhäuserbund), um 1935
Anstecknadel des Kyffhäuserbunds (nach 1945), Treueabzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft in Silbergold.

1925 war ein besonderes Jahr für den Kyffhäuserbund. Erstmals fand ein gesamtdeutscher Kriegertag statt. Als symbolträchtigen Austragungsort wählte man Leipzig und das dortige Völkerschlachtdenkmal. Der Anklang bei den Veteranen war so groß, dass dieser Tag in den darauf folgenden Jahren wiederholt stattfand; 1927 in Berlin, 1929 in München und 1932 in Dortmund. Der 5. Reichskriegertag sollte vom 7. Juli bis 9. Juli 1934 in Kassel durchgeführt werden. Plakate, Postkarten, Eintrittskarten waren gedruckt, als am 30. Juni 1934 der Röhm-Putsch stattfand. Dieser angebliche Putschversuch gegen Hitler veranlasste den Bundesführer, den Reichskriegertag 1934 umgehend abzusagen. Er wurde vom 6. bis 8. Juli 1935 nachgeholt.

Auf der Kyffhäusertagung vom 7. Mai 1933 in Berlin bekannte sich der damalige Präsident General der Artillerie Rudolf von Horn mit dem ganzen Kyffhäuserbund zu Adolf Hitler und besiegelte damit das Ende der bis dato selbständigen Landesverbände. Bereits am 21. Mai erfolgte die erste grundlegende Führeranordnung und der Umbau des Bundes unter Aufhebung der bisherigen vollen Selbständigkeit der einzelnen Landesverbände. Die parlamentarische Vereinsführung wurde abgeschafft. An die Stelle des Mehrheitsbeschlusses trat die Führeranordnung. Am 1. und 2. Juli 1933 fanden in Potsdam die Kyffhäusertage statt. 80.000 Mitglieder marschierten durch die Stadt. Die Begrüßungsfeier fand am Luftschiffhafen statt. Dort sprach der Präsident des Kyffhäuserbundes, Rudolf von Horn und verkündete bei dieser Ansprache die von ihm, auf Vorschlag der Reichsleitung der NSDAP, vorgenommene Ernennung des Oberstleutnants Sichting zu seinem Stellvertreter.

Im August 1933 bestimmte von Horn die bisher von der Kyffhäuserjungend geführte Flagge zur Bundesflagge und ordnete an, dass diese künftig als einheitliches Bundessymbol von jedem Bundesverein neben der Vereinsfahne zu führen sei. Die Flagge bestand aus rotem Stoff, in dessen ganzer Fläche das Eiserne Kreuz stand und dessen Mittelpunkt im Weißen Kreis die Umrisse des Kyffhäuserdenkmals zeigte. An dieser Flagge wurde der Hakenkreuzwimpel befestigt. Als einziger Schmuck trug der Flaggenstock eine vergoldete Spitze mit dem Eisernen Kreuz. Der Deutsche Reichskriegerbund „Kyffhäuser“ erhielt im Januar 1934 in Oberst a.D. Wilhelm Reinhard einen neuen Bundesführer, nachdem von Horn von diesem Amt zurückgetreten und am 4. Februar 1934 verstorben war.

Die Vereinheitlichung des Kyffhäuserbundes schritt weiter fort. Eine Bundestracht mit Kyffhäusermütze und Kyffhäuserarmbinde wurde eingeführt, dazu musste die Hakenkreuz-Armbinde getragen werden. Mit dem Gesetz über den Neuaufbau des Reiches vom 30. Januar 1934 wurden die Länderparlamente aufgelöst und die Hoheitsrechte dem Reich übertragen. Auswirkungen hatte dieses Gesetz auch auf die Organisationsstruktur des Reichskriegerbundes. Mit dem 13. März 1934 löste der Bundesführer Oberst Reinhard den Bundesrat und Beirat des Deutschen Reichskriegerbundes „Kyffhäuser“ auf. Ebenso wurden die bisher existierenden Landes-Kriegerverbände mit Wirkung zum 1. Juli 1934 abgeschafft und in Angleichung an die bestehende SA-Gruppeneinteilung 22 neue Landesverbände geschaffen. Dieser Maßnahme folgte die Änderung der Bezeichnung Verein in "Krieger-Kameradschaft" und die Auflösung der Frauengruppen, deren Aufgaben von der Frauenschaft der NSDAP übernommen wurde. Bereits durch Verfügung vom 26. Mai 1934 wurde der Landesverband Rheinland mit dem 1. Juli 1934 aufgelöst und in die Landesverbände Niederrhein und Westmark geteilt.

Die Wohlfahrtseinrichtungen der bundesstaatlichen Landeskriegerverbände waren bis 1935 selbständig geblieben, wurden aber zum 1. Januar 1936 der Deutschen Krieger-Wohlfahrtsgemeinschaft (dem ehemaligen Deutschen Kriegerbund) zugeordnet. Der Abschluss der inneren Organisation erfolgte am 1. April 1937 mit der Neugliederung des Kyffhäuserbundes, der in 13 Landesgebiete (nicht mehr Landesverbände) eingeteilt wurde. Diese entsprachen jetzt den Oberabschnitten der SS. Mit der Verordnung vom 4. März 1938 wurden alle anderen Soldatenbünde in den NS-Reichskriegerbund eingegliedert. Nur die NSKOV (National-sozialistische Kriegsopferversorgung) mit ihren Sonderaufgaben für Kriegsbeschädigte blieb neben dem NS-Reichskriegerbund bestehen. Der NS-Marinebund und der Deutsche Kolonialkrieger-Bund durften ihre Namen behalten, mussten sich aber organisatorisch dem Reichskriegerbund unterstellen. Durch Anordnung Hitlers wurde der Deutsche Reichskriegerbund „Kyffhäuser“ am 4. März 1938 in NS-Reichskriegerbund „Kyffhäuser“ umbenannt.

1938 – NS-Reichskriegerbund („Kyffhäuserbund) e.V.[Bearbeiten]

Am 3. März 1943 löste Adolf Hitler den Kyffhäuserbund auf Reichsebene auf. Anlass war die verlorene Schlacht von Stalingrad. Das Vermögen wurde der NSDAP übertragen und die weiter bestehenden lokalen Vereine, die in der Endphase des Zweiten Weltkriegs den Grundstock für die Volkssturm-Einheiten bildeten, der Partei unterstellt.

Nach 1945[Bearbeiten]

Durch Kontrollratsgesetz Nr. 2 (Auflösung und Liquidierung der Naziorganisationen) vom 10. Oktober 1945 werden alle Organisationen und Einrichtungen, die der nationalsozialistischen Herrschaft gedient haben, „abgeschafft und für ungesetzlich erklärt“, so unter anderem auch der NS-Reichskriegerbund.

1952 begann die Wiedergründung des Verbandes mit allen Landesverbänden. Heute betont er seine Rolle als Reservisten- und Schießsportverband.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Fricke u.a.: Kyffhäuser-Bund der Deutschen Landeskriegerverbände (KB) 1900–1943. In: Dieter Fricke (Hrsg.): Die bürgerlichen Parteien in Deutschland. Berlin 1968, S. 296–312.
  • Karl Saul: Der „Deutsche Kriegerbund“. Zur innenpolitischen Funktion eines nationalen Verbandes im kaiserlichen Deutschland. In: Militärgeschichtliche Mitteilungen (MGM). 2/1969, S. 95–159.
  • Karl Führer: Der „Deutsche Reichskriegerbund Kyffhäuser“ 1930–1934. Politik, Ideologie und Funktion eines „unpolitischen“ Verbandes. In: Militärgeschichtliche Mitteilungen (MGM). 2/1984, S. 57–76.
  • Heinz Kleene: Das Kriegervereinswesen im Emsland zur Zeit des Kaiserreiches. In: Jahrbuch des Emsländ. Heimatbundes. Sögel 2005, S. 137–159.

Weblinks[Bearbeiten]