Kyknos
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Kyknos ("Schwan"), Name mehrerer mythologischer Helden, die meist nach ihrem Tod in Schwäne verwandelt wurden.
- Der bekannteste war der Sohn des Poseidon und der Nymphe Kalyke. Er wurde von Fischern Kyknos genannt, weil sie das ausgesetzte Kind am Strand von Schwänen umkreist gefunden hatten. Kyknos wurde König von Kolonä im Gebiet von Troja. Betört durch die Verleumdungen seiner zweiten Gemahlin und eines Flötenspielers, ließ er seine beiden Kinder aus erster Ehe, Tenes (oder Tennes) und Hemithea, in einem Kasten ins Meer werfen; sie landeten auf Tenedos, wo Tenes König wurde. Als die Lüge aufflog, ließ Kyknos den Flötenspieler steinigen und seine Frau lebendig begraben (Apollodor, Bibliothek, VI, 24-31). Später fand Kyknos seinen Sohn wieder und zog mit ihm den Troern gegen Griechenland zu Hilfe, wurde aber endlich, trotz seiner Unverwundbarkeit durch Waffen, von Achilles mit dem Helmriemen erwürgt und alsbald in einen Schwan verwandelt.
- Ein zweiter Kyknos, König von Amphanai Sohn des Ares und der Pelopia, wurde von Herakles im Zweikampf erschlagen und von seinem Vater in einen Schwan verwandelt.
- Der dritte Kyknos einst ein Sohn des Apollon, der von Phyllios vergeblich umworben wurde und sich, um sich ihm zu entziehen ins Meer stürzte. (Ovid, Metamorphosen, VII, 371-383).
- Der vierte Kyknos (Sthenelos Sohn) war Herrscher über die Ligurer und der Geliebte Phaetons. Er hatte vor Gram über dessen Tod sein Reich verlassen und verwandelte sich, durch das Land streifend, in den ersten Schwan (Ovid, Metamorphosen, II 367-380).
[Bearbeiten] Literatur
- Der Neue Pauly Enzyklopädie der Antike, hrsg. von H. Cancik, H. Schneider, Bd. 6, Weimar und Stuttgart: Metzler,1999. ISBN 3-476-01476-2
- Gerhard Fink (Übers.), Ovid. Metamorphosen. Das Buch der Mythen und Verwandlungen, Düsseldorf u.a.: Patmos 2005. ISBN 3491961572

