Länder Dänemarks

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Verwaltungsgliederung Dänemarks im Mittelalter

Die drei Länder Dänemarks bildeten historisch das dänische Königreich von den Zeiten seiner Gründung als einheitliches Reich im 9. Jahrhundert:

Die Abspaltung Schleswigs erfolgte erst mit dem Jarltum Süderjütland, das sich zum Herzogtum Schleswig entwickelte. Der Rest von Jütland bildete nun weiterhin Norderjütland (Nørrejylland), was nicht mit Nordjütland (der nördlichste Teil Jütlands) zu verwechseln ist.

Jedes der Länder behielt sein eigenes Thing und Landesrecht bis zum späten Mittelalter (Schonisches Recht, Seeländisches Recht, Jütisches Recht). Obwohl Dänemark ein vereinigtes Königreich war, wurde das Brauchtum der Königshuldigung bei den drei unterschiedlichen Versammlungen beibehalten. Ein Überbleibsel ist die heutige Einteilung Dänemarks in zwei Obergerichtsbezirken, das Östliche und Westliche Obergericht.

Jütland, Øerne („Die Inseln“) und Bornholm bleibt bis heute eine traditionelle Einteilung des Landes, die oft in der Meteorologie und in öffentlicher Statistik verwendet wird. Bornholm ist der einzige noch dänische Teil Schonens, nachdem das Gebiet 1658 an Schweden verloren ging.

In den letzten Jahrzehnten sind die weniger spezifischen Benennungen Ost- und Westdänemark auch populär geworden, z.B. wenn logistische, ökonomische oder politische Muster beschrieben werden. Fünen kann jedoch zu sowohl dem Ost- als dem Westteil des Landes zugerechnet werden, mit entweder der Große Belt oder der Kleine Belt als Abgrenzung.

Siehe auch[Bearbeiten]