Léon d’Hervey de Saint-Denys

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Marie Jean Léon le Coq

Marie Jean Léon le Coq, Baron d’Hervey, Marquis de Saint-Denys (* 6. Mai 1822 in Paris; † 2. November 1892 ebenda) war ein französischer Schriftsteller, Sinologe und Traumforscher.

Er war Professor für Chinesisch am Collège de France und Kommissar für das chinesische Reich bei der Weltausstellung Paris 1867. Er übersetzte aus dem Chinesisches Werke von Li Bai ins Französische. Diese Übersetzungen flossen − übertragen ins Deutsche von Hans Bethge – in Gustav Mahlers Lied von der Erde ein.

Bekannt ist er heute für seine privaten Forschungen auf dem Gebiet der Klarträume. Im Alter von 13 Jahren begann er seine Träume aufzuschreiben. Nach geraumer Zeit erlangte er die Fähigkeit, seine Träume zu kontrollieren und regelmäßig luzide zu träumen. Im Jahre 1867 veröffentlichte er anonym seine Erkenntnisse in dem Buch Les Rêves et les moyens de les diriger. Darin schlägt er verschiedene Möglichkeiten der Traumkontrolle vor. D'Hervey de Saint-Denys gilt als Klartraumpionier. In der noch jungen Disziplin der Klartraumforschung beziehen die meisten Forscher (u.a. Jayne Gackenbach, Stephen LaBerge) sein Werk in ihre Arbeiten mit ein.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]