Léonor-Joseph Havin

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Léonor-Joseph Havin

Léonor-Joseph Havin (* 2. April 1799 in Paris; † 12. November 1868 in Torigni-sur-Vire (Département Manche)) war ein französischer Publizist und Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Havins Familie gehörte zu den Parteigängern von Napoléon Bonaparte. Als mit der Schlacht bei Waterloo dessen Herrschaft der Hundert Tage vorbei waren, ging Havin zusammen mit seinem Vater 1816 ins Exil. Nach vier Jahren konnte die Familie wieder zurück nach Paris kommen.

Havin bekam eine Anstellung in der Stadtverwaltung und avancierte 1830 zum Friedensrichter von Paris. Als solcher wurde im darauffolgende Jahr als Abgeordneter in die Zweite Kammer gewählt wo bis 1848 nahezu ausschließlich zur Opposition gehörte. Auch an den Agitationen, welche zur Februarrevolution führten, beteiligte er sich lebhaft. In der Nationalversammlung hielt er sich zur gemäßigten Partei, trat aber, zum Mitglied des Staatsrats ernannt, am 20. April 1849 aus.

Erst 1863 trat er wieder in den Gesetzgebenden Körper, als Kandidat der demokratischen Opposition doppelt gewählt. Große Dienste leistete er der demokratischen Partei als politischer Direktor der Zeitung Le Siècle, die er 18 Jahre leitete und zu einer der meist gelesenen französischen Zeitungen machte.

Literatur[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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