Lídia Jorge

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Lídia Jorge (* 18. Juni 1946 in Boliqueime) ist eine portugiesische Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Ihre Jugend verbrachte sie als Einzelkind bei der Mutter und anderen weiblichen Familienmitgliedern in der Algarve. Nach ihrer Schulzeit in Faro zog sie nach Lissabon und studierte an der Universität Lissabon Romanistik. Mit ihrem ersten Ehemann, einem Offizier der Luftwaffe, hielt sie sich während des Kolonialkriegs einige Jahre in Angola und danach in Mosambik auf.

Bereits ihr erster Roman O dia dos prodígios (Der Tag der Wunder) wurde zu einem Hauptwerk der neueren portugiesischen Literatur.

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten]

Für ihr Romanwerk wurde sie 2006 zusammen mit ihrer langjährigen Übersetzerin Karin von Schweder-Schreiner mit dem erstmals vergebenen Albatros Literaturpreis ausgezeichnet. Lídia Jorge erhielt am 15. Dezember 2010 die Ehrendoktorwürde der Universidade do Algarve anlässlich des Erscheinens ihres Erstlingswerks O dia dos prodígios vor 30 Jahren.

Werke[Bearbeiten]

  • O Dia dos Prodígios, 1979, Deutsch: Der Tag der Wunder, 1989
  • Notícia da Cidade Silvestre, 1984, Deutsch: Nachricht von der anderen Seite der Straße. Suhrkamp Taschenbuch 1992, ISBN 3-518-38649-2.
  • A Costa dos Murmúrios, 1988, Deutsch: Die Küste des Raunens, 1993. Suhrkamp Taschenbuch 1995, ISBN 3-518-38969-6.
  • A Instrumentalina, 1992, Deutsch: Eine Liebe, 1998
  • O Jardim Sem Limites, 1995, Deutsch: Paradies ohne Grenzen, 1997
  • O Vale da Paixão, 1998 , Deutsch: Die Decke des Soldaten, 2000
  • O Vento Assobiando nas Gruas, Deutsch: Milene, 2005
  • Os Memoráveis, 2014

1995 bis 1997 erschien im Verlag Publicações Dom Quixote in Lissabon eine achtbändige Werkausgabe unter dem Titel Obras completas de Lídia Jorge.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ilídio Rocha: Chronologisches Lexikon der portugiesischen Literatur. Nach dem Pequeno Roteiro da Literatura Portuguesa (Lissabon, 1984), Verlag Teo Ferrer de Mesquita, Frankfurt am Main 1999, ISBN 978-3925203626

Weblinks[Bearbeiten]