Löbau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Löbau
Löbau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Löbau hervorgehoben
51.09444444444414.666666666667260Koordinaten: 51° 6′ N, 14° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Görlitz
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Löbau
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 78,74 km²
Einwohner: 15.638 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 199 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02708
Vorwahlen: 03585, 035876 (Mauschwitz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: GR, LÖB, NOL, NY, WSW, ZI
Gemeindeschlüssel: 14 6 26 290
Stadtgliederung: Kernstadt und 24 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Altmarkt 1
02708 Löbau
Webpräsenz: www.loebau.de
Oberbürgermeister: Dietmar Buchholz (parteilos)
Lage der Stadt Löbau im Landkreis Görlitz
Bärwalder See Berzdorfer See Talsperre Quitzdorf Talsperre Quitzdorf Polen Tschechien Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Bad Muskau Beiersdorf Bernstadt a. d. Eigen Herrnhut Bertsdorf-Hörnitz Boxberg/O.L. Boxberg/O.L. Dürrhennersdorf Ebersbach-Neugersdorf Kottmar (Gemeinde) Gablenz (Oberlausitz) Görlitz Görlitz Groß Düben Groß Düben Großschönau (Sachsen) Großschweidnitz Hähnichen Hainewalde Herrnhut Hohendubrau Horka Jonsdorf Kodersdorf Königshain Krauschwitz (Sachsen) Kreba-Neudorf Lawalde Leutersdorf (Sachsen) Löbau Markersdorf (Sachsen) Markersdorf (Sachsen) Mittelherwigsdorf Mücka Mücka Neißeaue Neusalza-Spremberg Kottmar (Gemeinde) Niesky Kottmar (Gemeinde) Oderwitz Olbersdorf Oppach Ostritz Oybin Quitzdorf am See Reichenbach/O.L. Rietschen Rosenbach Rothenburg/Oberlausitz Schleife (Sachsen) Schönau-Berzdorf auf dem Eigen Schönbach (Sachsen) Schöpstal Seifhennersdorf Reichenbach/O.L. Trebendorf Trebendorf Vierkirchen (Oberlausitz) Waldhufen Weißkeißel Weißwasser/Oberlausitz Zittau Zittau Landkreis Bautzen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Löbau (obersorbisch Lubij) ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Görlitz in der sächsischen Oberlausitz. Sie ist Teil und auch Verwaltungssitz der Verwaltungsgemeinschaft Löbau.

Sie liegt etwa 75 km östlich von Dresden, 18 km südöstlich von Bautzen und 25 km südwestlich von Görlitz.

Geographie[Bearbeiten]

Löbau liegt am Ostrand des Lausitzer Berglandes und des Lausitzer Gefildes. Der Ort liegt im Löbauer Kessel, im sächsischen Naturraum des Oberlausitzer Gefildes im Grenzbereich zum Oberlausitzer Bergland (Nördlicher Hauptkamm). Kleinräumlich grenzen an: südlich das Kottmarmassiv, östlich das Neißehügelland und nördlich die Gefildezone mit Übergang zur Lausitzer Tiefebene. Das Weichbild der Stadt wird vom östlich gelegenen Löbauer Berg (447 m) mit Schafberg (449 m) geprägt („Löbau – Stadt am Berge“), der Doppelgipfel bildet seit 1974 das 255 ha große Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Löbauer Berg“.

Löbau – Stadt am Berge

Geologisch herrscht ein Untergrund aus Tiefengestein (Granodiorit) vor. Die Quellkuppe des Doppelberges Löbauer Berg / Schafberg entstand durch Vulkanismus im Tertiär und besteht aus Basaltgestein. Der Basalt ist zu Blöcken verwittert, die in Form von Gesteinshalden (Blockmeere oder „Steinerne Meere“) weite Flächen des Berges bedecken. Die tiefer gelegenen Teile des Löbauer Kessels (240 bis 270 m) haben die Gestalt welliger Lößplateaus, die aus Löß- und Auelehm, Sand/Kies sowie Granit bestehen.

Löbau liegt an der Einmündung der Seltenrein ins Löbauer Wasser, einem Zufluss der Spree.

Erwähnenswerte Geotope sind die Georgewitzer Skala (ein felsiger Taleinschnitt des Löbauer Wassers nördlich der Stadt) sowie die westlich gelegene Hügelkuppe des Bubenik (auch Kleine Landeskrone – 376 m), dessen Basaltquellkuppe seit 1938 Naturdenkmal ist.[2] Ferner zählt auch zur Stadt Löbau der 10 km südlich gelegene Berg Kottmar (583 m), an dessen Westhang sich eine der drei Spreequellen befindet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Altmarkt und Nicolaistraße

Nachbargemeinden von Löbau sind Vierkirchen im Norden, die Stadt Reichenbach/O.L. im Nordosten, Rosenbach im Südosten, Kottmar und Großschweidnitz im Süden, Lawalde im Südwesten und im Landkreis Bautzen die Gemeinde Hochkirch im Westen und die Stadt Weißenberg im Nordwesten.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Der Stadtrat der Großen Kreisstadt Löbau beschloss in seiner Sitzung vom 7. Juli 2011[3] eine neue Gliederung der Stadt. Dabei wurden die ehemals selbständigen Dörfer Altlöbau (bisher zu Löbau), Dolgowitz (bisher zu Rosenhain), Oelsa (bisher zu Löbau), Unwürde (bisher zu Laucha), Wendisch-Cunnersdorf (bisher zu Rosenhain) und Wendisch-Paulsdorf (bisher zu Rosenhain) als separate Stadtteile der Stadt Löbau erklärt. Das Kernstadtgebiet Löbau wurde zeitgleich in die Stadtteile Löbau-Mitte, Löbau-Neustadt, Löbau-Nord, Löbau-Ost, Löbau-Süd und Löbau-West gegliedert. Somit besteht das Stadtgebiet nunmehr aus 32 Stadtteilen:

Stadtgliederung von Löbau

Mit Ausnahme der ehemaligen Siedlungen Körbigsdorf, Liebesdörfel, Tiefendorf und Peschen (Stwěšin) berücksichtigt die Gliederung des Stadtgebietes somit alle ehemals selbständigen Orte.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Johanniskirche und ehemalige Preuskerschule
Blick in die Badergasse

Funde von Keramik- und Bronzegegenständen im Tal des Löbauer Wassers und eine befestigte Höhensiedlung (Ringwallanlage oder Schanze) auf dem Schafberg belegen die ur- und frühgeschichtliche Besiedlung der Gegend im Zeitalter der Lausitzer Kultur (10. Jahrhundert v. Chr.).
siehe auch Burgwall Bielplatz Bellwitz

Mittelalter[Bearbeiten]

Löbau wurde im Jahre 1221 als Lubaw durch Bischof Bruno II. von Meißen erstmals erwähnt. Der Name stammt aus dem Sorbischen, die Bedeutung ist jedoch nicht gesichert. Die Stadt wurde um 1200 im Rahmen der Ostkolonisation unter böhmischer Herrschaft (Ottokar I.) angelegt. Planmäßige Stadtanlage auf einem Plateau oberhalb der sumpfigen Talaue des Löbauer Wassers. Seiner ursprünglichen Bestimmung nach war Löbau als Handels- und Gewerbeort geplant und wurde mit Stadtmauern befestigt. Bis 1319 folgten Stadterweiterungen zu einer typischen Ackerbürgerstadt. 1336 wurde das hiesige Franziskanerkloster erstmals erwähnt. Löbau gehörte dem Oberlausitzer Sechsstädtebund an, der hier 1346 gegründet wurde. Wegen ihrer zentralen Lage in der Oberlausitz blieb die Stadt bis 1815 Konventsort des Bundes.

Verheerende Brände legten Stadtteile immer wieder in Schutt und Asche. Wie es einst in vielen Straßen ausgesehen hat, zeigt ein Blick in die Badergasse – die Häuser standen meist mit dem Giebel zur Straße.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Karte von Oberreit mit Löbau um 1845
Ansicht um 1850

Löbau war von den Hussitenkriegen (um 1431), dem Oberlausitzer Pönfall (1547) und dem Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) sowie von sechs Stadtbränden schwer betroffen. Im 17. Jahrhundert war die Stadt mit landesherrlichen Privilegien, wie zum Beispiel Markt- und Braurecht sowie Bannmeile ausgestattet. Um 1700 gab es eine Blütezeit der Leinenweberei und umfangreichen Fernhandel bis nach Übersee. Nach dem Stadtbrand von 1710 folgten weitere städtebauliche Veränderungen, wie z. B. der Barockbau des Rathauses (1711) und zahlreiche Bürgerhäuser. Im Zuge der Industrialisierung wurde Löbau durch Chausseen mit Görlitz (1822), Bautzen (1824) und Zittau verbunden. Im Jahre 1847 folgte der Anschluss an die Ferneisenbahnlinie Dresden–Görlitz. Weitere Eisenbahnanschlüsse folgten 1848 nach Zittau, 1873 nach Ebersbach, 1895 nach Weißenberg und 1928 nach Cunewalde.

Im 19. Jahrhundert dominierte die Textilindustrie in der Kleinstadt. Die erste Fabrik Löbaus war die 1835 von Hildebrandt gegründete Rot- und Buntfärberei, aus der später das volkseigene Oberlausitzer Textilveredelungswerk hervorging. Daneben gab es jedoch auch vielfältige andere Industrien mit dem Schwerpunkt Verarbeitung wie z. B.: Natursteinverarbeitung, Ziegelei, Brauerei, Essigherstellung, Zuckerfabrik, Nudelherstellung, Käserei, Molkerei und Schlachthof, aber auch Maschinenbau, eine Flügel- und Pianomanufaktur, Gummi- und Kohlensäurefabrikation. Im Jahre 1898 wurde ein Elektrizitätswerk eröffnet und zur selben Zeit eine Gasanstalt betrieben. Günstig wirkte sich ihre Stadtlage an der Fernbahnlinie Dresden–Breslau aus.

Bis ins frühe 20. Jahrhundert wurde in den Dörfern westlich und nördlich der Stadt – z.B. Großdehsa, Oelsa, Kittlitz – noch der Löbauer Dialekt des Sorbischen gesprochen; dieser ist mittlerweile ausgestorben.

Bahnhof Löbau/Sa.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Anfang des 20. Jahrhunderts war die Stadt wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt der Amtshauptmannschaft Löbau mit Kreditinstituten, einigen Ämtern, wie Finanzamt, Gesundheitsamt, Garnison, Polizei sowie Kreisgericht mit einem Gefängnis. 1912 erfolgte der Bau eines Krankenhauses.

1923 wurde eine Zeitungsdruckerei eröffnet und 1924 erschien die „Volkszeitung für die Oberlausitz“. Der Bau einer künstlerischen Spielstätte am Theaterplatz blieb unverwirklicht.

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine Handelsschule, Berufsschule und Gewerbeschule. Lehrerbildungsstätten gab es in der Stadt von 1873 bis 1998 (1873–1935 Königliches Lehrerseminar, 1955–1990 Institut für Lehrerbildung, 1993–1999 Staatliche Seminare für das Lehramt an Grund- bzw. Mittelschulen).

Von 1914 bis 1991 war Löbau Garnisonsstadt. Beginnend mit einer Jägerkaserne (1914) bis hin zu einer Offizierschule der Landstreitkräfte (1963, 1971 Offiziershochschule). Während des Ersten Weltkrieges war Löbau Standort eines Reservelazaretts und mit Kriegsproduktion befasst. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Stadt von unmittelbaren Kriegshandlungen nicht betroffen, es kam jedoch zur Sprengung fast aller verkehrswichtigen Straßen- und Eisenbahnbrücken. 1945 rückten Verbände der Rote Armee ein; die Sowjetische Besatzungszone entstand.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Denkmalschutzgebiet der Gründerzeit

In der Zeit nach 1945 wuchsen Bevölkerung und Wirtschaft (vor allem die Textilindustrie); Löbau wurde Kreisstadt (Kreis Löbau). 1950 wurde das „Stadion der Jugend“ am Fuße des Löbauer Berges eröffnet. Nach 1960 wuchs und erweiterte sich die Stadt durch neue Wohngebiete Süd (1955), Nord (1972) und Ost (1981). Die Entwicklung des Industrie- und Bevölkerungszentrums um Ebersbach und Neugersdorf im Süden des Kreises hatte auch Auswirkungen auf Löbau.

1988 erhielt die Stadt ein weiteres Wahrzeichen: der 162 Meter hohe Betonturm des neuen Fernseh- und Hörrundfunksenders Löbau auf dem Schafberg wurde fertiggestellt. In den 1970er und 1980er Jahren herrschte das Erscheinungsbild einer Textilindustrie- und Garnisonsstadt vor.

Löbau gehörte zum sogenannten Tal der Ahnungslosen: dort konnten UKW-Radio- und Fernsehübertragungen aus dem damaligen Gebiet der Bundesrepublik Deutschland (in der DDR Westfernsehen genannt) auch mit großem Aufwand nicht terrestrisch empfangen werden. Die Löbauer erhielten also nur Informationen aus den zensierten DDR-Medien.

Nach 1990[Bearbeiten]

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands folgte ein tiefgreifender Strukturwandel (Niedergang des Großteils der Industriebetriebe, Auflösung der Offiziershochschule), verbunden mit Bevölkerungsrückgang und Kaufkraftverlust. Im Zuge der Kreisreform von 1994 verlor Löbau seinen Status als Kreisstadt (LÖB). Im neu gebildeten Kreis Löbau-Zittau (ZI), der mit der sächsischen Kreisreform 2008 im neu gebildeten Landkreis Görlitz aufging, erlangte sie zwar 2000 den Status einer Großen Kreisstadt, verlor aber fast alle politisch-administrativen Funktionen an Zittau.

Nach erfolgreicher innerstädtischer Sanierung und Innenstadtgestaltung in den 1990er Jahren überwiegt ein kleinstädtischer Ortscharakter. Löbau zählt neben Kamenz und Niesky zu den kleineren Städten der Oberlausitz mit sehenswerter Innenstadt und einer touristisch reizvollen landschaftlichen Umgebung.

Katholische Kirche Mariä Namen, geweiht 1892

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1934 wurde Altlöbau nach Löbau eingemeindet. Es folgten Oelsa 1979[4], drei Gemeinden 1994[4], Ebersdorf 1999[5] und Kittlitz 2003[6].

In den Jahren 1938, 1974 und 1994 wurden insgesamt zehn ehemals selbständige Orte nach Kittlitz eingemeindet.[4]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Altlöbau 1. April 1934
Bellwitz 22. März 1970 Zusammenschluss mit Georgewitz zu Georgewitz-Bellwitz
Carlsbrunn 1. April 1974 Eingemeindung nach Kittlitz
Ebersdorf 1. Januar 1999
Eiserode 1. Januar 1994
Georgewitz 22. März 1970 Zusammenschluss mit Bellwitz zu Georgewitz-Bellwitz
Georgewitz-Bellwitz 1. März 1994 Eingemeindung nach Kittlitz
Glossen 1. April 1974 Eingemeindung nach Lautitz
Großdehsa 1. März 1994
Kittlitz 1. Januar 2003
Kleinradmeritz 1. März 1994 Eingemeindung nach Kittlitz
Krappe 1. April 1974 Eingemeindung nach Kittlitz
Laucha 1. April 1938 Eingemeindung nach Kittlitz
Lautitz 1. März 1994 Eingemeindung nach Kittlitz
Oelsa 1. Januar 1979
Oppeln 1. April 1974 Eingemeindung nach Kittlitz
Rosenhain 1. März 1994
Unwürde 1. April 1938 Eingemeindung nach Kittlitz
Wohla 1. April 1974 Eingemeindung nach Kittlitz
Nikolaikirche
Heilig-Geist-Kirche

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen der Kernstadt ohne Stadtteile

Jahr Einwohnerzahlen
1502 1.200
1730 2.211
1790 2.400
1832 2.446
1842 3.041
1846 3.623
1852 3.854
1856 3.921
1858 4.107
1861 4.413
1864 5.022
1867 5.721
1871 5.862
1875 6.226
1880 6.651
1885 6.977
Jahr Einwohnerzahlen
1890 7.623
1895 8.736
1900 9.637
1905 10.683
1910 11.837
1925 12.635
1934 14.574
1948 18.386
1964 16.805
1971 17.488
1988 18.326
1990 17.567
1991 17.071
1992 16.375
1993 16.157
1994 15.719
Jahr Einwohnerzahlen
1995 15.363
1996 15.102
1997 14.863
1998 14.691
1999 14.500
2000 14.177
2001 13.791
2002 13.719
2003 13.553
2004 13.447
2005 13.301
2006 13.083
2007 12.720
2008 12.540
2009 12.314
2010 12.046

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Rathaus

Der Stadtrat der Stadt Löbau hat insgesamt 22 Mitglieder. Sie gehören folgenden Parteien oder Wählervereinigungen an:

CDU Die Linke Bürgerliste FDP SPD Gesamt
1999 9 7 3 1 2 22
2004 8 7 4 2 1 22
2009 7 5 6 3 1 22
2014 6 5 10 1 0 22

Ortschaftsräte[Bearbeiten]

In den eingegliederten Orten gibt es jeweils einen zuständigen Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher. Die Hauptsatzung der Stadt Löbau hat hierzu die Ortschaftsverfassung für vier Ortschaften eingeführt. Es gibt die Ortschaft Ebersdorf (Stadtteil Ebersdorf), die Ortschaft Großdehsa (Stadtteile Eiserode, Großdehsa, Nechen und Peschen), die Ortschaft Kittlitz (Stadtteile Altcunnewitz, Bellwitz, Carlsbrunn, Georgewitz, Glossen, Kittlitz, Kleinradmeritz, Krappe, Laucha, Lautitz, Mauschwitz, Neucunnewitz, Neukittlitz, Oppeln und Wohla) sowie die Ortschaft Rosenhain (Stadtteile Dolgowitz, Rosenhain, Wendisch-Cunnersdorf und Wendisch-Paulsdorf). Die Ortschaftsräte werden von der Bevölkerung der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl gewählt. Sie sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Der Ortsvorsteher wird von den jeweiligen Ortschaftsräten gewählt.

Stadtoberhäupter[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadt stand der Consul regens, der regierende Bürgermeister. Ihm standen die Exconsule, das sind der 1. und 2. stellvertretende Bürgermeister zur Seite. Unter diesen drei Bürgermeistern des Konsulats wechselte die Regierung.

Heutiges Stadtoberhaupt ist der Bürgermeister, seit 1. Januar 2000 Oberbürgermeister, der von der Bevölkerung auf sieben Jahre direkt gewählt wird. Sein ständiger Vertreter ist der „Erste Beigeordnete“ mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Bürgermeister bzw. (ab 2000) Oberbürgermeister

  • 1831–1832: Carl Heinrich Schluckwerder
  • 1832–1842: Karl Benjamin Schöbel
  • 1842–1850: Moritz Lieberecht Friedrich
  • 1850–1883: Karl Hartmann
  • 1883–1890: Ferdinant Paul Damm
  • 1890–1912: Carl Ernst Otto Mücklich
  • 1912–1922: Dr. Georg Wilhelm Schaarschmidt
  • 1922–1945: Dr. jur. Otto Willi Ungethüm (von sowjetischen Kräften verhaftet, in Bautzen verstorben)
  • 1945: Dr. Johannes Bobeth (11. – 23. Mai, eingesetzt von der sowjetischen Kommandantur)
  • 1945–1946: Otto Hermann (von sowjetischen Kräften verhaftet)
  • 1946: Adolf Klinger (kommissarisch)
  • 1946–1948: Gustav Meder (SED)
  • 1948–1950: Hermann Tütig
  • 1950: Kurt Walter (LDPD) (1. September – 31. Oktober, kommissarisch)
  • 1950: Walter Stöß (1. November – 10. Dezember)
  • 1950–1955: Kurt Walter (LDPD)
  • 1955–1959: Gottfried Hahnewald
  • 1959–1965: Hellmuth Walter (LDPD)
  • 1965–1970: Oskar Zoubek
  • 1970–1983: Hellmuth Schudack (LDPD)
  • 1983–1989: Rainer Simmang (SED)
  • 1989–1990: Isolde Thiele (SED, später parteilos)
  • 1990: Heinz Hartstein (CDU, später SPD und parteilos; wurde gewählt, trat das Amt aber nicht an.)
  • 1990–2001: Dietrich Schulte (FDP)
  • seit 2001: Dietmar Buchholz (parteilos)

Beigeordnete bzw. (ab 2000) Bürgermeister

  • 1993–2001: Hans-Joachim Zimmermann (CDU)
  • seit 2001: Guido Storch (CDU)

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten]

Mit den Nachbargemeinden Lawalde, Großschweidnitz und Rosenbach besteht eine Verwaltungsgemeinschaft, deren erfüllende Gemeinde die Stadt Löbau ist.

Partnerstädte[Bearbeiten]

PolenPolen die polnische Sechsstadt Lauban (Lubań)
DeutschlandDeutschland die Große Kreisstadt Ettlingen in Baden-Württemberg
UngarnUngarn Stadt Makó in Ungarn
FrankreichFrankreich die Stadt Épernay in Frankreich

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Haus Schminke/Scharoun

Haus Schminke[Bearbeiten]

Hauptartikel: Haus Schminke

Das Haus Schminke in der Kirschallee 1b ist eines der bedeutendsten Werke der klassischen Moderne und ein Beispiel für das so genannte „Neue Bauen“, wie es an der Kunstakademie Breslau und am Bauhaus entwickelt wurde. Das Löbauer Haus wurde von 1930 bis 1933 von Hans Scharoun für Fritz & Charlotte Schminke geplant. Es gilt als Hauptwerk Scharouns im Bereich des privaten Wohnbaues. Es ist daher Ziel von Fachexkursionen aus aller Welt und Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen. Für Fachinteressierte ist die Übernachtung möglich. Universitäten und Hochschulen können das Haus für Workshops und Seminare nutzen.

Das Haus Schminke stellt sich in die Reihe namhaftester Vertreter der Moderne wie der Villa Tugendhat von Ludwig Mies van der Rohe, der Villa Savoye von Le Corbusier sowie dem Haus Kaufmann (Fallingwater) von Frank Lloyd Wright ein.

Den Garten gestaltete Herta Hammerbacher, die damalige Ehefrau des Landschaftsarchitekten Hermann Mattern. Beide arbeiteten in Gemeinschaft mit dem berühmten Gärtner und Staudenzüchter Karl Foerster.

König-Friedrich-August-Turm[Bearbeiten]

Auch einfach oft Gusseiserner Turm genannt, ist ein bautechnisches Denkmal auf dem Löbauer Berg. Vom 28 Meter hohen Aussichtsturm aus dem Jahre 1854 besteht gute Rundumsicht. Aufgrund seiner gusseisernen Baukonstruktion aus etwa eintausend Einzelteilen, überwiegend durch Steckverbindungen mit Bleiverschlag montiert und einem Gesamtgewicht von ca. 70 t, gilt er als einzigartig in Europa. Sein Erbauer war der Bäckermeister Friedrich August Bretschneider, der den Bau mit ca. 25 Tausend Talern finanzierte. Die Eisenteile des Turmes wurden in der Eisenhütte Bernsdorf/OL gegossen und tragen eine neo-byzantinische und neo-gotische Ornamentik. Der achteckige Turm verfügt über drei Galerien (12, 18 und 24 m Höhe), die über eine 120-stufige Wendeltreppe erreichbar sind. Eine grundlegende Sanierung mit Demontage und Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1993/94.

Landesgartenschau 2012[Bearbeiten]

Die 6. Sächsische Landesgartenschau fand vom 28. April bis 14. Oktober 2012 auf dem etwa 20 Hektar großen ehemaligen Industriegelände am Löbauer Wasser (Fa. Römer, Fa. Rabe, später LAUTEX und Oberlausitzer Zuckerfabrik bzw. Südzucker) statt.[7]

Kulturzentrum Johanniskirche[Bearbeiten]

Im „Kulturzentrum des Sechsstädtebundes und der Euroregion Neiße“, einer ehemaligen Klosterkirche der Franziskaner aus dem 14. Jahrhundert gibt es regelmäßige Kulturangebote der Genres Konzert, Theater, Kabarett und Kino.

Stadtmuseum[Bearbeiten]

Stadtmuseum

Das „Oberlausitzer Sechsstädtebund- und Handwerksmuseum / Stadtmuseum Löbau“ in der Johannisstraße bietet ständig Sonderausstellungen sowie eine ausführliche Dauerausstellung zur Geschichte des Sechsstädtebundes, der Geschichte des Oberlausitzer Handwerks und der Geschichte der Stadt Löbau.

Sonstige Bauwerke[Bearbeiten]

  • barockes Rathaus von 1714 mit Mondphasenuhr, einer der deutschlandweit letzten innerhalb eines Rathauses erhaltenen Fleischbänke und einzigem innerhalb des Sechsstädtebundes noch bewirtschaftetem historischem Ratskeller
  • barocke Bürgerhäuser am Altmarkt
  • drei ehemals vor den Stadttoren Richtung Bautzen, Görlitz und Zittau befindliche Kursächsische Postdistanzsäulen als Nachbildungen, wobei bei den Säulen vom ehem. Görlitzer und Zittauer Tor die Wappen vertauscht wurden
  • Nikolaikirche (1293) ist die Hauptkirche der Stadt (Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde)
Postdistanzsäule, Bahnhofstraße
Koenig-Albert-Bad

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Grabstätten und Gedenkstein am Südwestabhang des Jäckelberges für die acht kriegsmüden Wehrmachtssoldaten Hubert Dieteren, Erwin Fuhrig, Karl Koroschetz, Johann Kromp, Erich Radke, Rudolf Schmidt, Siegfried Wulf sowie einen namentlich Unbekannten, die im Mai 1945 nach Verrat ihres Verstecks ermordet wurden
  • Gedenktafel im Geschwister-Scholl-Gymnasium für den am 5. April 1943 im Zuchthaus Berlin-Plötzensee ermordeten Kommunisten Alfred Schmidt-Sas
  • Sandstein-Stele aus dem Jahre 1988 am Nordflügel des Amtsgerichts am Promenadenring 3 zur Erinnerung an die jüdischen Opfer der Shoa von Löbau
  • Gedenkstein von 1960 gegenüber dem Haus Promenadenring 12 zur Erinnerung an den KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann, der 1944 im KZ Buchenwald ermordet wurde

Sport[Bearbeiten]

  • FSV Empor Löbau, Fußballverein
  • SV Horken Kittlitz, mit den Abteilungen Rugby, Fußball, Tischtennis, Volleyball
  • ASG Vorwärts Löbau, ehemaliger Fußballverein
  • PSV (Polizeisportverein) Löbau, Sektion Karate
  • KV Löbau, Kegelverein
  • SV Lok Löbau, Radball, Seniorensport, Schach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ortsumfahrung Löbau B 178

Verkehr[Bearbeiten]

Löbau liegt an den Bundesstraßen 6 (DresdenGörlitz) und 178 nach Zittau. Die nächstgelegene Anschlussstelle Weißenberg zur A 4 befindet sich etwa 15 km nördlich. Derzeit wird an Verlegung und Ausbau der B 178 von Löbau nach Zittau sowie deren Verlängerung bis zur Bundesautobahn 4 bei Weißenberg gebaut. Bisher wurden die partielle Ortsumgehung von Löbau und der Anschluss bis Weißenberg fertiggestellt. Löbau hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Dresden–Görlitz.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Baum- und Rosenschule Löbau
ULT AG im Gewerbegebiet Kittlitz
Palfinger-Hebebühnen

1834 erbaute Johann Gottlob Hildebrandt die erste Löbauer Fabrik, eine Rot- und Buntgarnfärberei.

Bis zum Ende der 1990er Jahre war die Textilindustrie Löbaus einer der wichtigsten Löbauer Erwerbszweige. Aber auch die Lebensmittelproduktion war ein wichtiger Löbauer Industriezweig. So hatte Löbau eine Molkerei, eine Zuckerfabrik und eine Nudelfabrik, die Firma Loeser & Richter.

1864 gründete Reinhard Neumann die Löbauer Baum- und Rosenschulen.

Aber auch das Bierbrauen hat hier eine lange Tradition. Noch heute gibt es die Bergquell-Brauerei von 1846.

1896 gründeten J. Kumpf & Co. die Firma „Granitwerke und Steinbruchbetrieb“, deren Handwerk sich mit der Verarbeitung von Naturstein beschäftigt. 1947 wurde das Unternehmen von der Sowjetunion enteignet und in Staatsbesitz überführt. Der Besitzer wurde zusammen mit seinem Sohn verhaftet. Sie kamen nach einem Schauprozess wieder frei und gingen mit ihren Familien in den Westen. 1991 wurde das Unternehmen unter dem Namen „Löbau Granit GmbH“ neu gegründet. Im Jahre 2010 wurde das Unternehmen endgültig geschlossen.

Von 1918 bis 1998 bestand ein Bahnbetriebswagenwerk, in dem Güter- und Personenwagen der Deutschen Reichsbahn gewartet wurden. Die Zuckerfabrik der Südzucker AG wurde im Herbst 2002 geschlossen.

Als Traditionsunternehmen im Klavier- und Pianobau ist die Firma August Förster in Löbau seit 1859 ansässig.

Die Tischlerei Pötschke GmbH (seit 1856) die auf eine 150-jährige Tradition zurückschaut und seit 1996 auf dem Gewerbegebiet Löbau ansässig ist.

Die Firma Palfinger unterhält in Löbau ein Werk zur Produktion von Hubarbeitsbühnen.

Die Leuchtenbaufirma Hess hat in Löbau ein Zweigwerk von dem auch der internationale Markt beliefert wird. Für das anspruchsvolle Design und hochwertige Verarbeitung erhält die Firma regelmäßig Auszeichnungen.

Die Firma Stempel Schmorrde ist seit dem Jahre 1865 in Löbau ansässig. Anfangs als Buch- und Zeitungsdruckerei, entwickelte sich das Unternehmen zu einem der führenden Stempel- und Schilderbetriebe Deutschlands. Im firmeneigenen Museum können die Geschichte der Gutenbergschen Buchdruckerei und Maschinen rund um dieses Thema besichtigt werden.

Löbau ist auch der Sitz des international bekannten Trance-Labels euphonic records.

Anfänglich in Reichenbach/Oberlausitz ansässig, bezog das 1994 gegründete Unternehmen ULT Umwelt-Lufttechnik im Jahr 2000 seinen Firmensitz im Gewerbegebiet Kittlitz. Die ULT AG entwickelt und fertigt Absaug- und Filtergeräte und -anlagen für Industrie, Handwerk, Forschung und Medizin[8].

Die EDB Datenbankgesellschaft Hanel mbH betreut in der Region eine große Anzahl von Firmen beim Internetmarketing[9].

Medien[Bearbeiten]

In Löbau erscheint als Tageszeitung eine Lokalausgabe der in Dresden erscheinenden Sächsischen Zeitung (SZ).

Fernsehturm auf dem Schafberg
Geschwister-Scholl-Gymnasium
Heinrich-Pestalozzi-Oberschule

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Löbau hat unter anderem ein Amtsgericht, eine Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit, ein Finanzamt, eine Dienststelle der Bundespolizei (bisher Bundesgrenzschutz), eine Außenstelle des Landratsamtes des Landkreises Görlitz, eine Rettungsleitstelle, eine Geschäftsstelle der Landesversicherungsanstalt sowie ein Staatliches Rechnungsprüfungsamt, als nachgeordnete Dienststelle des Sächsischen Rechnungshofes.

Bildung[Bearbeiten]

In Löbau befinden sich folgende Schulen in Trägerschaft der Stadt:

  • vier Grundschulen: Grundschule Löbau-Ost, Grundschule Herwigsdorf, Grundschule Kleindehsa und Grundschule Kittlitz
  • eine Oberschule: Heinrich-Pestalozzi-Oberschule

In Trägerschaft des Landkreises Görlitz befinden sich im Stadtgebiet Löbau:

  • zwei Gymnasien: Geschwister-Scholl-Gymnasium und ein Wirtschaftsgymnasium
  • zwei Berufsschulen: Berufliches Schulzentrum „August Förster“ und das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft und Technik
  • eine Musikschule
  • eine Volkshochschule

Personen[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • seit 4. September 1860: Karl Benjamin Preusker (1786–1871), Wegbereiter des öffentlichen Bibliothekswesens[10]
  • seit 30. September 1860: Dr. Friedrich Oskar von Schwarze (1816–1886), Jurist, Oberstaatsanwalt, Generalstaatsanwalt zu Dresden
  • seit 1861: Eduard von Könneritz (1802–1875), Kreisdirektor, Regierungsrat, Vorstand der Königlich-Sächsischen Kreisdirektion Bautzen
  • seit 16. April 1871: Heinrich August Klose (1799–1884), Kantor, Oberlehrer, Ritter pp.
  • seit 1872?: Paul Freiherr von Gutschmidt (1822–1904), Kreisdirektor in Bautzen
  • seit 1883: Heinrich Woldemar von Beust (1818–1898), Kreishauptmann
  • seit 25. September 1886: Dr. phil. Wilhelm Bernhard Würkert (1815–1888), Pastor Primarius, Kirchenrat
  • seit 1895: Hermann Freiherr von Salza und Lichtenau (1829–1915), Kreishauptmann von Bautzen
  • seit 1895 (Beschluss am 22. Februar 1895, Überreichung am 8. Mai 1895): Fürst Otto von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler
  • seit 1906: Joachim Caspar Anton Richard von Schlieben (1848–1908), Kreishauptmann von Bautzen, Sächsischer Kultusminister
  • seit 27. Juni 1909: Dr. Ernst Traugott Katzer (1839–1912), Pastor Primarius, Kirchenrat
  • seit 1917: Paul von Hindenburg (1847–1934), Offizier, Politiker, Reichspräsident
  • seit 29. Dezember 1921 (Beschluss am 20. Dezember 1921): Curt Heinrich Brückner, Hofrat, Ratsmitglieder der Stadt von 1889–1921[11]
  • seit 1936: M. Würkert, Primarius
  • seit 24. Mai 1944: Herbert Lorenz (1915–1994), Oberfeldwebel, erster Ritterkreuzträger
  • seit 30. April 1948: Prof. Otto Staudinger[12]
  • seit 24. März 1950: Erich Viehweg (1880–1950), Ministerialrat, erster Löbauer Kreisschulrat nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges
  • seit 22. Juni 2001: Karl Keßner (geb. 1924), Flexograf, Obermeister des Stempelhandwerks
  • seit 12. Januar 2012: Volker Stange, Landrat a.D.

Für nichtig erklärte Ehrenbürgerschaften:

  • Ehrenbürgerbeschluss am 11. März 1933: Adolf Hitler (1889–1945), Aberkennungsbeschluss am 5. Oktober 1990
  • Ehrenbürgerbeschluss am 16. Juni 1933: Martin Mutschmann (1879–1947), Aberkennungsbeschluss am 5. Oktober 1990

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. www.naturpark-zittauer-gebirge.de (PDF; 1,4 MB)
  3. http://www.loebau.de/home/stadtverwaltung/gliederung-des-stadtgebietes-lbau_160.html
  4. a b c Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  7. Landesgartenschau Löbau 2012- offizielle Homepage
  8. ULT AG Umwelt-Lufttechnik. Internetpräsenz der ULT AG.
  9. EDB Datenbankgesellschaft Hanel mbH. Internetauftritt der EDB Datenbankgesellschaft Hanel mbH.
  10. Karl Benjamin Preusker auf der Löbauer Website
  11. www.loebaufoto.de
  12. www.loebaufoto.de, Foto des Grabsteines

Literatur[Bearbeiten]

  • Chronik der Stadt Löbau. Norderstedt 2001, ISBN 3-8311-2245-8
  • Karl Bernert: Der gußeiserne Turm auf dem Löbauer Berg. Rat d. Stadt, Löbau 1978
  • Zwischen Löbau und Herrnhut (= Werte der deutschen Heimat. Band 56). 1. Auflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1996, ISBN 3-7400-0935-7.
  • Rudolf Drescher: Löbau. Bilder einer Stadt. Erfurt 2003, ISBN 3-89702-606-6
  • Peter Emrich, Rainer Lehmann: Löbauer Stadtwanderungen. Oberlausitzer Verlag, 2005, ISBN 3-933827-56-6
  • Peter Emrich: Löbauer Stadtwanderungen, Band 2. Oberlausitzer Verlag, 2006, ISBN 978-3-933827-64-7
  • Peter Emrich: Löbauer Landpartie – Sehenswertes im Löbauer Land. Oberlausitzer Verlag, 2009, ISBN 978-3-933827-93-7
  • Tino Fröde: Privilegien und Statuten der Oberlausitzer Sechsstädte – Ein Streifzug durch die Organisation des städtischen Lebens in Zittau, Bautzen, Görlitz, Löbau, Kamenz und Lauban in der frühen Neuzeit. Oberlausitzer Verlag, Spitzkunnersdorf 2008, ISBN 978-3-933827-88-3
  • Alfred Moschkau: Löbau und dessen Umgebung – ein Führer durch diese alte Vierstadt, auf den Löbauer Berg, Cottmar, Rothstein, Sonneberg, Horken und in die Scala, Verlag Petzold, Dresden 1872 (Digitalisat)
  • Werner Schmidt: Zwischen Löbau und Herrnhut. Böhlaus, Weimar 1996 (Werte der deutschen Heimat; Bd. 56), ISBN 3-7400-0935-7
  • Cornelius Gurlitt: Löbau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 34. Heft: Amtshauptmannschaft Löbau. C. C. Meinhold, Dresden 1910, S. 306.
  • Siegfried Schlegel u.a.: Die Oberlausitz. Exkursionen. Haack, Gotha 1989 (Geographische Bausteine; Bd. 20), ISBN 3-7301-0609-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Löbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien